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Frühere Leben, zukünftige Leben und die Zeit

Betrachtet man Karma unter rational spirituellen Gesichtspunkten, die auf moderner wissenschaftlicher Forschung bezüglich vergangener und zukünftiger Leben basieren, dann geht es dabei nicht um Vorherbestimmung und die Reaktion auf vergangene Ereignisse, sondern vielmehr um Wahlmöglichkeiten und Lernprozesse.

Um zu verstehen, was ich damit meine, muss ich mich auf eine Vorstellung beziehen, die aus der Zwischenlebensforschung kommt, nämlich die, dass zumindest recht weit entwickelte Seelen ihr nächstes Leben gezielt auswählen und planen, um die größtmöglichen Chancen zu haben, ihr Karma zu verbessern. Die Momentaufnahmen aus dem möglichen nächsten Leben, die einige Seelen dabei sehen, bedeuten in keiner Weise, dass alles so festgelegt ist, dass es einer Vorbestimmung gleichkäme. Es geht vielmehr um grundlegende Wahrscheinlichkeiten für dieses Leben, oder auch um eine Einschränkung der Alternativen.

Wenn wir uns nun vorstellen, wir könnten die Zeit in einem ganz bestimmten Jetzt einfrieren, in dem Moment, in dem eine spezielle Seele das nächste Leben sieht, das sie führen könnte, sowie eine Reihe von Möglichkeiten für dieses Leben, so als fände es bereits statt. Am ehesten sieht sie so den wahrscheinlichsten Ablauf, wenn sie ihrem Lebensplan intuitiv folgt und die verschiedenen Auslöser erkennt, die ihr dabei helfen sollen. Doch ihr Lebensplan interagiert eng mit den Plänen anderer Seelen, vor allem denen der eigenen „Seelengruppe“. Und die Lebenspläne besonders weit entfernter Seelen interagieren ihrerseits wiederum mit einer vollkommen anderen Gruppe von Seelen, die dann in dieser anderen Variante der Zukunft bedacht werden muss. Insbesondere heute, in Zeiten umfangreicher weltweiter Reisen und globaler Kommunikation, könnten wir mit ziemlich großer Sicherheit die Verbindungen zwischen dem Lebensplan unserer ursprünglichen Seele mit dem jeder anderen Seele auf der Erde ermitteln. Diese Verbindungen würden jedoch nicht enden, wenn unsere ursprüngliche Seele in diesem Leben stirbt. Sie würden in der Zukunft ewig andauern. Und diese Zukunft auf der Erde würde ganz bestimmt eines Tages die Möglichkeit zu Reisen in den Weltraum und zur Besiedelung fremder Planeten bieten, so dass sie mit der Zukunft jedes anderen bewohnten Planeten des Universums verbunden wäre.

Wir sehen also, wie komplex und allumfassend dieses Konzept der so genannten Zukunft sein müsste. Es müsste davon ausgehen, dass diese Zukunft in gewisser Weise bereits existiert, mit genau den Details, mit denen es zum „Jetzt-Zeitpunkt“ von den Seelen, die über die „Zeit herrschen“ vorgedacht wird, die, wie Rückführungspatienten erzählen, den Planungsprozess für die nächsten Leben koordinieren und überwachen. Richtig komplex wird es, wenn wir uns von diesem bestimmten Jetzt weg und zu einem neuen hinbewegen.

Es ist klar, dass sogar in dem Sekundenbruchteil, den Sie gebraucht haben, um die letzten paar Worte zu lesen, weltweit Tausende von Entscheidungen getroffen wurden, die nicht ursprünglich zum Lebensplan des betreffenden Menschen gehörten.

Diese endlosen und ständigen Korrekturen in Bezug auf die wahrscheinlichste Zukunft sind für unseren sterblichen Verstand vollkommen überwältigend, aber aus all den Belegen, die die Forscher zusammengetragen haben, lässt sich schließen, dass sich all dies in durch die Herrscher über die Zeit wohl kontrollierten Grenzen bewegt. Dies ist zweifellos die beste Art, die These zu verstehen, die besagt, dass alle denkbaren Zukünfte in parallelen Universen stattfinden.

Was ist nun die Konsequenz dieser Analyse? Die Vergangenheit ist tatsächlich endgültig und kann nicht geändert werden – zumindest nicht im Kontext der rein interaktiven physikalischen Ebene. Die Zukunft ist dies jedoch nicht. Zu jedem beliebigen „Jetzt-Zeitpunkt“ gibt es immer eine Variante der Zukunft, die am wahrscheinlichsten ist, doch dies ändert sich beinahe im selben Augenblick aufgrund von Entscheidungen, die einzelne Seelen ständig treffen.

Also wird niemand jemals genau diese spezielle Variante der Zukunft in den physischen Sphären erleben, weil sie niemals genau so passieren wird. Dennoch existiert sie zu unserem bestimmten Zeitpunkt, nämlich als Konzept der Zeitherrscher.

Ich würde daher behaupten, dass es zu jedem beliebigen „Jetzt-Zeitpunkt“ zumindest theoretisch möglich ist, eine Person per Hypnose in die Zukunft zu schicken, so dass sie, mal mehr, mal weniger deutlich, die Variante der Zukunft sieht, die zu diesem Zeitpunkt von den Zeitherrschern als die wahrscheinlichste erachtet wird. Würde man denn dabei seine eigene Zukunft sehen oder einen generelleren Eindruck gewinnen? Falls Progressionen in die Zukunft zuverlässig sind, was zweifellos alles andere als erwiesen ist, dann legt der Detailreichtum einiger solcher Fälle nahe, dass diese Personen ihr eigenes individuelles Leben in der Zukunft sehen.

Fazit: Die Zukunft der Menschheit

Ich hoffe, dass ich zeigen konnte, dass ein spirituelles Weltbild, das auf einer Kombination von Reinkarnation und Karma basiert, zweifellos das logischste ist, wenn man das umfangreiche moderne Beweismaterial einbezieht, das es heutzutage gibt. Zudem kann man sicher davon ausgehen, dass Karma nichts mit Vorherbestimmung und Reaktion auf vergangene Ereignisse zu tun hat, sondern Wahlmöglichkeiten und Lernprozesse bedeutet.

Und genau aus diesem Grund dürfen wir auch von Versuchen, Menschen in ihre Zukunft zu schicken, keine vernünftigen Resultate erwarten. Plump gesagt heißt das: Wenn schon Versuche, im gegenwärtigen Leben weiter in die Zukunft zu blicken, nicht besonders fruchtbar sind, dann ist der Versuch, eine Blick auf zukünftige Leben zu erhaschen, noch weniger aussichtsreich. Philosophisch betrachtet sieht es so aus: Könnten wir tatsächlich die Zukunft mit großer Genauigkeit vorhersagen, dann bedeutete dies, dass unser Karma uns keine freie Wahl ließe – und alle anderen Erkenntnisse, die wir aus der modernen Regressionsforschung und aus anderen Bereichen gewonnen haben, wären ebenfalls obsolet.

Joan Grant bestätigt diese Sichtweise in ihrem ersten autobiographischen Bericht über ein vergangenes Leben, „Winged Pharaoh“ [Geflügelter Pharao] (erschienen 1937), mit einer poetischen Schönheit, die ich nicht zu Stande bringe:

„Die Vergangenheit steht fest; was passiert ist, kann nicht geändert werden. Doch jede Handlung verändert eine Zukunft, die fließend ist und zu einer Vergangenheit verwandelt werden kann, die dauerhaft ist. Dein nächster Tag oder das nächste Leben, in das du hineingeboren wirst, ist wie dein Spiegelbild in einem Teich: Du kannst jederzeit nachsehen, wie der Teich deiner Zukunft aussieht, aber mithilfe deines eigenen freien Willens kannst du Stürme über ihm entfesseln oder seine friedliche Oberfläche mit Wellen kräuseln. Deshalb stimmen viele Vorhersagen nicht.“

Zum Abschluss sollten wir noch überlegen, was all das für die Menschheit als Ganzes bedeutet. Wenn wir uns unsere kollektive Zukunft als einen allgegenwärtigen Lebensbaum vorstellen, dann führt uns ein Weg dort hindurch mehr oder weniger direkt zu der spirituelleren Existenz, die viele für unser letztendliches Schicksal halten. Ein anderer Weg ist vielleicht viel verschlungener und kurvenreicher, doch auch er führt uns wahrscheinlich am Ende ans Sonnenlicht. Doch ich glaube, wir sollten nicht so dumm sein zu ignorieren, dass einige Zweige verdorren und absterben werden, vom dichten Blätterwald erstickt, so dass sie das Sonnenlicht nie erreichen. Da es den freien Willen des Karmas gibt, sind all dies mögliche Wege, auf denen sich die Zukunft der Menschheit bewegen kann.

Kommentare

31. August 2015, 11:43 Uhr, permalink

Dr.Goltz

Sehr geehrter Herr, liebe Dame,

versuchsweise mich an spätere Inkarnationen heranträumend, 2 sind dabei, eine in der Zeit der Kriege in etwa 1700 Jahren, die andere in der Zeit der Flucht zum Mars, in etwa in 2000 Jahren, versuche ich mein in früheren Inkarnationen, leichthin gesagt, man darf ja etwas meinen,erworbenes Wissen unter die Leute zu bringen, derzeit im Urknall der Weisheit, einfältig genug, publizierend.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Auskunft wie folgt dienlich gewesen zu sein: es dreht sich um die Parameter, Liebe, Hoffnung, Glaube.

Hochachtungsvoll.

Dipl.-Ing.Dr.phil.Goltz

30. November 2015, 09:26 Uhr, permalink

Dr. Goltz

Das was zählt, ist der jeweilige Augenblick.Bildet man sich ein, dass es was späteres gibt, dass man gar Einblick in spätere Leben gewinnt, kann dies zur Bereicherung des Augenblickes führen, ohne allerdings den Anspruch erheben zu dürfen, dass irgendwas klar ist usw..Zum einen gilt dies, zum anderem eben auch, dass es interessant sein kann, durchaus interessant sein kann, sich vorzustellen, wie´s so läuft, darauf anspielend, dass es introspektive Tunnelblicke geben könnte, das Moment des Tunneleffektes ausnützend usw..Zukunft und Gegenwart sind ansich eins, gesehen vom tiefsten Grund der Dinge usw..Die später inkarnierte Person wird gemeinhin keine Ahnung haben davon, in der Gnade des Augenblicks ist die Einsicht in spätere Leben möglich gewesen, nicht mehr als das.Der Mensch denkt, Gott lenkt. Jedem das seine.

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