Freizeit: Neue Trends in meinem Leben

Trike IconMeine Muskeln aufzubauen hat derzeit hohe Priorität für mich. Solange der Winter herrscht, arbeite ich am Liebsten an meiner Rudermaschine. Aber sobald es draußen wieder nett wird, will ich verstärkt Zeit im Freien verbringen und mir die Gegend ansehen. In der Garage steht noch mein Mountainbike, das ich vor Jahren mit einem E-Motor aus China aufgerüstet habe.

E-Rauchen

Übers E-Rauchen alias „Dampfen“ hatte ich ja schon einmal kurz berichtet. Aber ich möchte das Thema nochmal neu aufgreifen. Erstens, weil es für Raucher wie mich wirklich die Rettung sein kann und zweitens, weil es ein paar technische Neuerungen gibt. In der Öffentlichkeit laufen derzeit mal wieder verschiedene Kampagnen, die das E-Rauchen als gefährlich und als möglichen Einstieg in gefährlichere Süchte wie das Rauchen von Tabak brandmarken. Der neueste Angriff besteht im Gerücht, viele Liquids enthielten den Stoff Diacetyl, der bei den Konsumenten eine als „Popcorn-Lunge“ bezeichnete Lungenschädigung bewirke. Auch hier verschafft ein kurzer Besuch in den einschlägigen Foren, etwa www.e-rauchen-forum.de, eine rasche Aufklärung. Diacetyl wird den Liquids weltweit nur sehr selten und in Deutschland schon gar nicht zugesetzt. Aber die Lobby gegen das Dampfen ist mächtig und es steht viel Geld auf dem Spiel – denken Sie nur an die Milliarden Steuereinnahmen durch Tabakkonsum oder die Gewinne der Tabakindustrie, die hier einzubrechen drohen. So ist es durchaus erklärlich, dass die Erfindung des E-Rauchens viele Feinde hat, obwohl sie den umgestiegenen Rauchern etwa 4.000 (!) Giftstoffe erspart, die im Zigarettenrauch enthalten sind.

E-dampfen

Mich braucht man von den Vorteilen des E-Rauchens nicht mehr überzeugen, denn ich bin schon längst umgestiegen. Allerdings hatte ich wegen meiner Erkrankung eine Pause einlegen müssen. Doch nun, da es wieder funktioniert, habe ich auch gleich ein, zwei Neuerungen für mich entdeckt, über die ich berichten möchte:

Die E-Zigarette braucht bekanntlich Strom, der aus dem sogenannten Akkuträger kommt. Nun gibt es eine neue Klasse von Geräten, die über verschiedene Einstellmöglichkeiten verfügen, mit denen der Nutzer diverse Parameter wie Volt- oder Wattzahl und den Widerstand (Ohm) oder gar die Temperatur einstellen kann. Damit lässt sich das Dampf- und Geschmackserlebnis deutlich steigern, denn jeder kann nun seinen individuellen „Sweet Spot“ suchen, bei dem der Dampf am besten schmeckt.

Das ist vor allem dann nötig, wenn es um eine weitere neue Variante geht: das Dampfen im Sub-Ohm-Bereich. Hier wird deutlich mehr Dampf erzeugt als mit den Standard-Verdampfern, und das kann gerade denjenigen helfen, die halt doch immer noch einen gewissen Schmacht in Richtung der gewohnten Zigaretten verspüren, weil das elektrische Dampfen vielleicht nicht ganz so kickt, wie es die vielen Gifte der ollen „Pyros“ tun. Mehr Dampf ist da eine gute Strategie. Aber das Ganze kann auch seine Tücken haben, denn Sub-Ohm-Verdampfer bringen die Akkus wegen ihrer niedrigen Widerstände schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die ersten Sub-Ohm-fähigen Geräte waren daher noch mit ein wenig Vorsicht zu genießen, doch inzwischen gibt es eine neue Generation, wie etwa den abgebildeten iStick TC 40 W von Eleaf, bei denen auch Leute wie ich, die keine Elektriker sind, eigentlich nichts falsch machen können.

Eine weitere Empfehlung von mir an alle Dampfer oder die, die umsteigen wollen: Legen Sie sich einen sogenannten Tröpfelverdampfer zu. Verdampfer sind die Dinger, die oben auf den Akkuträger geschraubt werden und in denen – wer hätte es gedacht – der Dampf erzeugt wird. Als Einsteiger bekommt man meist Verdampfer mit Tanks, die ein ordentliches Fassungsvermögen haben und bei denen schon alles fix und fertig montiert ist, sodass man ihn nur noch befüllen und losdampfen braucht. Anders die Tröpfler: Da reicht das Fassungsvermögen des Tanks nur für ein paar Züge. Aber die sind dafür dann von einer geschmacklichen Qualität, an die kein anderer Verdampfertyp herankommt. Dadurch bieten sie dem Süchtler, der noch immer seinen Zigaretten nachhängt, einen weiteren Anreiz, denn nun schmecken die Liquids doppelt so gut. Dass ständig nachgetankt werden muss, stört mich selber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Es erlaubt mir, ständig die Liquids zu variieren und neue Geschmäcker schnell zu testen. Gut, auf langen Autofahren oder im Büro mag das weniger angebracht sein, aber wo es passt, da ist für viele erfahrene Dampfer ein Tröpfler zur ersten Wahl geworden.

Eine weitere Eigenart der Tröpfel-Verdampfer besteht allerdings darin, dass man sie typischerweise selbst wickeln muss: Das heißt, im Innern des Verdampfers müssen in Abständen neue Glühdrähte eingebaut werden, die man sich idealerweise selbst aus Draht biegt. Auch dazu gibt es mannigfaltige Anleitungen im Netz. Danach muss man auch die Watte, die das Reservoir für die Liquids bildet, neu einziehen. Das alles ist eine kleine Bastelaufgabe, die vielleicht manchen Neuling abschrecken mag. Aber einen richtigen Dampfer, der nichts mehr schätzt als das volle Aroma seiner Lieblings-Liquids, stört das nicht im Geringsten. Denn wer wie ich vierzig Jahre lang Zigaretten geraucht und die Abgründe dieser Sucht und die eigene Ohnmacht dagegen durchlebt hat, dem ist jedes Mittel recht, solange es einen nur davon abhält, wieder zur Kippe zu greifen.

Kommentare

01. Februar 2016, 20:31 Uhr, permalink

MaxJoy

Hallo Thomas,

zu der Kompositionssoftware: Vor einigen Jahren habe ich mich auch intensiv mit elektronischer Musik beschäftigt und einige Plugins für Ableton Live programmiert. Sie lassen sich ähnlich wie Synthesizer konfigurieren und improvisieren dann bis in alle Ewigkeit über eine vorgegebene Akkordfolge. Sie sind nicht für musikalische Laien gedacht, aber vielleicht gefallen dir die Beispiele, die ich damals auf myspace hochgeladen habe und sind dir eine Inspiration für eigene Kompositionsversuche.

Viele Grüße! :)

26. Februar 2016, 11:31 Uhr, permalink

Elke

Lieber Herr Kirschner,
Danke! für Ihren Beitrag über das "Dampfen"! Es hat mir letztendlich den Anreiz gegeben das Zigarettenrauchen nach über 35 Jahren aufzugeben:) und ich habe mehr als 1 Schachtel am Tag geraucht.
Und es fällt garnicht mal sooo schwer und ich habe nach 3 Wochen schon mehr Luft und fühle mich besser.
Nun wird ja von Seiten seltsamer Politiker und der EU schwer gegen das "Dampfen" vorgegangen, was sich für mich eigentlich nur mit Korruption erklären lässt. Da werden wichtige Studien einfach weggewischt und ignoriert.
Das wäre vielleicht mal einen konkreten Artikel im Nexus Magazin wert...
Ich glaube dass das "Dampfen" vielen Rauchern helfen kann leichter von dieser Sucht loszukommen und es wird massiv versucht das zu verhindern.
Warum wohl???
Und was mich auch noch in meiner Meinung bestätigt: Meine Katzen mögen den Dampf, ganz im Gegensatz zu Zigarettenrauch:).
Liebe Grüsse
Elke

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