Veggiewahn: Eine Aufarbeitung der Irrtümer und Missverständnisse des Vegetarismus

FleischwahnUlrich Neumeister
Freya Verlag

312 Seiten
ISBN: 978-3-990252-45-1
€19,90

Adolf Hitler, die Nazis Himmler, Heß und Bormann, die Massenmörder Pol Pot, Dschingis Khan und Charles Manson waren Vegetarier. Buddha war kein Vegetarier, aber dafür war Richard Wagner einer. Der ging sogar so weit, in einer seiner Schriften 1880 eine „neue vegetarische Herrenrasse“ zu propagieren. Wenn man sich in manchen Kreisen mit Vegetariern oder Veganern unterhält, hat man den Eindruck, Wagners Traum hat sich zumindest teilweise erfüllt.

Dass es sich beim Vegetarismus oder Veganismus weder um wissenschaftlich noch medizinisch belegbare Ernährungsempfehlungen handelt, ist kaum zu glauben, wird aber von Ulrich Neumeister auf 310 Seiten stichhaltig dargelegt. Ein Irrglaube wird eben nicht zur Weisheit, auch wenn es in Deutschland etwa 7 Millionen Vegetarier und 1,2 Millionen Veganer gibt, die diesem Irrtum aufsitzen. Natürlich ist die Aufzählung der unappetitlichen, pflanzlich genährten Herren am Beginn der Rezension eine logisch unzulässige Provokation. Aus der Tatsache, dass bestimmte Verbrecher Vegetarier waren, lässt sich kein vernünftiger Umkehrschluss ableiten. Aber eine solche rhetorische Floskel benötigt Ulrich Neumeister auch gar nicht, denn er weist fachkundig und mit wissenschaftlichen und medizinischen Belegen nach:

„[D]er Vegetarismus [ist] eine beispiellose Anhäufung an Ungereimtheiten, Missverständnissen und Ernährungslügen, die es in diesem Ausmaß bis dato noch nicht gab.“

Er bringt zum Beispiel stichhaltige Beweise aus der Anthropologie dafür, dass indigene Völker sich zu über 60 Prozent mit tierischen Proteinen ernähren. Er erläutert, warum eine Kuh, die sich vegetarisch ernährt, nicht mit einem Menschen verglichen werden sollte und warum Vegetarier und Veganer zwangsmäßig krank werden müssen. Er klärt fachkundig auf, warum obstreiche Kost gesundheitsschädlich ist und schreibt über die oftmals scheinheilige Moral der Vegetarier. Er gibt aber auch Hinweise, welche Art Ernährung empfehlenswert ist. Dazu gehört mein geliebtes Frühstücks-Müsli mit Obst und Honig übrigens leider nicht.

Insgesamt bietet das Buch 16 lesenswerte Kapitel, die sich mit unterschiedlichen „Vegetarier-Irrtümern“ befassen. Selbstverständlich wird es viele Vegetarier geben, die es „grundsätzlich“ nicht lesen werden, weil … eben weil man als Vegetarier sowieso weiß, dass man auf der richtigen Seite steht. Und der Kaiser trägt auch neue Kleider, oder nicht? Das Buch sollte jedem Vegetarier und Veganer von der Krankenkasse geschenkt werden.

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