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NEXUS Magazin 57, Februar-März 2015

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Black Goo: Im Labyrinth der Wirklichkeit

Im InternBlack Goo Teaseret kursieren seit Längerem Gerüchte über eine höchst eigenartige Substanz, die als „Black Goo“ oder auch „sentient oil“ – „intelligentes“ bzw. „empfindsames Öl“ – bezeichnet wird. Das Thema macht vor keiner noch so wilden Verschwörungstheorie halt – und hat unsere Autoren in einen öligen Sumpf aus Geheimforschungen, artifiziellen Hintergrundmächten, unerklärlichen Krankheiten, Kindesmissbrauch und nanotechnischer Beeinflussung geführt, in dem sie fast versunken wären. Ein kleines Lehrstück über die Natur der Realität.

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Nanotechnik aus dem Abwasserrohr

Die Geschichte klingt so merkwürdig, dass sie eigentlich nur wahr sein kann. Sie handelt von einem jungen Engländer namens Alistair Martin1, der Mitte der 1990er Jahre in einer Londoner Souterrainwohnung lebte. Dort stellte er eines Tages fest, dass er plötzlich in der Lage war, in allem die „tieferen Muster und Strukturen“ zu erkennen, ja, einen regelrechten „Durst nach Mustern und Information“ verspürte. Das betraf zum Beispiel auch Sprachen, was ihn in die Lage versetzte, innerhalb von zwei Wochen mithilfe von CDs mehr oder weniger fließend Portugiesisch zu sprechen. Gleichzeitig veränderte sich seine Persönlichkeit: Er wurde ruhiger, weniger aggressiv und fühlte sich reifer – durchweg positive Eigenschaften.

Doch hatten die neu gewonnenen Fertigkeiten ihren Preis: Mehrere Jahre lang litt Martin in der Folge an unspezifischen Schmerzen, Müdigkeit und Energiedefiziten. Dazu veränderte sich seine Haut, sodass sie – nach seinem Bekunden – die Sonne anders reflektierte.2 Zudem –und das war wohl der seltsamste Nebeneffekt – hatte er das Gefühl, dass sein „Bewusstsein kontrolliert“ wurde: Die beschriebenen Charakterveränderungen kamen seiner Meinung nach nicht aus ihm selbst, sondern wurden ihm von außen auferlegt.

Auf der Suche nach den Ursachen brachte ihn sein Vermieter, ein Ingenieur und hochrangiger Angehöriger des britischen Militärapparates, auf eine Spur. Die wundersame geistige Veränderung, aber auch die körperlichen Beschwerden, so der anonym gebliebene Mann, könnten mit den Dämpfen aus einer defekten Abwasserleitung neben dem Fenstern Martins zusammenhängen, denen er ein halbes Jahr lang ausgesetzt gewesen war. Laut Aussage seines Vermieters stammten sie von den Resten einer Substanz, die von Wissenschaftlern einer nahe gelegenen privatwirtschaftlichen Forschungseinrichtung vor einigen Jahrzehnten illegal in die Kanalisation entsorgt worden war und sich im Abwassersystem abgelagert hatte. Martin ist sich sicher, dass er durch die Dämpfe auf DNS-Ebene „genetisch modifiziert“ worden war, wie er es ausdrückt, und zwar nicht irgendwie geistig-energetisch, sondern sehr materiell durch eine „Nanotechnik“, die über die Atemwege in seinen Organismus gelangt war. Von einem anderen Freund aus dem Militär hatte Martin von einer Substanz gehört, auf die die seltsamen Eigenschaften der entsorgten Flüssigkeit zuzutreffen schienen. Ihr Name: Black Goo.

Der Falklandkrieg

Zu der in zwei Interviews3 dokumentierten Story gehört eine lange und verwobene Vorgeschichte, die bis zum Falklandkrieg zurückreicht. Zur Erinnerung: Im Frühling 1982 schickte das britische Establishment eine Kriegsflotte inklusive Atom-U-Booten aus, um im Atlantik zwischen Südamerika und der Antarktis ein paar karge und weitgehend menschenleere Inseln zurückzuerobern. Diese hatte Argentinien nach Ansicht der Engländer ein paar Wochen zuvor widerrechtlich besetzt. Der „Krieg“ endete nach wenigen Wochen mit einem glorreichen Sieg der British Navy. Was die Öffentlichkeit nicht erfuhr: Der eigentliche Anlass und die Beute soll ein „intelligentes Öl“ gewesen sein – ebenjenes Black Goo, dessen Dämpfe Martin Jahrzehnte später eingeatmet haben will.

Der Terminus geht auf einen Pionier der Nanotechnik zurück: Eric Drexler skizzierte 1986 ein Weltuntergangsszenario, in dessen Zentrum ein fiktiver, sich selbst replizierender Nanobot-Organismus namens „Grey Goo“ (dt: „Graue Schmiere“) stand. Einmal außer Kontrolle geraten, hätte dieser Nanoorganismus sich rasant vermehren und binnen kürzester Zeit seine Umwelt infiltrieren und regelrecht „auffressen“ können – das „Grey“ hatte für Drexler also nichts mit der Farbe der Substanz zu tun, sondern sollte ausdrücken, dass sie trotz ihrer primitiven Natur dazu fähig sei, „alles Leben auszulöschen“.4 Ganz ähnliche Eigenschaften werden dem Black Goo attestiert – wobei das „Black“ darauf zurückgeht, dass die Substanz ursprünglich in Rohöl gefunden worden sein soll.

Eigentlich endete der Falklandkrieg mit dem Waffenstillstandsabkommen in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni, doch vorbei war er im Grunde erst eine Woche später – nämlich an dem Tag, als die Briten die quasi nebenbei eroberte argentinische „Forschungsstation“ Corbeta Uruguay buchstäblich in die Luft jagten. Offiziell war die Station mit der Erfassung von meteorologischen, ozeanografischen und glaziologischen Daten betraut;5 gleichzeitig diente sie als wichtiger Außenposten der argentinischen Militärjunta. Sie befand sich nicht direkt auf den Falklandinseln, sondern auf einer der Südlichen Sandwichinseln, die in der gleichen Region nahe der Antarktis liegen. Die Insel trägt den Namen Morrell, eine andere Bezeichnung lautet jedoch Thule Island – ein Name, der an einen anderen modernen Mythos gemahnt. Dass es tatsächlich um mehr gegangen sein könnte als die Zerstörung der Station, zeigt nicht nur die Gewalt der Explosion; auch die Anwesenheit einer großen Einheit von Spezialeinsatzkräften, flankiert von drei stattlichen Kriegsschiffen, weist möglicherweise auf einen anderen Hintergrund als den offiziellen hin.

Die ET-Verbindung und seltsame Todesfälle

Einigen Quellen6 zufolge waren die Argentinier weniger an irdischen Messdaten interessiert. Vielmehr sollen sie auf Thule Island Kontakt zu einer humanoiden blauen ET-Rasse gepflegt haben, die dort in einer Untergrundbasis mit dem Black Goo gearbeitet haben soll. David Griffin, Gründer von Exopolitics UK, verweist in einem Vortrag7 über Black Goo an dieser Stelle auf Alec Newald, einen neuseeländischen Ingenieur, der angeblich 1989 von den Blauen entführt worden ist.8 Newald will von seinen Entführern erfahren haben, dass das Black Goo einst von einer boshaften ET-Gruppe auf der Erde zurückgelassen wurde. Die Substanz sollte es ihnen ermöglichen, den Planeten Erde auf Knopfdruck terraformieren zu können; als Auslöser sollte ein aus dem All gesendetes Signal dienen. Für den Fall, dass die „bösen ETs“ durch eine andere Rasse von der Erde vertrieben würden, könnten sie den Planeten durch den Terraforming-Prozess auch für die potenziellen Eroberer unbewohnbar machen.

Laut Newald haben die blauen ETs das Black Goo als planetare Bedrohung verstanden und versucht, es „unschädlich zu machen“ – Newald spricht von de-engineering. Die Falkland-Region hätten sie für ihre Experimente gewählt, weil die Substanz in kalten Temperaturen besser zu handhaben sei und sich in einer wärmeren Umgebung explosionsartig replizieren würde.

Die komplette Geschichte seiner Entführung hat Alec Newald in seinem Buch „CoEvolution“9 festgehalten. Es trägt den Untertitel „Die wahre Geschichte eines Mannes, der für zehn Tage zu einer außerirdischen Zivilisation mitgenommen wurde“ und ist 2011 neu aufgelegt worden, als Newald durch visionsartige Träume „reaktiviert“ wurde. Den Neuseeländer kann man in unserer Geschichte durchaus als einen der Hauptakteure bezeichnen, denn der Topos „intelligentes“ bzw. „bewusstes Öl“ scheint auf ihn zurückzugehen.

Kommentare

07. Februar 2015, 22:58 Uhr, permalink

ms

objectivität und subjectivität existieren sehhr wohl bezügliich konkreter raum-zeit-koordinaten ...

castaneda beschreibt in seinem don-juan-cyclus interessanterweise den archonten ähnliche interdimensionale schattenwesen, 'voladores' genannt, die sich ebenfalls von negativer energie ernähren

erweitert man das spektrum der wahrnehnung, indem man die anzahl der zugrundeliegenden parameter erhöht, kann man dem canon konventioneller realität einige phänomenale facetten hinzufügen (oder auch unendlich viele)

also, schönen dank für die sensation - die relativierung im letzten abschnitt war nach meiner auffassung nicht nötig ...

ps.: god save the queen

07. Februar 2015, 23:44 Uhr, permalink

Joe R.

@ ms

Was soll das sein: konkrete raum-zeit-koordinaten?

Es gibt weder Zeit noch Raum an sich. Zeit entsteht ebenso wie Raum durch Objekte, besser: Manifestationen, und ihre Beziehungen zueinander. Ohne "Objekte" keine Zeit und kein Raum. Objekte wiederum "entstehen" durch Abgrenzung/Zuschreibung, die der "Geist" vornimmt.

Nach meiner Auffassung und Erfahrung/Einsicht in die Natur der Realität ist die Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt ebenso wie die zwischen Innen und Außen, Bewusstsein und Materie rein konzeptionell; auf der letzten Wirklichkeitsebene gibt es also keine. Im Sanskrit heißt das Tat Swam Asi.

Deshalb handelt der Artikel im Kern eigentlich von unserem Wirklichkeitsmodell. Doch können solche Fragestellungen natürlich in dem Kontext nicht behandelt werden, obwohl sie für das Verständnis der Phänomene eigentlich unerlässlich sind.

Um es auf eine andere Art und Weise zu sagen: Archonten und sonstige Erfahrungen sind real in dem Sinne sind, dass sie "Erfahrungsinhalte" sind. Solche Erfahrungen können aus unser Perspektive verschieden "dicht" sein und von größeren Gruppen (verschiedenen "Subjekten" also) gemacht werden. Überschreiten Dichte und Anzahl der die Erfahrung machenden Menschen einen bestimmten Grenzwert, wird das erfahrene Phänomen auch aus konventioneller Sicht als "real" angesehen. So funktioniert Schöpfung. Und so funktioniert Welt.

08. Februar 2015, 13:03 Uhr, permalink

Schlauberger

Wirklichkeit? Irrgarten?
Die alten Storries ziehen wohl nicht mehr, man muß also Neue erfinden.
Im Text gibt es jede Menge Links zu Büchern. Und natürlich wurden die alle von den totalen Experten geschrieben.

Ich glaube kein einziges Wort von diesem Zeug!

09. Februar 2015, 16:07 Uhr, permalink

Wunderer

Kann ich dieses Black-Goo kaufen?

www.biopure.eu/nahrungsergaenzungen/morgellon-prophylaxe/8291/black-goo-1-3g

13. Februar 2015, 00:11 Uhr, permalink

ms

@joe.r

'' Überschreiten Dichte und Anzahl der die Erfahrung machenden Menschen einen bestimmten Grenzwert, wird das erfahrene Phänomen auch aus konventioneller Sicht als "real" angesehen. So funktioniert Schöpfung. Und so funktioniert Wel t''

quod erat ... (demonstrandum)

ps.loosh-story bekannt ? (sufu)

13. Februar 2015, 00:15 Uhr, permalink

ms

@schlau?berger

dann lies es halt nicht , das zeug, dummberger !

ps.no offense ...

13. Februar 2015, 00:47 Uhr, permalink

ms

@joe.r

.. So funktioniert Schöpfung. Und so funktioniert Wel t'' = mediamarkt werbesprech, nicht dein niveau ..

... mußte noch gesagt werden :)

16. Februar 2015, 22:52 Uhr, permalink

Joe R.

@ms

Das Loosh-Konzept (also Monroes Erfahrung) entspricht im Prinzip dem im Artikel beschriebenen.
Dazu fand ich die (richige) Anmerkung:

The idea that man must sacrifice (must kill something or be killed in order to appease the gods) is apparently intrinsic to all the world’s root religions. We find blood ritual, including human sacrifice, in the Druidic tradition, Tibetan Buddhism, among the Indians of the Americas, in Greece and Rome, Africa, China, Arabia, Germany, Phoenicia and Egypt. Even the Old Testament (Judges 11:31-40) has a little-advertised story of human sacrifice, with the Israelite judge Jephthah ritually slaughtering his own daughter to fulfill a vow he made to Jehovah.

Das passt zu dem, was der Artikel impliziert: Die Lichtwesen, Aliens, Archonten & Götter mit ihrem Loosh, Spice, Mimimnium usw. sind Manifestationen tieferer Geistesebenen (wo die unbewussten Ängste, Konzepte, Hoffnungen usw. angelegt sind).
Da aber Geist (auch unbewusster) und Welt identisch sind (G. Benn nennt die Trennung "die abendländische Schiksalsneurose"), sind diese Manifestationen letztendlich genauso real (wenn auch nicht so "dicht") wie unsere Körper, Autos und Nachbarn...

Die eigentlich intereressantere Frage ist deshalb die, was man mit solchen Erkenntnissen anfangen kann oder soll?
Sollte man in die Archonten-, Loosh- und BlackGoo-Storys einsteigen?
Gar gegen Aliens, Reptos und Energieabsauger kämpfen?
Das Problem: Je mehr man sie als "real" annimmt, desto "dichter", also realer, also mächtiger werden sie.
Da scheint es mir klüger, sich da rauszuhalten und lieber eine schönere Story zum Manifestieren zu suchen; irgendwas mit bedürftigen Engelinnen z.B. ;-)

17. Februar 2015, 01:45 Uhr, permalink

Harald Kautz-Vella

Zur Ergänzung/Richtigstellung: ich sage es gibt zwei Arten von Black Goo, das Ausserirdische mit Archontenbezug und eine irdische Form, die das Kollektivbewusstsein von Mutter Erde trägt. Damit erhebe ich das Goo zu einem allgemeingültigen biologischen Prinzip in dem sich immer eine Biosphäre und das zu dem Planeten gehörige und vom planeten-eigenen Black Goo getragene kollektive Planetenbewusstsein als holofraktaler Bewusstseinsspiegel gegenüberstehen. Jede Spezies die auf Dauer das All bereisen will muss ihr eigenes Goo mit auf Reise nehmen, wenn sie einen Planeten bevölkern wollen brauchen sie entsprechend grosse Mengen.
Das wird im wesentlichen gedeckelt durch die Thesen in dem "Alien-Interview", d.h. durch die Protokolle der Gespräche mit dem Roswell-Alien, die 2007 veröffentlicht wurden. Es ist kongruent aber nicht von dort entnommen, ich habe die Interviews erst entdecket nachdem ich diese Thesen formuliert hatte. Auch der Bezug zu dem Lebensbaum mit den beiden schwarzen Stelen wird dort erwähnt, etwas abweichenden meinen Thesen primär als interstellare Kommunikationsantenne, d.h. als Verbindung zwischen dem Heimat-Goo und dem exilierten auf dem Kolonie-Planeten.

06. März 2015, 10:08 Uhr, permalink

Wimpl

Mich erinnert die Geschichte ein wenig an "Akte-X"...da gibt es dieses "öl" das alle menschen infiziert und zu willfähriigen Dienern der Aliens macht...Kennzeichen: Kohlrabenschwarze Augen!

nette Story, aber doch eben nur ein Film...

08. Mai 2015, 07:52 Uhr, permalink

Thorsten

Ich habe die Black Goo Globuli von biopure mal probiert, allerdings nicht so, wie vorgeschrieben, sondern immer mal wieder unregelmäßig 8 oder 10 Globulis. Ich probiere einfach, habe aber keine Änderung in mir feststellen können.
Aber jeder ist halt anders, und ich denke, dass ein Glaube eben auch viel der Wirkung ausmacht.

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