USA-Reise zur Besichtigung der „Earth Engine“

earth enginesEine Technologie, die ich neben Dr. Randell Mills’ Blacklight bzw. Brilliant Light Power (BrilliantLightPower.com) gerade selbst im Auge behalte, ist der Magnetmotor von Dennis Danzik. Er wurde bereits populär in einem langen Artikel im Wall Street Journal porträtiert (https://tinyurl.com/wsj-danzik), was mir seine Erfindung entsprechend handfest erschienen ließ. Da die Website der Inductance Energy Corp (IE.energy) gut aufgemacht ist, am Ende jedoch zwar persönlich ansprechende, aber eben doch nur virtuelle Fakten präsentiert werden (wobei man, räusper, auf den Livestream der laufenden Maschine noch immer wartet), habe ich mir den Vor-Ort-Bericht der Schneiders besorgt.

Die waren Ende August 2019 in Las Vegas und Scottsdale, um sich persönlich ein Bild von der vielversprechenden Technologie zu machen. Worum geht es? Es ist einer dieser Overunity-Magnetmotoren, der mit einem Input von 300 (an anderer Stelle: 700) Watt bis zu 25 Kilowatt Leistung liefern soll. Angetrieben wird er mit Seltenerdmagneten, die vom Erfinder und Bast­ler Danzik über die Jahre entwickelt und feinabgestimmt wurden.

Im bekannten Plauderton berichten die Schneiders von ihrer Reise, dem Treffen mit den Firmengründern, dem Erfinder und der letztlichen Demonstration zweier Maschinen an den beiden Standorten der Firma. Ich bin ehrlich: Viel schlauer war ich nach der Beschreibung nicht. Jawohl, da kriecht der Erfinder irgendwohin, und am Ende dreht sich was, Anzeigen flackern, das Gerät lädt offenbar eine Batterie. Und ja, der Mann scheint auch im persönlichen Kontakt so sympathisch zu sein, wie er im Imagefilm der Firma rüberkommt. Aber die gesamte Beschreibung der Technik, die darin besteht, die Aussagen des Erfinders und der Firma zu wiederholen, kann ich als Laie nur abnicken. Logisch klingt das alles, und die Bilder beeindrucken – am Ende aber geht es wieder um das alte „Geheimnis“: Form und Geometrie der Magnete, präzisierte Steuerung der Felder, die ja im richtigen Moment umgekehrt werden müssen, und so weiter.

Tja, wie soll man das Ganze von außen gewichten? Man weiß zumindest, was die Firma behauptet: Dass ein Teil ihrer Lagerhallen mit dem Strom aus einem ihrer Geräte versorgt wird. Dass Anlagen zwischen 7,5 und 25 kW Leistung konzipiert werden. Dass man die Geräte für 25.000 Euro (an anderer Stelle: Dollar) kaufen, aber dann irgendwie doch nur leasen können soll, damit die Firma sie „fern­überwachen“ kann. Zumindest erst mal für zehn Jahre. Klar wird aber auch: Wenn hier jemand Investorenabzocke betreibt, dann hat er eine dicke Nebelwand aus Aufrichtigkeit davorgeschnallt und mehr in die Kulisse investiert als nötig.

Die Broschüre ist um einige Seiten mit technischen Daten ergänzt, von denen man sich wünschen würde, dass sie nicht nur Firmenangaben wiederkauen, sondern selbst ermittelt wären. Technisch Interessierte oder Investoren brauchen also ein gehöriges Maß an Vertrauen plus die obligatorische Prise Idealismus und Risiko­freudigkeit.

Adolf und Inge Schneider
Jupiter Verlag

ca. 20 Seiten, Broschüre
€ 12,–

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