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Nichtthermische Wirkungen von EM-Feldern und der neue Mobilfunkstandard

niMartin L. Pall, emeritierter Biochemiker der Washington State University, hat im Juni 2018 den zuständigen EU-Behörden einen 90-seitigen Review-Artikel zukommen lassen, in dem er die Studienlage zu nichtthermischen Wirkungen von EM-Feldern zusammenfasst. Wer diesen redaktionell bearbeiteten Auszug gelesen hat, muss sich fragen, was diejenigen geritten hat, die uns den neuen Mobilfunkstandard 5G bescheren. Oder meckert hier nur ein idiosynkratischer Rentner?

Wie die Tabelle zeigt, können sieben der bereits diskutierten nachweislichen Wirkungen von EM-Feldern also durch den in der Abbildung dargestellten Mechanismus erklärt werden. Auch ein neunter Effekt, die Entstehung von Hitzeschockproteinen, lässt sich damit erklären. Der geschilderte Zusammenhang liefert auch die Erklärung für etliche andere Wirkungen der EMF, etwa die Bildung von Katarakten, den Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke oder niedrige nächtliche Melatoninwerte. [5] Die Hauptmechanismen der therapeutischen Effekte werden in den Studien [4,24,25] dargelegt. Auch sie entstehen infolge der Aktivierung der VGCC. 15 Wege, auf denen EMF Krebs verursachen können, sind in Referenznummer [7] beschrieben – da diese aber zu komplex sind, um sie hier darzustellen, mögen Interessierte bitte direkt in dieser Studie nachlesen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir längst über die Frage hinaus sind, ob EMF nichtthermische Wirkungen haben. Genügend Wissenschaftler haben bereits verschiedenste Auswirkungen von EMF-Strahlung dokumentiert. Das Hauptangriffsziel der nichtthermischen EMF-Strahlung haben wir ebenfalls identifiziert: die VGCC. Man weiß auch, wie die EMF-Strahlung auf die Spannungssensoren der VGCC wirkt und die Calciumkanäle aktiviert. Schließlich haben wir auch noch erfahren, wie ein Großteil der EMF-Auswirkungen durch die nachgelagerten Effekte einer solchen VGCC-Aktivierung entstehen kann.

Die gegenwärtigen Sicherheitsrichtlinien wurden nur anhand der thermischen Effekte erstellt. Die Erwärmung entsteht vorrangig durch Kräfte, die auf einzelne Ionengruppen in den Flüssigkeitsräumen der Zelle einwirken. Die Kräfte, die auf den Spannungssensor wirken, sind jedoch fast 7,2 Millionen Mal größer. Somit erlauben die geltenden Sicherheitsrichtlinien eine Bestrahlung mit EMF, die 7,2 Millionen Mal zu stark ist. Dieser Faktor entspricht auch den Schätzungen des BioInitiative-Reports, obwohl deren Herangehensweise eine völlig andere war.

Es müsste allerdings trotzdem offensichtlich sein, dass nichtthermische EMF:

  1. Unser Nervensystem inklusive unseres Gehirns angreifen. Daraus ergeben sich eine Reihe von neuropsychiatrischen und wahrscheinlich auch anderen Symptomen. Dieser Angriff auf unser Nervensystem ist besorgniserregend.
  2. Unser endokrines (hormonelles) System angreifen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass das, was uns funktional von Einzellern unterscheidet, eben das endokrine und das Nervensystem sind – sogar ein einfacher Strudelwurm benötigt beides. Die Folgen einer Störung dieser beiden Regulierungssysteme sind immens, die dahin gehenden Forschungsergebnisse zu ignorieren wäre daher fahrlässig.
  3. Oxidativen Stress und Schäden durch freie Radikale hervorrufen. Beides sind wichtige Faktoren für die Entstehung aller bekannten chronischen Krankheiten.
  4. Die DNS unserer Zellen angreifen und dort für Einzelstrangbrüche und Doppelstrangbrüche der zellulären DNS sowie oxidierte Basen verantwortlich sind. Die DNS-Schäden wiederum verursachen sowohl Krebs als auch Mutationen in den Keimbahnzellen. Letztere führen zu Mutationen, die sich auf alle nachfolgenden Generationen auswirken.
  5. Die Häufigkeit der Apoptose (programmierter Zelltod) steigern. Apoptose ist vor allem als Ursache von neurodegenerativen Erkrankungen und Unfruchtbarkeit von Bedeutung.
  6. Die Fruchtbarkeit von Mann und Frau, den Sexualhormonspiegel und die Libido senken, die Zahl der spontanen Fehlgeburten erhöhen und, wie bereits erwähnt, die DNS der Spermien angreifen.
  7. Zu überschüssigem intrazellulärem Calcium und vermehrter Calcium-Signaltransduktion führen.
  8. In unseren Körperzellen auf 15 verschiedene Arten Krebs verursachen können.

Indem sie all diese wichtigen Systeme unseres Körpers angreifen, gefährden EMF alles, was uns wichtig ist: unsere Gesundheit (in vielerlei Hinsicht), unser Fortpflanzungssystem, die Unversehrtheit unserer Gene und unsere Fähigkeit, gesunde Nachkommen in die Welt zu setzen.

Die großen Gefahren von 5G: Was wir wissen – und was nicht

Zwei Punkte sind wichtig, möchte man 5G verstehen: Erstens sind gepulste EMF in den meisten Fällen biologisch deutlich aktiver als nicht gepulste (oft auch als statisch bezeichnete) EMF. Zweitens wirkt ein EMF mittels der Spannungssensoren der VGCC. Dabei werden, wie eben erläutert, die Calciumkanäle geöffnet und eine Überflutung der Zelle mit Ca2+-Ionen ermöglicht.

Die Telekommunikationsbranche hat sich für die extrem hohen Frequenzen von 5G entschieden, da die hochfrequenten Wellen durch höhere Pulsung mehr Daten übermitteln können, als das bei niedrigeren Frequenzen, auch im Mikrowellen-Frequenzbereich, möglich wäre. Wir können also mit Sicherheit davon ausgehen, dass 5G deutlich stärker gepulst ist als jene EMF, deren Strahlung wir derzeit ausgesetzt sind. Infolgedessen müsste jeder Test zur biologischen Sicherheit von 5G unter sehr schneller Pulsung erfolgen, inklusive aller eventuell auftretender kurzzeitiger Spitzen, wie es auch beim „echten“ 5G der Fall wäre. Es gibt aber noch eine weitere Technologie, die bei 5G zum Einsatz kommen soll: phasengesteuerte Gruppenantennen mit starker Richtwirkung.12 Bei dieser Technologie agieren mehrere Antennenteile gemeinsam, um so stark gepulste, speziell auf 5G angepasste elektromagnetische Felder und damit eine größere Reichweite zu erzeugen. 5G erfordert die starke Pulsung der Felder und könnte somit besonders schädlich sein.

Meines Wissens stammen die einzigen Daten, die wir zu Millimeterwellen-Frequenzen haben, aus Versuchsreihen mit nicht gepulsten EMF im Millimeter-Frequenzbereich, jedoch nicht aus Tests mit echter 5G-Technologie. Solche Millimeterwellen verursachen, wie sich herausgestellt hat, etliche der Folgeerscheinungen der VGCC-Aktivierung. Eine Studie zu Millimeterwellen ergab, dass diese sowohl die VGCC als auch die spannungsgesteuerten Kaliumkanäle ansprechen, was impliziert, dass sie wie andere EM-Felder den Spannungssensor beeinflussen. [136] Alle diese Versuche geben uns allerdings nicht einmal im Entferntesten Auskunft darüber, wie biologisch aktiv das „echte“ 5G sein wird.

Den Schriftstücken von Herrn Ryan und Dr. Vinciũnas entnehme ich, dass die beiden bereit sind, Millionen von 5G-Sendemasten aufstellen zu lassen. Sie setzen dadurch jeden einzelnen Menschen in der EU der 5G-Strahlung aus, ohne die biologische Sicherheit dieser Technologie auch nur ein einziges Mal getestet zu haben. Die Position der FCC in den USA ist diesbezüglich sogar noch schlimmer. Die FCC gestattet nicht nur, dass die Bevölkerung einer solchen Strahlung ohne jegliche Sicherheitsüberprüfung ausgesetzt wird, sondern hat die Errichtung der 5G-Sendemasten sogar noch aggressiv vorangetrieben. Das hat zur Folge, dass in Teilen der USA bereits die ersten Masten aufgestellt wurden. In einer Welt, in der ein solch schockierendes Verhalten mehr und mehr als normal gilt, sind Standpunkt und Vorgehensweise der EU und der USA aus meiner Sicht dennoch schockierend. Die Situation in den USA würde ich sogar kollektiven Wahnsinn nennen. Ich hatte gehofft, dass die Europäer, die sich im Allgemeinen für weitaus umsichtiger als die Amerikaner halten, in diesem Fall auch tatsächlich besonnener handeln würden.

Warum benötigt 5G überhaupt so eine enorme Anzahl an Sendemasten? Nun, weil die 5G-Strahlung von verschiedenen Materialien deutlich stärker absorbiert wird als andere EMF-Strahlung. Die Lösung für dieses Problem lautete, einfach viel mehr Sendemasten zu errichten – alle paar Häuser einen –, sodass genügend 5G-Strahlung durch die einzelnen Hauswände dringt. Eine derart hohe Absorptionsrate geht üblicherweise Hand in Hand mit einer Beeinflussung der Ionengruppen, das heißt, bei starker Absorption wirken bestimmte Kräfte auf die Ionengruppen ein. Genau diese Kräfte sind es aber, über die ein EMF die VGCC aktiviert. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Auswirkungen von EMF bei 5G-Strahlung vermehrt auftreten.

Kommentare

10. März 2019, 19:03 Uhr, permalink

rap

Zumindest ich denke daß die Wirkungen der "Hochfrequenz"strahlung (die in Wahrheit gröbst 50.000 mal langwelliger, also energieärmer, als Licht ist) hauptsächlich über die bisher weitestgehend unbekannten, da auch unerforschten, Eigenschaften des WASSERS! funktionieren das 99% der Moleküle in unserem Körper ausmacht und das diese Strahlung zu 100% absorbiert.
Ob über die Funktion des Wasser Informationen zu speichern (und sowohl Zellen kommunizieren energetisch untereinander wie auch die HF-Strahlung in dieses System Energie und Informationen einbringt) oder über den Energieversorgungsmechanismus der Zellen über das stark geladene "EZ-Wasser" wie er in "Wasser: viel mehr als H2O" (allerprimärst klassische Physik!) dargelegt ist.

10. März 2019, 19:12 Uhr, permalink

rap

PS 5G-Strahlung hat, außer ihrer Richtbarkeit, etc..., noch den Unterschied daß sie phasenkonjugiert, also wie Laserstrahlung kohärent, ist.
Heißt eine exakt geordnete Wellenfront Berg Tal Berg Tal trifft auf den ganzen Körper und könnte so das getroffene und betroffene/absorbierende Körperwasser in eine gleichzeitige, gleichmäßige, geordnete und parallele Schwingung versetzen.
Wofür die Zellen wohl eher nicht ausgelegt sind.
Bei den vorherigen Systemen dürfte die Energieeinwirkung wohl eher ungeordnet/chaotisch gewesen sein.
Klingt also ein bißchen nach russischem Roulette?
Wenn man keine Ahnung hat was passieren kann/wird?

10. März 2019, 19:41 Uhr, permalink

rap

PS2
www.cheniere.org/books/aids/ch5.htm#The Kaznacheyev Experiments
Wäre doch eventuell interessant ob es in diesem Versuch nicht das WASSER ist was die Informationen überträgt!
Und wenn ja, was passiert wenn man diese Kommunikation erst mit normaler und dann mit phasenkonjungierter Handystrahlung bestrahlt.
Nur so ein Idee.
Mal für was Konkretes ;)

19. März 2019, 12:01 Uhr, permalink

rap

Wenn man denkt es kann nicht schlimmer kommen..:

connectiv.events/achtung-sollen-in-den-staedten-und-an-autobahnen-alle-baeume-gefaellt-werden-um-g5-nicht-zu-behindern/

PS "phasenkonjugiert" war wohl falsch.
Aber "kohärent" (geordnete Wellenfronten 'a la Laser) stimmt.

19. März 2019, 13:57 Uhr, permalink

Redaktion

Die Agenda steht, daher wird es kaum möglich sein, das aufzuhalten. Hat klare Züge von Elitestrategie und so wundervolle Dauerüberwachungsmöglichkeiten im Gepäck. Florian König meint, ihm sei ein „genialer Schlag gegen 5G“ geglückt – wir schauen uns das mal an. Interview mit ihm (zu seinen Erfindungen, noch nix zu 5G):

www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/virtuose-der-elektrotechnik-interview-mit-dem-erfinder-florian-m-koenig

Groß angelegte Petition, die uns via Mail erreicht hat:

www.5gspaceappeal.org/the-appeal

Leider sind zu wenige Menschen kritisch, was das betrifft … convenience > conscience.

20. März 2019, 09:41 Uhr, permalink

rap

:( :(

Wer sich mit "Skalartechnologie" auskennt weiß das man solcher Strahlung auch noch andere Bestandteile hinzufügen kann...
:(

Brave new wold.

PS ich gucke mir das von Herrn König mal an.

28. April 2019, 14:27 Uhr, permalink

rap

So, in "Wasser: viel mehr als H2O" steht daß ein gestörter Auf- und Abbau des EZ-Wassers (das besteht ja quasi aus OH-Gruppen), das Zeug in unseren Zellen, freie Radikale freisetzen kann.
Die ja nicht zu gesund sind.
Ist jetzt die Frage ob Mobilfunkstrahlung, und speziell 5G, dieses Problem auslösen kann.
Und man damit einen ersten direkten Schadensmechanismus hat.
Für ein vernünfties Labor sollte ein solcher Nachweis wohl eher einfach sein.

PS meines Wissens nach schädigt auch radioaktive Strahlung über die Bildung von freien Radikalen...

28. April 2019, 18:54 Uhr, permalink

Redaktion

Die Schadensmechanismen sind ja hier im Artikel gut erklärt und die entsprechenden Studien alle verlinkt, deshalb haben wir ihn ja gebracht. Die Industrie und der Staat will halt nichts davon wissen, weil da der nächste Wirtschaftsboom dranhängt.

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