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NEXUS Magazin 2, Januar-Februar 2006

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Großbritanniens geheimer Krieg in der Antarktis, Teil 1

Gegen Ende des 2. Weltkriegs schickte Großbritannien Soldaten in geheimer Mission in die östliche Antarktis, wo sie in der Nähe des verborgenen Stützpunkts Maudheim einen unterirdischen Zufl uchtsort der Nazis ausfi ndig machen und zerstören sollten.

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Einleitung

Bereits 1938 schickte Nazi-Deutschland eine Expedition in die Antarktis, um nach einem Standort für einen möglichen Stützpunkt zu suchen und im Namen des Dritten Reichs offiziell Ansprüche auf das Gebiet zu erheben. Als Vorbereitung auf die Expedition lud man den großen Polarforscher Richard E. Byrd zu einem Vortrag ein. Im darauf folgenden Jahr, einen Monat nach Kriegsbeginn, kehrten die Deutschen nach Neuschwabenland zurück, um zu vollenden, was sie begonnen hatten; viele Hinweise existieren, dass es sich dabei um den Bau eines Stützpunkts handelte.

Neun Jahre später wurde Richard E. Byrd, mittlerweile Admiral in der Marine der Vereinigten Staaten, in die Antarktis geschickt, zusammen mit der größten Spezialeinheit, die je zu einer Polarexpedition aufgebrochen war. Laut Admiral Byrds eigener Aussage war diese Mission mit dem Codenamen Highjump „in erster Linie militärischer Natur“.1 Viele behaupten, dass die Spezialeinheit losgeschickt wurde, um einen geheimen Stützpunkt der Nazis in Queen Maud Land zu zerstören, eine Region, die von den Nazis „Neuschwabenland“ genannt wurde und die bisher nie gründlich erforscht worden war. Angesichts der Tatsache, dass Admiral Byrd von Flugobjekten sprach, „die mit unglaublicher Geschwindigkeit von Pol zu Pol rasten“2, und angesichts der vielen Belege für frühere deutsche Aktivitäten dort, kann man sich wirklich fragen, ob nicht doch etwas dran ist an der Legende von Nazis in der Antarktis. Könnte es aber trotzdem sein, dass die Operation Highjump und Byrds Zitat durch bewusste Fehlinformationen von der Wahrheit über britische Exkursionen in die Antarktis ablenken sollten?

Wenn es um das Rätsel der Antarktis geht, ist die Rolle Großbritanniens dabei nie mehr als eine Randnotiz wert. Diese Tatsache ist an sich schon überraschend, vor allem, da die britischen Truppen während des ganzen Kriegs in der Antarktis aktiv waren. Möglicherweise begannen sie schon ganze 12 Monate, bevor die US-Operation Highjump ins Leben gerufen wurde, die Initiative gegen die Bedrohung durch die Nazis in der Antarktis.

Die britischen Aktivitäten in der Antarktis, obwohl wenig bekannt und im Verborgenen durchgeführt, sind ebenso faszinierend wie die vielgerühmte Operation Highjump. Großbritannien ging zwar als Sieger aus dem Krieg hervor, musste aber Bankrott und Demütigung durch die beiden neuen Supermächte erdulden. Doch vielleicht war man in der Lage, ein wenig Stolz zurückzuerobern und die vermeintlichen Verbündeten zu irritieren, indem man die letzte, entscheidende Schlacht gegen die überlebenden Nazis führte: eine Schlacht, die nie in den Geschichtsbüchern stehen sollte.
Antarktis-Briefmarken: Anspruch oder Gedenken?

Am 1. Februar 1946 erschien mit Erlaubnis Seiner Königlichen Majestät eine Serie Briefmarken, die weltweit Empörung hervorrief und das kriegsmüde Großbritannien in eine diplomatische Krise stürzte. Die acht Marken, die so viel Anstoß erregten, erinnerten an Großbritanniens Anspruch auf die Falklandinseln, allerdings zeigte eine von ihnen dabei auch eine Regionalkarte der Antarktis, wobei die Ansprüche Chiles und auch Argentiniens Anspruch auf diesen Kontinent vollkommen ignoriert wurden. Warum sollte Großbritannien eine internationale Krise heraufbeschwören, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Weltwirtschaft in einer Notlage befand, und auch noch wegen einer absolut lebensfeindlichen Region?

Viele Historiker behaupten, dass dies durch Englands Rohstoffknappheit bedingt worden sei, für welche die Antarktis eine Lösung bereit zu halten schien. Die Briefmarken stellten angeblich einen Weg dar, diese Ansprüche fortzuschreiben. Diese Behauptung mag zwar teilweise korrekt sein, erklärt aber nicht, warum sich britische Truppen als Teil der Operation Tabarin unmittelbar bei Kriegsende und auch noch danach auf dem antarktischen Kontinent aufhielten.

Die Operation Tabarin war ins Leben gerufen worden, um die deutschen Aktivitäten auf dem südarktischen Kontinent zu überwachen. Die bekannten britischen Stützpunkte lagen vor allem auf der antarktischen Halbinsel, etwa in Port Lockroy und Hope Bay, sowie auf den umgebenden Inseln, zum Beispiel auf den Inseln Deception und Wiencke – obwohl es auch einige Stützpunkte auf dem Festland gab. Der geheimste Stützpunkt ist immer noch unbekannt und wird es wohl auch immer bleiben: Der Stützpunkt in Maudheim, in der Nähe der Mühlig-Hoffmann Bergkette in Queen Maud Land bzw. Neuschwabenland war so geheim, dass er nie einem Namen bekam oder auf einer offiziellen Karte verzeichnet wurde.

Könnten die besagten Briefmarken auch herausgegeben worden sein, um einer erfolgreichen Mission in Queen Maud Land zu gedenken? Tatsachen und Gerüchte, sowie die Geschichte eines SAS (Special Air Service) Offiziers bringen ein wenig Licht ins Dunkel des Kriegsschauplatzes Antarktis – einer Front, die seit 60 Jahren geheim gehalten wird und einer Schlacht, über die die Öffentlichkeit nie etwas erfahren sollte.

Großbritannien hat die Berichterstattung über derart viele Ereignisse des 2. Weltkriegs im Namen der nationalen Sicherheit unterdrückt, dass man selbst nach 60 Jahren noch immer nicht viel darüber weiß – angefangen bei Rudolf Hess bis hin zu noch dunkleren Kapiteln wie dem Wissen der Briten über die Nazi-Vernichtungslager, dem Flirt der republikanischen Streitkräfte Irlands mit den Nazis, sowie der noch weniger bekannten Geheimnisse um die Konzentrationslager auf britischem Boden, nämlich auf der Kanalinsel Alderney. Schon diese wenigen Beispiele lassen eine Systematik des Verschweigens vermuten – und in einigen anderen Beispielen kann wohl auch von einer vollkommenen Leugnung ausgegangen werden. Die Antarktis ist hier keine Ausnahme.

Keiner der Teilnehmer der Neuschwabenlandkampagne ist mittlerweile noch unter uns. Der letzte Überlebende erzählte mir über diese vergessene Schlacht die nun folgende Geschichte. Ich möchte betonen, dass er mir die Geschichte zweimal erzählte, im Abstand von zehn Jahren, und dass sie beide Male absolut gleich lautete.

Kommentare

22. Februar 2012, 05:23 Uhr, permalink

eisnazzn

Nette Geschichte. Sehr unterhaltsam und spannend erzählt.

06. Juni 2012, 03:58 Uhr, permalink

Nexuscp

Dieses Thema ist eines, welches mein Interesse geweckt hat.
Zum Thema "Neuschwabenland" und die "Polarexpedition" habe ich zum ersten mal gelesen, als ich die "Hohle Erde"-Theorie angefangen habe zu erkunden und bin dadurch hierauf gestoßen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass dies mehr als eine Geschichte ist!
Dieser Text ergänzt sich ideal mit anderen Themen dieser Art, auch ähnliche Themen.
Ich sag nur - macht weiter so!
Alles kommt irgendwann so, wie es kommen muss und das ist weder Fiktion, noch eine Träumerei, sondern einzig und ewig währende Tatsache.

21. November 2012, 15:56 Uhr, permalink

erol yilmaz

Wahnsinn, was diese "Pisser" uns alles verheimlichen...

24. März 2013, 15:06 Uhr, permalink

Vollhorst

Zu U-859 :
Google:
Quecksilber & Atom

21. Januar 2016, 21:56 Uhr, permalink

berger

ist ja schon lange kein geheimniss mehr das alles,wer sich dafür interessiert kann es nachlesen.wo die beiden u-boote u420 und 977 nach dem krieg hin verschwunden sind weiss ja bis heute keiner,
angeblich war auch der führer an bord.und dass admiral byrd(angebli-
che forschung in der antarktis-genannt operation highjump,aber eigenartiger weise mit kriegsschiffen - sehr witzig und hat damals schon das arschlochamerika,genau so wie heute entlarft zumindest meiner meinung nach,aber weiter im text:keiner weiss wo diese u-boote die man ja nicht so in den hosensack stecken kann,ver-
schwunden sind,bis heute.INTERESSANT, ODER ?
-
verschwun
den sind,bis heute...

15. Mai 2016, 16:31 Uhr, permalink

unbekannt

Mein Opa war in Neuschwabenland stationiert u ist angeblich 1950 dort verstorben.Habe aber 1980 er Jahre Telefongespräche meines Vaters mit dem Opa mitbekommen. Etwas merkwürdig oder?
Habe viele Bilder gefunden von Neuschwabenland aus den 1970 da ist was ganz grosses los

02. Juni 2016, 13:53 Uhr, permalink

robby

ihr glaubt auch alles was im netz steht.wenn es diese geheime anlage gegeben hätte wären die nicht am 10m in denn tunnel reingekommen ohne da es jemant bemerkt hätte denk ihr wirklich de deutschen lassen so in eingang ungeschützt und sich in ner geheimbasis einfach so bewegen und minen anzubringen ohne das einer was merkt.und noch dazu vorher schu leute erwischt wurden.schau euch einfach mal alte bunker aus der zeit an da kommt keiner ungesehen rein.somit Schwachsinn was da geschrieben wurde.das es ne Basis gab is glaubwürdig aber die waren nie dort

26. August 2016, 23:11 Uhr, permalink

Fijalkowski

bestimmt was wahres dran

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