Die Götter besuchten nämlich nicht nur einen Ort auf der Erde, sondern mehrere, und sie versprachen, einst zurückzukehren. In unserer Zeit wurde dieses Versprechen der Rückkehr zu einem religiösen Symbol. Wir Christen erwarten die Rückkehr von Jesus, die Moslems erwarten die Rückkehr ihres Mahdi, die jüdische Gemeinde erwartet die Rückkehr ihres Messias … Aber so leid es mir tut, es werden weder der Mahdi noch der Messias noch Jesus zurückkehren, sondern einfach nur die Außerirdischen kommen! Das ist ein altes Versprechen der Rückkehr, das jede Kultur hat. Und ich bin mir sicher, dass sie mittlerweile schon zurückgekehrt sind. Sie sind da – aber das sollte man der Öffentlichkeit nicht zu schnell offenbaren. Es sollte vielmehr langsam gehen, weil die Menschen nicht vorbereitet sind.

Einer der beeindruckendsten megalithischen Steinblöcke von Pumapunku in Bolivien. Was war sein Zweck? (Foto: © Rafael Videla Eissmann, 2020)
Unsere Astronomen sind brillante Geister, hochintelligente, ehrliche und wunderbare Persönlichkeiten, aber keiner von ihnen würde je sagen, dass Außerirdische auf unserem Planeten leben. Warum nicht? Weil man sich über sie lustig machen würde … und es steht fest, dass jeder Mensch ernst genommen werden und nicht als lächerliche Figur dastehen will. Sobald jemand sagt „Die Außerirdischen sind hier“, macht man sich über ihn lustig, und das ist der Grund, warum all diese brillanten Astronomen nicht akzeptieren, dass Außerirdische unter uns leben. Einer schreibt vom anderen ab und alle sagen sie dasselbe, weil der Zeitgeist einfach noch nicht so weit ist.
Und dieser Zeitgeist war auch zu keinem früheren Zeitpunkt so weit. Man denke nur an Giordano Bruno [1548–1600] vor 400 Jahren. Er sprach damals aus, was wir heute wissen, nämlich dass die Erde um die Sonne kreist – und dafür hat man ihn auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch Galileo Galilei [1564–1642] wurde verfolgt. Sie waren alle ihrer Zeit voraus – und deshalb stellte man sie vor Gericht oder brachte sie um! Heute wissen wir, dass wir nicht allein sind, daher ändert sich der Zeitgeist etwas schneller. Jede Kultur hat eine Vorstellung von den Göttern, aber es waren keine Naturgottheiten, weil diese Götter in Wahrheit zu den Menschen sprachen.
E/A: Was halten Sie von den unterschiedlichen Zeitlinien, die im Multiversum existieren können, wenn man davon ausgeht, dass wir nicht in einem Monoversum leben?
EvD: Darauf weiß ich wirklich keine Antwort. Ich stelle mir diese Frage selbst. Verschiedene Zeiten, verschiedene Existenzen? Leben wir in der Matrix? Spielt jemand mit uns? Glauben wir an jemanden da draußen? Ich habe wirklich keine Antwort, sondern stelle mir dieselbe Frage wie Sie. Ich würde diese Frage gern den Außerirdischen stellen. Gebt mir doch eine Antwort darauf, bitte!
E/A: Glauben Sie, dass die Außerirdischen, die die Menschheit schufen, die Erde wirklich verlassen haben?
EvD: Da bin ich mir nicht so sicher. Ich glaube, einige von ihnen sind noch da. Um 820 nach Christus wurde die Cheops-Pyramide zum ersten Mal aufgebrochen. Veranlasst hatte dies der Kalif Abdullah al Ma’mun [786–833], der mit seinen Leuten verschiedene Räume – zumindest drei – in der Pyramide entdeckte. In einem davon fanden sie zwei Körper mit länglichen Köpfen und seltsamer Bekleidung. Sie lagen dort, als wären sie tot, aber sie waren nicht tot. Es ist also durchaus möglich, dass in der Pyramide bis heute Körper von Außerirdischen liegen – die Pyramide wurde ja nicht nur für den Pharao Cheops errichtet. Ich hoffe, dass die Öffentlichkeit früher oder später davon erfahren wird, aber das muss natürlich durch Fotos belegt werden. Doch auch hier ist die Zeit noch nicht reif. Es ist eine Schande!
E/A: Welche Forschungsgebiete würden Sie in dieser Hinsicht zur intensiven Bearbeitung vorschlagen? Welche Orte halten Sie für wichtig für die Paläo-SETI-Forschung?
EvD: Abydos in Ägypten, wo sich der Totentempel von Sethos I. befindet, der um 1300 v. Chr. erbaut wurde. In Abydos gibt es aber auch gigantische Steinblöcke und -plattformen, die mit Sicherheit älter sind als der Sethos-Tempel, weil der über ihnen erbaut wurde; sie bilden sozusagen sein Fundament.
Normalerweise findet sich in allem eine Evolution, auch in der Technik. Unsere Vorfahren haben gelernt, dass man etwas, das man in der Hand hält, gegen den Feind einsetzen kann – also Waffen wie einen Speer oder Pfeile. Und das gilt auch für jede andere Entwicklung. Die Evolution in der Technik ging also bis heute langsam voran. Anfangs transportiert man kleine Steine, weil die Technik nicht zur Verfügung steht, große Steinblöcke zu transportieren, die lernt man eben erst später. In Abydos steht die Evolution aber nachweislich auf dem Kopf, weil die älteste Technologie die perfekteste ist – die großen Steinblöcke. Und wir haben keine Ahnung, wer sie geschaffen hat! Ich muss an dieser Stelle wieder auf den griechischen Philosophen Platon zurückkommen, der ganz deutlich sagte, dass es zu verschiedenen Zeiten verschiedene Welten gab, die in der Vergangenheit zerstört wurden. Das letzte Mal passierte dies vor ungefähr 12.000 Jahren.
E/A: Und wie sieht es mit Südamerika aus? Welche Orte wären Ihrer Meinung für die Forschung von großer Bedeutung?
EvD: Mit Sicherheit das sogenannte Sonnentor von Tiwanaku in Bolivien. Vor mehr als 100 Jahren entdeckten deutsche und österreichische Professoren wie Hanns Hörbiger [1860–1931] 6, Alphons Stübel [1835–1904] und Max Uhle [1856–1944] – durchwegs geniale Persönlichkeiten! – Beweise dafür, dass Tiwanaku und Pumapunku 100.000 Jahre alt sind.7 Doch dann kamen unsere Archäologen und behaupteten, dass alle diese Forschungsergebnisse Blödsinn seien. Ich glaube, eine der besten Chancen, etwas zu entdecken, besteht nach wie vor in Tiwanaku und Pumapunku, also sollte man dort graben! Wir wissen, dass es in Tiwanaku unterirdische Gänge gibt, aber wir haben sie nie erforscht. Auf der ganzen Welt gibt es unterirdische Städte wie Kaymaklı in der Türkei. Auf der ganzen Welt fürchteten sich unsere Vorfahren irgendwann vor jemandem oder etwas. Daher begaben sie sich unter die Erde – nicht wegen Überschwemmungen oder Vulkanen, weil diese unterirdischen Städte davon ohnehin betroffen gewesen wären, oder wegen eines Feindes, der nur einen Zugang zu besetzen bräuchte, um sie auszuhungern. Es muss einen anderen Grund dafür geben, dass sich Menschen unter die Erde geflüchtet haben. Ich glaube, das war alles auf Außerirdische zurückzuführen, auf etwas, das aus dem Weltall kam.8

Alte Tonidole aus der ukrainischen Cucuteni-Tripolje-Kultur. Nach welchem Vorbild wurden sie geschaffen? (Foto: © Rafael Videla Eissmann, 2024)
E/A: Sie haben die nächste Frage schon vorweggenommen, als Sie sagten, dass Sie die alten Götter gern etwas fragen würden. Aber ich frage Sie trotzdem nochmal: Wenn Sie mit einem dieser Götter sprechen könnten, was würden Sie ihn fragen?
EvD: Meine Fragen würden lauten: „Wie hat das alles begonnen? Was ist in eurer Philosophie Gott? Gibt es einen Gott? Wie begann das Universum?“ Das alles würde ich gern wissen – und natürlich: „Wie oft wart ihr schon hier auf der Erde? Habt ihr manche unserer Vorfahren beeinflusst und durch genetische Eingriffe verändert? Und wenn ja, zu welchem Zweck? Glauben wir an manche von euch?“ Ich habe sehr viele Fragen!
E/A: Wie würde eine Gesellschaft aussehen, die unseren außerirdischen Ursprung begriffen hat? Wie würde sie sich von der heutigen unterscheiden?
EvD: Es würde keine Kriege mehr geben. Sobald man erkennt, dass es etwas Höheres gibt, ergeben die Kriege, die wir gegeneinander führen, keinen Sinn mehr. Warum sollte ich meinen Bruder töten? Warum sollte ich meine Nachbarn töten, nur weil sie eine andere Meinung haben? Es gibt etwas Größeres, ganz einfach. Daher müssen wir lernen, einander in Frieden zu verstehen und miteinander auszukommen, von verschiedenen Kulturen zu lernen und zusammenzuleben. Erst wenn wir das gelernt haben, sind wir für den Kontakt mit Außerirdischen bereit. Ansonsten werden sie uns nie in den kosmischen Club aufnehmen.
E/A: Sie haben ein sehr wichtiges Gebiet erwähnt. Warum haben die monotheistischen Religionen Ihrer Ansicht nach versucht, das uralte Wissen über die Götter zu zerstören? Warum haben sie die falsche Geschichtsschreibung erfunden, die bis heute gelehrt wird?

„Flaschenförmige Gefäße“, die aus Gold geformt wurden und die man der präkolumbischen Quimbaya-Kultur zuschreibt. Flaschengefäße! Dieses Objekt sieht viel eher wie ein Astronautenhelm aus. (Foto: © Rafael Videla Eissmann, Muso de América, 2024)
EvD: Menschen haben alle diese Geschichten geschrieben. Man denke nur an das Alte Testament, das nicht von einem Autor alleine verfasst wurde. Wir nennen es heute das Buch Gottes, aber das ist Unfug! Es ist ein Lehrbuch, das zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Leuten geschrieben und später oft abgeändert wurde. So oft sie glaubten, dass etwas anderes stimmte, wurde der Inhalt verändert. In unserer Gegenwart müssen wir dieses Buch mit anderen Augen sehen. Irgendwann kommt jemand daher und erklärt, dass es eine andere Ansicht gibt und dass die richtig ist! Das heißt, dass das Alte Testament nicht nur von verschiedenen Leuten zu verschiedenen Zeiten verfasst wurde, sondern dass es oft abgeändert wurde und bis heute wird. Aber natürlich gibt es auch diese uralten Schriften, die die heute beweisbare Wahrheit enthalten: dass die Menschen von den Göttern geschaffen wurden.
E/A: Warum wurden diese alten Quellen zerstört, sodass wir nun eine fingierte und falsche Geschichtsschreibung haben, die im deutlichen Gegensatz zu dem Wissen steht, das unsere Vorfahren in aller Welt über die „Himmelsmenschen“, also die außerirdischen Götter hatten?
EvD: Es waren nicht die ursprünglichen Autoren, die falsche Dinge erzählten. Erst spätere Generationen konnten die Originalschriften nicht mehr verstehen und interpretierten sie falsch. Ich bin sicher, dass die Menschen, die die Götter herabsteigen sahen, anfangs die Wahrheit und keineswegs Fantasy oder Science-Fiction schrieben. Sie waren ehrliche Autoren und schrieben die Wahrheit. So findet man zum Beispiel in der Bibel oder den indischen Texten die Aussage, dass sich der Himmel öffnete und die Götter zu uns hinabstiegen. Ich glaube an Gott, aber der wahre Gott, an den ich glaube, muss zeitlos sein; der wahre Gott braucht keine Maschine oder kein Vehikel, mit dem er sich von A nach B bewegen kann. Der wahre Gott ist allgegenwärtig. Doch all diese uralten Texte handelten nicht vom wahren Gott, weil sie beschrieben, dass die Götter mit Rauch, Feuer und lauten Geräuschen zu uns hinabstiegen. Sie benutzten ein Fluggerät, um von A nach B zu gelangen – und das hat nichts mit dem wahren Gott zu tun. Was war es dann? Früher oder später stoßen wir auf die Erklärung, dass es die Außerirdischen waren, vor allem, weil sie es selbst bestätigt haben.
E/A: Sie haben gesagt, dass die Außerirdischen hier sind. Glauben Sie, dass sie sich uns offen zeigen werden?
EvD: Früher oder später ja. Aber momentan ist der Zeitgeist noch nicht bereit dafür. Wenn jemand behauptet, dass die Außerirdischen unter uns sind, nimmt man ihn nicht ernst und macht sich über ihn lustig. Und aus diesem Grund gelangt die wissenschaftliche Gemeinschaft nicht zu diesem Schluss – also müssen wir den Zeitgeist verändern. Genau das ist es, was ich tue. Und nicht nur ich tue es, sondern viele brillante Autoren weltweit sind auf diesem Kurs. In den USA gibt es den History Channel mit seiner Serie „Ancient Aliens“ [seit 2009], die uns erkennen lässt, dass sich der Zeitgeist radikal verändert. Wir wissen, dass er sich früher oder später ändern wird, aber es braucht eben Zeit. Ich glaube, in zehn oder zwölf Jahren wird es offiziell anerkanntes Wissen sein, dass Außerirdische unter uns weilen. Und sie werden uns dann durch ihre Technologie beweisen, dass sie wirklich Außerirdische sind.
E/A: Was halten Sie von der „künstlichen Intelligenz“?
EvD: Ich habe Angst davor. Früher oder später wird die „künstliche Intelligenz“ die Macht übernehmen und uns nicht mehr benötigen. Sie wird uns in die Wüste schicken, weil sie keine Verwendung mehr für uns hat. Es gibt einen alten Science-Fiction-Roman – mindestens 50 Jahre alt – von Isaac Asimov [1920–1992] mit dem Titel „Ich, der Robot“, in dem ein Mensch mit einem Roboter diskutiert. Der Roboter sagt zu dem Menschen: „Ich werde überleben. Du hast ein Herz. Du kannst unter Herzschmerz leiden, aber ich habe kein Herz. Du hast Gefühle, du weinst und du lachst, aber wir weinen nie und wir lachen nie …“ Ich glaube also, dass die „künstliche Intelligenz“ uns übernehmen wird. Wir sollten uns davor fürchten, obwohl wir jetzt noch die Chance haben, sie aufzuhalten. Aber die Wissenschaftler, die damit arbeiten, wollen sie gar nicht aufhalten, glaube ich, sondern sie wollen immer mehr und mehr davon. Trotzdem ist sie gefährlich. Andererseits sage ich mir: Wir haben etwas Neues geschaffen, das gefährlich ist – aber wir wurden ja auch selbst von jemand anderem geschaffen. Die Götter schufen die Menschen nach ihrem Ebenbild. Und wir wiederholen das jetzt!
E/A: Sie haben geschrieben „Unsere Zukunft liegt in unserer Vergangenheit.“ Das ist eine zyklische Geschichtsauffassung. Was wäre in diesem Sinne Ihre Botschaft an die, die nach uns kommen werden? Was wollen Sie künftigen Generationen mitteilen?
EvD: Zuallererst, dass ihr Menschen lernen sollt, in Frieden zusammenzuleben, zu verstehen, nicht arrogant zu sein, sondern besonnen, und zu begreifen, dass wir alle nur ein kleiner Teil dieses gigantischen Universums sind. Wir sind weder die Krone der Schöpfung noch die Spitze der Evolution. Wir sind nur eine Spezies. Werdet bescheiden. Das ist meine Botschaft! Wenn wir Außerirdische kontaktieren wollen, dürfen wir nicht mehr arrogant sein. Als Henoch da draußen im Weltall war, sagte ein Außerirdischer zu ihm: „Mensch, schau nach draußen! Siehst du dieses kleine Licht? Ihr Menschen nennt es den Mond, aber der Mond gibt selbst kein Licht, sondern erhält sein Licht von der Sonne.“ Das ist nur ein Beweis dafür, dass es schon im Altertum außerirdische Kontakte gab!
Der besondere Dank der Autoren für das Zustandekommen dieses Interviews gilt Ramon Zürcher.
Die Endnoten zum Artikel finden Sie am Ende des E-Papers (PDF) und im Internet unter NEXUS-Magazin.de/Endnoten.
Thema vertiefen:
ETs auf der Erde? Aber sicher. Zuletzt grub der Privatforscher Tomas Hrico „Die Alien-Steine von Ojuelos“ (NEXUS 119) aus, davor spekulierte Stephen McMurray über „Henochs heilige Untertassen“ (NEXUS 94). Und auch ansonsten schwirren sie ja quer durchs NEXUS-Universum. Wer Augen hat, zu sehen …


Zum Tode von Erich von Däniken kondolieren wir mit einem Exklusivinterview, das im australischen NEXUS erschien und noch nicht auf Deutsch veröffentlicht wurde. Der „Vater der Präastronautik“ hat vielen Menschen den Geist dafür geöffnet, dass wir nicht allein im Universum sind und sich die orthodoxe Geschichtsschreibung in viel zu vielen unlogischen Erklärungen verstrickt. À Dieu, EvD!
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