Boriskas Mars-Chroniken
Ungefähr ein Jahr später reiste ich nach Schirnowsk, um Boriska zu treffen und die neuesten Einzelheiten aus seinem Leben zu erfahren. Natürlich unterhielt ich mich zuallererst mit seiner Mutter.
„Ich schaute in das Zimmer, weil ich hörte, wie Boriska mit jemandem sprach, aber ich wusste mit Sicherheit, dass er allein war“, erinnert Nadeschda sich. „Er war tatsächlich allein, vor ihm befand sich ein farbiges Mosaik aus Kinderbausteinen, und die DNS-Doppelhelix war zu sehen! Aufgrund meines Studiums am Medizinischen Institut habe ich sie genau erkannt.
Und er sagte zu jemandem: ‚Ich bin zwar der Pilot eines Forschungsschiffes, ein Wissenschaftler, aber ich werde niemals Human- und Reptilien-DNS kreuzen! Das widerspricht den Gesetzen der natürlichen Auslese.‘ Einige lateinische Wörter folgten. Ich war fassungslos, doch anstatt weiter zuzuhören, schüttelte ich ihn. ‚Was soll das? Mit wem redest du da?‘ Und Boriska erwachte plötzlich aus seinem Trancezustand, er war verwirrt und murmelte ‚Ich spiele doch nur.‘
Wieder einmal wurde mir bewusst, dass ich meinen Sohn nicht besonders gut kenne. Als ich ihn später darauf ansprach, sagte er mir jedenfalls, diese Information sei nicht für Menschen bestimmt, und dass seine DNS-Abschnitte auf dem Mars etwas anders gewesen seien – etwas anders als die DNS der lemurischen Art.
Doch ich begriff zumindest so viel, dass, wenn er sich an bestimmte Lebensabschnitte auf dem Mars erinnert, es dabei um verschiedene Zeiten geht. Das heißt, er hat anscheinend mehrmals auf dem Mars gelebt und erinnert sich an verschiedene Episoden seiner Leben, wahrscheinlich über einen Zeitraum von vielen Tausend Jahren hinweg.“
„Also glauben Sie nicht, dass es sich lediglich um kindliche Phantasien handelt?“
„Manchmal wünschte ich, es wäre so, aber es passt einfach nicht zusammen. Es ist zu viel ganz und gar außergewöhnliches Wissen im Spiel. Er kann es einfach nirgendwo herhaben. Natürlich glaube ich nicht, dass er sich an seine vergangenen Leben in der Art und Weise erinnert, wie wir uns an den gestrigen Tag. Natürlich nicht. Seine Erinnerung ist bruchstückhaft und kommt nur unter bestimmten Umständen zum Vorschein; und möglicherweise verblasst sie langsam. Ja, er kann eine Verbindung zu äußeren Informationsquellen herstellen und ihr Transmitter sein, aber zehn Minuten später kann er es schon wieder vergessen haben, eben wie ein ganz normales Kind.“
Dennoch sind ihre Aufzeichnungen der letzen Monate sonderbare Erinnerungen von Boriska an schwerwiegende Kataklysmen auf dem Mars. Zum Beispiel beharrt er darauf, dass es in den letzten hundertausenden, wenn nicht sogar Millionen von Jahren, ernsthafte Probleme mit der Wasserversorgung gegeben hat. Der Mars begann in katastrophalem Ausmaß, seine Atmosphäre und sein Wasser zu verlieren. Boriska sagte, es hätte Spezialschiffe gegeben, die zum nahegelegensten Planeten, der Erde, geflogen seien, um Wasser aufzunehmen. Sie sahen aus wie Zylinder und dienten als Mutterschiffe.
Er sprach viel über seine Pflichten und seine Arbeit im Weltraum. Der Junge mag amerikanische Filme über Weltraumabenteuer und –kriege nicht besonders. Er meint, dass darin alles verdreht und erfunden sei. Schiffe vom Mars konnten durch das gesamte Sonnensystem reisen und hatten etliche Stützpunkte auf verschiedenen Planeten und deren Trabanten.
Offenbar war er kein schlechter Pilot und besaß hervorragende berufliche Qualitäten. Laut seiner Geschichten nahm er oft an Flügen zum Saturn teil, wobei die Schwierigkeit darin bestand, durch den Bereich des Asteroidengürtels zu navigieren. Viele seiner Freunde kamen bei dem Versuch ums Leben.








Kommentare
21. Oktober 2009, 18:24 Uhr, permalink
Visionaire
WOw... das ist mal ein Bericht, der einem den Atem raubt. Ich beschäftige mich seit längerem mit Spiritismus und habe schon viel über Indigos erfahren. Was jetzt aber dieser Boris da preis gibt, lässt mir die Haare zu Berge stehen... Seine Aussagen sind so treffend mit allen Mystischen Dingen die ich bis heute erforscht habe... Von Däniken, Maya-Kultur, Spiritismus, Astrologie...
Ich weiss von mehreren Indigos auch im deutschsprachigen Raum... Nur das diese meistens durch Ritalin ruhig gestellt werden. Kann mir vorstellen, dass in Russland kein Ritalin verwendet wird... und daher der Junge "ungebremst" seine früheren Leben abrufen kann... Dieser Artikel ist der Hammer!!!
09. Februar 2010, 01:45 Uhr, permalink
Kritiker
Tja, nix gewesen außer Spesen. Riesige Katastrophe 2009? Ach ja.
Ich bin offen für alles, aber gerade, wenn man das ist, sollt man ebenso skeptisch sein. Wahrscheinlich ein weiterer Versuch, bestimmte Eso-Theorien interessanter zu machen.
Herzlichen Glückwunsch.
16. März 2011, 09:29 Uhr, permalink
realHanno
Ich denke da sofort an Geldmacherei.
Die russischen Eltern des Jungen haben einen unzweifelhaft sehr begabten Sohn auf die Welt gesetzt.
Ihre Umwelt und andere Leute werden sie darauf gebracht haben, dass damit doch einige Rubelchen zu verdienen wären - andere tun das doch auch, und die wären meistens um einiges dümmer als beide studierte Eltern des Jungen.
Also ging man damit an die Öffentlichkeit, und einiges Geld wird seitdem auch schon die Seiten gewechselt haben - bestimmt genug für die nicht im Überfluss lebenden Eltern.
Doch das ist leider nicht recherchiert ...
Allen selbstlosen Gutmenschen zum Trotz:
Geld ist aller Dinge Antrieb.
02. Dezember 2011, 22:02 Uhr, permalink
lily
He is just telling the people the truth
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