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Virtuose der Elektrotechnik: Interview mit dem Erfinder Florian M. König

elOb strahlungsarme Raumklangkopfhörer, grüner Mobilfunk, Schönwetterfeldberieselung oder Elektrosmogneutralisierer – der Elektrotechniker und Entdecker Florian M. König hat in seinem Leben schon viel Originelles entwickelt und patentiert, das der Mainstream offenbar verpasst, vielleicht auch ignoriert hat. Im Interview spricht der Sohn des Mitentdeckers der Schumann-Resonanz über sein Leben und die Beweggründe, die ihn letztlich zu seinem Steckenpferd brachten: der Erforschung von Sferics und Technics, der natürlichen atmosphärischen und künstlichen menschengemachten EM-Felder. Seine Entdeckungen zeigen, dass eine naturnahe Elektrotechnik möglich ist.

Daniel Wagner: Herr König, während ich diese Frage formuliere, sitze ich in meinem Garten unter Laubbäumen, habe Kopfhörer auf den Ohren und mit meinem Smartphone einen Hotspot errichtet, um im Internet surfen zu können. Können Sie mir als jemand, der seit Jahrzehnten im Bereich Frequenzen und Elektromagnetismus forscht, erklären, von welchen Feldern ich gerade durchdrungen werde?

Florian König: Gar nicht so einfach, denn da gibt es eine ganze Menge: die Felder aus der Ferne vom Netz der Bahn (16 ⅔ Hz), die 50 Hertz vom üblichen Versorgungsnetz plus Verbraucher, Navigations- oder Militärfrequenzen im Kilohertzbereich, im Mega- bis knapp Gigahertzbereich Funk, Rundfunk sowie Fernsehen, die GSM-/UMTS-/LTE-Signale des Handys, Radar und manchmal auch nahe gelegene Richtfunktürme, die allerdings etwas schwächer strahlen. Dazu kommen zu Hause die DECT-Heimtelefone oder die der Nachbarn sowie mindestens Ihr WLAN … wobei das im Garten nicht so stark sein sollte. Im Grunde also ein Mix aus niederfrequenten Wechselfeldern plus modulierten, sogenannten Hochfrequenzfeldern, die Huckepack via Träger ebenso niederfrequente, modulierte Datenpakete hin- und herschicken.

DW: Puh. Die Hälfte wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen – ich dachte, im Garten, in der Natur wäre ich einigermaßen strahlungsarm unterwegs. Apropos: Ich bin ja hier von viel Grün und einigen Obst- und Laubbäumen umgeben. Erzeugen die eigentlich auch ein elektromagnetisches Feld? Und wie steht es zum Beispiel mit dem elektromagnetischen Feld der Erde?

FK: Also Laubbäume erzeugen in den für uns heute bekannten und überprüfbaren Frequenzbereichen keine Strahlung, aber sie nehmen durch ihre Erdungseigenschaften Strahlungen aus der Umgebung auf und leiten diese in den Boden ab. Fichten können dies durch ihre circa zwei Zentimeter langen Nadeln wie kleine, koppelnde Empfangsantennen im Mikrowellenfrequenzbereich besonders effektiv, was am Waldrand öfters zu sauren Böden und Baumsterben führen kann.

Das Magnetfeld der Erde ist aufgrund seiner Langwelligkeit um den ganzen Globus vorhanden, im Wesentlichen statisch und liegt vorwiegend bei einem Wert von rund 50.000 Nanotesla (nT). Je nach Region kann es – zum Beispiel auf Erdbebenspalten – um einige tausend Nanotesla pro Minute schwanken.

DW: Sie ahnen schon, worauf ich hinauswill: Eines Ihrer Steckenpferde, wenn nicht Ihr zentrales Thema, ist ja die Forschung zum Thema Sferics und Technics. Würden Sie kurz erklären, was es mit diesen Begriffen auf sich hat?

FK: Gerne doch. Technics sind die Felder, die von menschengemachten Strahlungsquellen ausgehen – also technisch erzeugte Strahlung, die es erst seit circa 100 Jahren gibt. Diese nimmt auch immer mehr zu. Neben den eben genannten gibt es bei allen Geräten oder Technologien sogenannte Ober- oder insbesondere modulierte Wellen, die quasi ober- und unterhalb von den Trägerfrequenzen – bei GSM sind das beispielsweise 960 MHz plus sogenannten Seitenbänder – herumzappeln und die Datenpakete vom Sender zum Empfänger mitnehmen. Die meisten dieser Techniken, die Strahlungsfelder in der Kommunikationselektronik erzeugen, wurden vor deren Einführung (siehe Mobilfunkstandards wie LTE, 4G und bald 5G) nie biologisch ausgetestet.

Dem technischen Wellensalat gegenüber stehen die Sferics, also die Felder der Natur. Dazu zählt im Niederfrequenzbereich die direkt von der Erde ausgehende Magnetfeldstrahlung, das heißt ein Gleichfeld mit quasi null Hertz. Hinzu kommen Schwingungen, die durch die Erd- oder Erdmagma-Bewegung entstehen – die sogenannten Erdbebenstrahlen im ULF-Bereich – sowie im VLF-/ELF-Bereich jene Impulsentladungsfelder, die durch Wetterereignisse hervorgerufen werden und sich um die Erde ausbreiten. Als Randprodukt entsteht dabei eine periodische Dauerschwingung, die sogenannte Schumann-Resonanz bei 7,83 Hz plus erdtypische Oberwellen, welche über EEG-Messungen unsere Hirnströme beeinflussen.

DW: Sie haben da gerade ein Stichwort genannt: Schumann-Resonanz. Ehrlich gesagt, ist mir immer noch nicht ganz klar, was damit gemeint ist. Und da ihr Vater ja bei deren Entdecker W. O. Schumann gelernt und auch seine Dissertation über diese spezielle Frequenz geschrieben hat, bin ich doch an der richtigen Adresse. Kann man die Schumann-Resonanz, wie oft behauptet wird, tatsächlich als Eigenschwingung der Erde bezeichnen?

Den vollständigen Artikel können Sie in NEXUS 80 lesen. Die Ausgabe können Sie hier erwerben.

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