Unser aller Impfung gib uns heute: Ein Kommentar

impfDer schottische Arzt und Autor Dr. Kendrick, bekannt dafür, kontroverse Themen mit lockerer Zunge anzugehen, hat auf seinem Blog kürzlich ein paar verbotene Fragen zum Thema Impfen gestellt.

Eine alternative Erklärung wäre, dass manche Krankheiten auf natürliche Weise auftreten und wieder verschwinden. Masern waren vor 300 Jahren absolut tödlich. Captain Cook schleppte sie auf die Südsee-Inseln ein. Die Sterblichkeitsrate bei der einheimischen Bevölkerung, die nie zuvor damit in Berührung gekommen war, lag extrem hoch. Allmählich sank danach diese Sterblichkeitsrate. In den meisten westlichen Ländern waren Masern zu der Zeit, als Impfungen aufkamen, bereits zu einer „relativ“ harmlosen Krankheit geworden.

Ein Blick zurück in die Geschichte verrät uns, dass der Schwarze Tod einst die halbe Bevölkerung Europas auslöschte. Was war der Grund? Höchstwahrscheinlich lag das gar nicht an der Pest, wie viele behaupten. Die Beschreibungen von Menschen, die an dieser Krankheit starben, lassen viel eher vermuten, dass es sich um eine Form von Ebola (hämorrhagisches Fieber) handelte.

„Nach Angaben einer Gruppe von Anthropologen, die diese Epidemien des 14. Jahrhunderts untersuchten, war der Schwarze Tod, der damals wütete, vermutlich nicht die moderne Krankheit, die wir heute als Beulenpest bezeichnen. ‚Zu den Symptomen des Schwarzen Tods gehörten hohes Fieber, stinkender Atem, Husten, Erbrechen von Blut und fauliger Körpergeruch‘, erklärt Rebecca Ferrell, Doktorandin in Anthro­pologie. ‚Weitere Symptome sind Blutergüsse, Hautblutungen und geschwollene Lymphknoten. Viele dieser Symptome treten bei der Beulenpest, aber auch bei vielen anderen Krankheiten auf.‘

Für die heutige Beulenpest gilt, dass in einer Rattenpopulation erst eine hohe Erkrankungsrate aufgetreten sein muss, ehe die Krankheit über Flöhe auf den Menschen übertragen werden kann. Historisch betrachtet waren Beulenpest-Epidemien stets mit einem enormen Ratten­sterben verbunden. ‚Aus dem 14. Jahrhundert gibt es keine Berichte über tote Ratten auf den Straßen, wie sie sonst bei den jüngsten Epidemien auftraten, die, wie wir wissen, durch die Beulenpest verursacht wurden‘, erklärte Wood.“2

Natürlich wissen wir nicht genau, was der Schwarze Tod war. Wir wissen, dass er kam, tötete und wieder verschwand. Offenbar scheint er auch ein Vermächtnis bei Menschen mit CCR5-Delta32-
Mutationen hinterlassen zu haben. Menschen mit dieser Mutation können sich offenbar nicht mit dem Ebola-Virus (oder sogar mit HIV) anstecken. Ebola und HIV gelangen jeweils mithilfe des CCR5-Proteins in die Zellen. Fehlt dieses Protein, kann der Virus nicht eindringen. (Ja, man kann HIV durch eine Knochenmarktransplantation von einem Spender, der die CCR5-Delta32-Mutation aufweist, heilen – eine kaum bekannte Tatsache.)

cook

Captain J. Cook landet 1769 auf Tahiti.

Warum tritt diese Mutation in Europa viel häufiger auf als beispielsweise in Afrika – wo der Schwarze Tod nie zuschlug? Vielleicht, weil sie irgendwann einen Überlebensvorteil gegenüber einem Virus bot, bei dem es sich um Ebola handelte (oder auch nicht).

Wenden wir uns nochmals den Pocken zu. Wurden sie durch die Impfungen ausgerottet? Oder versetzten die Impfungen einem geschwächten Feind lediglich den letzten Stoß?

Und die Pest – wohin ist die ver­schwunden?

Ja, ich blicke neiderfüllt auf die offizielle Geschichte der Impfungen. Die großartigen Erfolge … Nun, es scheint unstrittig zu sein, dass Impfungen enorme gesundheitliche Vorteile brachten. Kinderlähmung und Pocken gibt es nicht mehr. Aber lag das ausschließlich an den Impfungen? Möglicherweise … Ich bin noch nicht ganz überzeugt.

Offen gestanden finde ich das ganze Impfthema ziemlich faszinierend. Das Problem ist nur – sogar beim Schreiben dieses Blogs sage ich vermutlich einige Dinge, die man nicht sagen darf.

  • Impfungen wirken nicht immer – verbrennt den Ungläubigen!
  • Vielleicht kann man es nicht nur den Impfungen zuschreiben, dass die Welt von den Pocken befreit wurde – verbrennt den Ungläubigen!
  • Masern sind nicht mehr die tödliche Krankheit von einst – verbrennt den Ungläubigen!
  • Sie können trotz einer Impfung gegen Masern an Masern erkranken – verbrennt den Ungläubigen!

Für mich sind das einfach Fakten, und sie anzusprechen, ist Teil der wissenschaftlich anerkannten Methode des Hinterfragens. Aus irgendeinem Grund bin ich nicht wirklich sicher, warum allein das Hinterfragen von „Tatsachen“ über Impfungen ausreicht, um in der Hölle zu landen. Die Leute werden sehr, sehr wütend. Sie verschließen sich und fangen zu polarisieren an. Teile dieses Blogeintrags werden mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Zusammenhang gerissen und dazu verwendet, mich anzugreifen.

Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich die Debatte in eine vernünftige Richtung lenken könnte, die es, getragen von einem wissenschaftlichen Ansatz, erlaubt, Fragen zu stellen, und die positiv ist. Zeternd über Menschen herzuziehen und ihnen vorzuwerfen, die „Wissenschaft“ nicht zu verstehen, ist keine gute Methode. Und jemandem schreiend vorzuwerfen, er würde „Tausende von Kindern töten“, bereitet nicht den Weg für eine Debatte.

Ich denke schon, dass ich „Wissenschaft“ verstehe, was auch immer dieser Begriff genau bedeuten mag. Zumindest verstehe ich wissenschaftliche Methodik. Diese besteht in erster Linie darin, alles zu hinterfragen – und das auch zu dürfen. Eines weiß ich ganz sicher: Jeder, der behauptet, die Wissenschaft sei zu einem abschließenden Ergebnis gekommen und alle Experten seien sich unbestreitbar einig und müssten daher recht haben – hat offensichtlich nicht die geringste Ahnung von Wissenschaft. Nicht die geringste.

Endnoten

  1. Nkowane, B. M., Bart, S. W., Orenstein, W. A. und Baltier, M.: „Measles outbreak in a vaccinated school population: epidemiology, chains of transmission and the role of vaccine failure“ in American Journal of Public Health, 1987, 77(4):434–8, doi: 10.2105/ajph.77.4.434; http://tinyurl.com/y38wn8zt
  2. Penn State: „Medieval black death was probably not bubonic plague“ auf ScienceDaily.com, 15.04.02; http://tinyurl.com/y5t64ejc

Thema vertiefen 

Mehr kritische Gedanken zum Thema Impfen finden Sie in unseren Artikeln „Impfungen und die Dynamik kritischer Tage“ und „Die Impfung von Haustieren – ein institutionalisiertes Verbrechen“ (NEXUS 3), „Gardasil: Durchgewunken und mangelhaft“ (NEXUS 75), „Steigende Krebsraten und Gardasil“ (NEXUS 83) sowie „Masern – eine Kriegsgeschichte“ (NEXUS 84).

Kommentare

23. März 2020, 20:31 Uhr, permalink

J

Danke dafür. Mit Spannung und großem Interesse hab ich deinen Artikel gelesen. Ich bin kein Wissenschaftler jedoch was ich weiß ist, dass wenn Wissen wachsen soll muss ich dieses hinterfragen. Ich habe es selbst oft erlebt, wie du es von dir beschreibst, dass Menschen mich angreifen oder sich selbst angegriffen fühlen wenn man vermeintlich geklärte Themen hinterfragt da man doch feststellt dass sie doch nicht so ganz geklärt sind. Oft fällt mir auf dass gut und gerne monetäre Interessen dahinter stehen oder aber auch, wie ich jüngst mit einem angehen Klimatologen der mit seiner Doktormutter an neuen Erkenntnissen zur Wetterdynamik arbeitete, Reparationen und damit einhergehende Mittel. Was mich nur traurig macht ist dass unsere Gesellschaft so egoistisch ist wobei wir uns doch so groß Humanität auf die Fahne schreiben.

Kommentar schreiben

Folgende Art von Kommentaren sind unerwünscht und werden von uns entfernt:

  • (Schleich-)Werbung jedweder Art
  • Kommentare die nichts zum Thema beitragen
  • Kommentare die der deutschen Sprache nicht gerecht werden
  • Geplänkel mit anderen Kommentarschreibern
  • Kontaktanfragen an die Redaktion (benutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular)

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise