Wer war Oberstleutnant Thomas E. Bearden?

Jeane ManningAbweichler haben die Wissenschaft erst möglich gemacht. Früher waren es nämlich nur die Religionen, die das Universum erklärten – bevor Freidenker den Entschluss fassten, nach Erklärungen zu suchen, die besser mit den physikalischen Beweisen übereinstimmten. Das bringt mich dazu, über Thomas Eugene Bearden (1930–2022) nachzudenken, der als Oberstleutnant der US Army in den Ruhestand ging. Doch in dem Bereich seines Lebens, der mit der Konstruktion von Energieumwandlern zu tun hatte, war Bearden ein großer Abweichler.

Er war ein Wissenschaftler, der nicht die übliche ablehnende Haltung gegenüber dem einnahm, was er als „Vakuumenergie“-Technik bezeichnete. Diese Energie wird übrigens auch Nullpunktenergie oder Äther genannt. Beardens Bücher sind jetzt über USPA erhältlich.

Tom Bearden glaubte daran, dass es möglich ist, dieses universelle „Meer aus Energie“ anzuzapfen und so eine Zivilisation ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe mit Energie zu versorgen. Er verglich das gern damit, ein Schaufelrad in einen Fluss zu tauchen. Aus diesem Grund musste er das Schicksal jedes Ketzers erdulden – nämlich, ausgegrenzt zu werden. Dazu kam, dass sein improvisierter Umgang mit der Sprache bei der Beschreibung neuartiger Ideen seine Schriften schwer verständlich machte, womit er Kritikern aus der Wissenschaft ein leichtes Ziel für ihren Spott bot.

bearden1

Tom Bearden (Mitte) bei einer Energiekonferenz in den 1990er-Jahren (Foto: © Jeane Manning)

Er war ein sehr produktiver Autor von Büchern und Essays. Und er unterstützte Erfinder dabei, zur Erklärung „unmöglicher“ Ergebnisse, die sie mit ihren Geräten erzielten (zum Beispiel, wenn mehr Energie produziert als zugeführt wurde), auch auf unorthodoxe Theorien zurückzugreifen.

Im privaten Kreis äußerte er seine große Sorge darüber, dass sein Heimatland zu lange damit zuwarten könnte, die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas als Energiequelle aufzugeben. Er fürchtete, dass der Produktionssektor nicht mehr bereitstehen könnte, wenn die Zeit gekommen sein würde, jene „Freie Energie“-Geräte herzustellen, die die Menschen seiner Ansicht nach benötigen würden.

Nach der folgenden „Werbung“ werde ich noch ein paar andere Indizien für Beardens wichtige Rolle als unabhängiger Denker präsentieren.

Verlautbarung einer Bildungsorganisation

Dana, die Tochter von Tom und Doris Bearden, hat ihr privates Lager der Bücher ihres Vaters geöffnet, damit die Werke von einer Organisation verkauft werden können, die jahrzehntelang seine Vorträge veranstaltet hat: der United States Psychotronics Association oder USPA.

Laut USPA-Newsletter stehen zwei Bände seiner Bücher bereits zum Verkauf bereit – und die freiwilligen Mitarbeiter werden dafür sorgen, dass bald mehr Werke erhältlich sind.

Interessierte fahren damit besser als mit einem Kauf bei eBay, Amazon oder Alibris, weil sie die Bücher zu einem guten Preis erhalten und noch dazu eine erstklassige Bildungsorganisation unterstützen. Am Ende dieses Beitrags erfahren Sie weitere Einzelheiten dazu.

Einblicke in sein Leben

Ich bin froh, dass ich Tom Bearden noch nach seinem 80. Geburtstag im Jahr 2010 interviewen durfte, weil er nach dem Tod seiner geliebten Frau Doris (2013) keine zehn Jahre mehr körperlich auf dieser Welt weilte.

Als ich ihn nach Geschichten aus seinem Leben fragte, erzählte er mir ein paar, die mir zu verstehen halfen, woher er seine Ausdauer bezog. Ich baute diese Geschichten in einen Nachruf ein, der in der Zeitschrift Atlantis Rising erschien und Beardens Engagement im Bereich der grenzenlosen Energie würdigte. Diesen Artikel werde ich an Abonnenten meines Substack-Kontos schicken, wenn ich ihn finde. Mein heutiger Beitrag ist kürzer als dieser Nachruf.

bearden2

Ein früher Einfluss auf Tom Beardens Leben waren die „schweren Zeiten“ während der Großen Depression, der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1939. Seine Familie war das, was er als „dirt-poor“ [wörtlich „drecksarm“, sinngemäß: „bettelarm“] bezeichnete. Er erklärte mir, dass dieser Ausdruck geprägt wurde, als viele Menschen so hoffnungslos waren, dass sie Sand oder Dreck aßen, um ihren quälenden Hunger zu lindern.

Als Tom gerade einmal zwei Jahre alt war, starb seine Mutter, als der „klapprige Ford Modell T“ seines Vaters sich eines Nachts auf dem Heimweg auf der dunklen, kurvenreichen Straße überschlug. Toms trauernder Vater „schrie und weinte“, als er ihren schrecklich zugerichteten und blutüberströmten Leichnam in ihr hell erleuchtetes Haus trug. Der Anblick traumatisierte das Kleinkind zutiefst: „Ich erlitt einen tief sitzenden Schock, den allerdings niemand bemerkte.“

Seine erste Stiefmutter wollte sich aus irgendeinem Grund nicht um den jüngsten Bearden kümmern. Als er vier Jahre alt war, versuchte sie, ihn in einem Brunnen zu ertränken. Toms Bruder nahm einen Revolver von der Wand und zwang sie, Tom wieder herauszuziehen. Sein Vater brachte die Kinder dann zu ihren liebenswürdigen Großeltern, weil er wegen seiner Arbeit in der Holzindustrie selten zu Hause war und kaum Zeit für sie hatte.

Tom lernte schon in jungen Jahren, Holz zu hacken und sich um einen Garten zu kümmern. In seinen frühen Teenagerjahren ging er bereits in den Sumpfgebieten der Umgebung jagen, erfreute sich an den Wundern der Natur und schaffte es geschickt, Alligatoren und Schlangen auszuweichen.

Die Situation zu Hause änderte sich, als sein Vater arbeitslos wurde und sich dem Alkohol zuwandte. Tom musste die Familie verlassen und sich damit abmühen, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und genug Geld für eine wissenschaftliche Ausbildung aufzutreiben. Später spielte er bei einer Band namens Louisiana Hayride. Und irgendwann machte er seinen Frieden mit dem Trauma, das er im Kindesalter nicht verstanden hatte – der verschwommenen und quälenden Erinnerung an den Tag, an dem ihn seine Mutter verlassen hatte. Der bekannte Countrysänger Jim Reeves nahm Toms Song „Mother Went A-Walkin’“ [dt. etwa: „Mutter ist gegangen“] auf.

Was auch immer Tom Bearden in seiner Laufbahn erlebte, ob er nun verspottet wurde oder sich mit aller Kraft bemühen musste, festgefahrene Ideen in Physik und Technik zu hinterfragen – nichts war so schwierig für ihn wie das Überleben in der Armut der Weltwirtschaftskrise. Ich glaube auch, dass seine liebenswürdigen Großeltern viel dazu beigetragen haben, dass aus Tom Bearden so ein rücksichtsvoller, fürsorglicher Mann wurde.

Den Leuten, die einschlägige Experimente durchführten, widmete Tom viel Zeit. Er half auch mir einmal sehr, indem er mir viele Seiten mit Informationen faxte, als ich mich erstmals mit Geräten zur Erzeugung Neuer Energien befasste. Als er im Jahr 2010 meine vielen Fragen beantwortete, sprach er ausführlich darüber, wie ihm seine Karriere beim Militär als Forscher geholfen hatte. Darüber und über einige seiner Ideen, wie man das unsichtbare Meer aus Energie anzapfen könnte, werde ich jedoch in einem anderen Beitrag berichten.

So kontaktieren Sie den neuen Anbieter für seine Bücher

Derzeit beinhalten die USPA-Preise von Beardens Büchern nur den Versand innerhalb der USA, aber die freiwilligen Mitarbeiter der Organisation sind bereit, die Werke auch an Personen außerhalb der Vereinigten Staaten zu schicken, wenn diese die zusätzlichen Versandkosten, Zölle und Steuern – je nach Adresse – übernehmen. Wenn Sie außerhalb der USA leben, können Sie mit einer E-Mail an gailinvermont@outlook.com gern einen Versandkostenvoranschlag anfordern.

„Dies ist ein ganz neues Projekt für Dana und die USPA“, schrieb Gail im Newsletter. „Schauen Sie also regelmäßig vorbei. Wir werden so bald wie möglich neue Bearden-Titel in unser Programm aufnehmen.“ Sie finden Beardens Werke im Bereich „Bücher“ auf der USPA-Website.

Kommentar schreiben

Folgende Art von Kommentaren sind unerwünscht und werden von uns entfernt:

  • (Schleich-)Werbung jedweder Art
  • Kommentare die nichts zum Thema beitragen
  • Kommentare die der deutschen Sprache nicht gerecht werden
  • Geplänkel mit anderen Kommentarschreibern
  • Kontaktanfragen an die Redaktion (benutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular)

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise