Shambhala – Das Tal der Unsterblichen, Teil 1

Seit Jahrhunderten ranken sich Legenden um das rätselhafte Reich Shambhala im Himalaya, und der Zauber, der dieses exotische Reich umgibt, wird durch einige außergewöhnliche Vorfälle noch zusätzlich genährt.

Versteckte Oase einer fortschrittlichen spirituellen Kultur

Auch in den volkstümlichen Erzählungen Russlands gibt es Hinweise auf eine Gemeinschaft von Erleuchteten, die an einem Ort im Herzen Asiens leben, der auf russisch Belovodye heißt – das „Land der lebenden Götter“. In dem jährlich erscheinenden Journal of the Russian Geographical Society von 1903 findet sich ein Artikel mit dem Titel „Ural-Kosaken reisen ins Belovodye-Reich“, verfasst von einem Entdecker namens Korolenko. Und im Jahr 1916 veröffentlichte die West Siberia Geographical Society einen Bericht des russischen Historikers Belosliudov mit dem Titel „Über die Geschichte von Belovodye“.

Da beide Artikel von wissenschaftlichen Instanzen veröffentlicht wurden, sind sie von großem Interesse, denn sie künden von einer tief verwurzelten Überzeugung, die noch immer in vielen „alten Gläubigen“ Russlands lebendig ist – dass Belovodye ein geheimes irdisches Paradies irgendwo tief im Südwesten Sibiriens ist. Beide Artikel stützen die Annahme, dass es im nördlichen Tibet tatsächlich ein geheimes heiliges Reich gibt, ein Reich uralter Weisheit. Ein mysteriöser Einheimischer berichtete auch der russischen Psychiaterin und Autorin Dr. Olga Kharitidi während ihres Aufenthalts im abgelegenen Sibirien von den außergewöhnlichen Menschen einer uralten Kultur, die in diesem geheimen Reich zurückgezogen leben:

„Was diese Menschen insbesondere auszeichnet, ist, dass die inneren Dimensionen des Geistes bei ihnen hochentwickelt sind. Der gesamten Gemeinschaft ist eine wunderbare spirituelle Intensität eigen, die in der modernen materialistisch geprägten Gesellschaft nur von Wenigen erfahren wird. Sie verfügen über schier unglaubliche Weisheit auf psychologischem Gebiet. Sie können ihr Zeitempfinden steuern und selbst über weite Entfernungen hinweg telepathisch miteinander kommunizieren. Sie können in die Zukunft schauen, und ihre Gesellschaftsstruktur ist die effektivste, die es je gab.“ 21

Ein Gesetz des Tals der Unsterblichen aber bleibt auf ewig in Kraft – dass nämlich „niemand, der nicht erwünscht ist, den Weg dorthin findet“. 22 Nur wer „Kalagiya“ vernommen hat, den „Ruf, den Shambhala über den Wind aussendet“, 23 oder telepathisch von den Großen Meistern eingeladen wird, kann darauf hoffen, sicher in das „Tal der weisesten Menschen der Erde“ 24 zu gelangen.

Augenzeugen berichten von Shambhala

Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung wurde Apollonius, ein hoch angesehener, charismatischer griechischer Weiser, nach Shambhala „gerufen“. Er hatte eine „Wegbeschreibung“ erhalten und wusste genau, wo er die „Heimstatt der Weisen“ 25 finden würde. Apollonius wurde im Jahr drei nach Christus in Tyana, Kappadokien, geboren und starb im Jahr 98. Er wurde nach dem griechischen Gott Apollo benannt, und das Volk nannte ihn respektvoll „Sohn Gottes“.26 Er lehrte die Doktrin des „Inneren Lebens“,27 ging barfuß, ließ Haare und Bart wachsen und trug Kleidung aus weißem Leinen. Auf seinen Reisen wurde er von einem assyrischen Schreiber namens Damis begleitet, der Appolonius’ Worte und Taten in einem Tagebuch festhielt. Dank Damis’ aus 97 Kodizes bestehender Sammlung sind uns heute Apollonius’ bemerkenswerte Erlebnisse überliefert.

Um etwa 200 n. Chr. entwickelte Kaiserin Julia Domna, die zweite Frau des aus Britannien stammenden römischen Kaisers Septimus Severus (Kaiser von 193 bis 211), ein so starkes Interesse an den bewegenden Ereignissen in Apollonius’ Leben, dass sie den griechischen Schriftsteller und Sophisten Flavius Philostratus (ca. 170 – 245) beauftragte, eine Biographie über Apollonius zu schreiben. Philostratus nannte sein Werk „Das Leben des Apollonius von Tyana“.
Von Philostratus erfahren wir, dass Apollonius viele Monate lang im Himalaya blieb.28 Als Apollonius in „einer Stadt unter dem Berg Paraca“ 29 eintraf und dem König Hiarchas (in einigen Übersetzungen „Iarchas“ genannt, was „heiliger Herrscher“ bedeutet) einen Brief überreichte, erfuhr er überrascht, dass der König dessen Inhalt schon kannte. Apollonius wandte sich daraufhin Damis zu und sagte:

„Wir haben hier Menschen von echter Weisheit vor uns, denn sie scheinen über die Gabe der Voraussicht zu verfügen.“ 30

Während seines Aufenthalts wurde Apollonius Zeuge unglaublicher Dinge. Er sah, wie aus Schächten im Boden Säulen aus strahlend hellem, bläulichem Licht senkrecht nach oben stiegen. Auch sprach er voller Erstaunen von leuchtenden Steinen, die er pantarbes nannte. Diese Steine vermochten so hell zu leuchten, dass die Nacht zum Tage wurde. Die wissenschaftlichen und geistigen Errungenschaften der Bewohner dieser verborgenen Stadt beeindruckten Apollonius so stark, dass er widerspruchslos nickte, als König Hiarchas sagte:

„Frag, was immer du wissen möchtest, denn du bist hier unter Menschen, die alles wissen.“ 31

Apollonius fragte, für was sie sich selbst hielten, und König Hiarchas erwiderte: „Wir betrachten uns als Götter.“ 32 Apollonius wurde nicht nur Zeuge, wie die Bewohner von Shambhala sich die Kraft der Sonne zunutze machten, sondern

„er sah auch, wie sie zwei Cubit [etwa ein Meter] über dem Boden schwebten; nicht etwa, weil sie ein Wunder zur Schau stellen wollten –  denn ein solches Gebaren verabscheuen sie –, sondern weil sie Rituale, bei denen sie die Erde verlassen und sich der Sonne nähern, als Huldigung des Göttlichen empfinden.“ 33

Ähnliche Phänomene wurden von der bekannten Orientalistin und Schriftstellerin Alexandra David-Néel (1868 – 1969) berichtet, die als erste westliche Frau den Titel des Lama verliehen bekam. Ihre Aussagen stützen Philostratus’ Darstellungen. David-Néel beschreibt Shambhala als ein Reich, das

„nicht in Zeit und Raum verankert ist, wie wir es sind. Shambhala ist heute hier und morgen dort.“ 34

Über die Bewohner Shambhalas sagte Apollonius:

„Sie leben auf der Erde und leben doch nicht auf ihr, sie sind von Schutzmauern umgeben und sind es doch nicht, und sie besitzen nichts und verfügen doch über den Reichtum der ganzen Welt.“ 35

Was die Ideologie der Bewohner Shambhalas angeht, so vertrat König Hiarchas eine kosmische Philosophie, der zufolge „das Universum lebendig“ 36 ist. In den Mahatma-Briefen heißt es, die Bewohner Shambhalas seien weder Atheisten noch Agnostiker, sondern Pantheisten im weitesten Sinne, und glaubten, dass das Universum und Gott letztlich identisch seien. Auf dieses Konzept von der kosmischen Evolution geht auch zurück, dass der Reinkarnationsgedanke in der Philosophie dieser Wächter der Menschheit eine so große Rolle spielt.

Kommentare

29. Januar 2015, 12:13 Uhr, permalink

Ajlin A. D.

Hallo, wie kann man an solcherlei Expeditionen teilnehmen ? Ich bin 22 Jahre alt & beschäftige mich derzeit mit den Polen und der evtl. höhlen Erde. Auch der Buddhismus & Hinduismus interessieren mich sehr. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen
Ajlin A. D.

15. Juli 2015, 17:03 Uhr, permalink

Martin

Hi Ajlin A. D.

ich bin auch 22 und interessiere mich schon seit einigen Jahren für diese Themen und möchte unbedingt bei Expeditionen dabei sein.
Vllt kommt man mal in Kontakt!
Das wäre super

05. Dezember 2015, 13:41 Uhr, permalink

Renata

Septimus Severus wurde nicht in Britannien, sondern in Lybien geboren ! Schlecht recherchiert !

27. Mai 2016, 14:23 Uhr, permalink

driller

nach dem Resonanzprinzip ist ein Besuch Feinstofflicher Art auch moeglich, wenn man eingelassen wird. Denk dabei an Traeume und Visionen. Ich hoffe, der Hinweis hilft.

27. Juli 2017, 10:02 Uhr, permalink

Gerti Natyananda & Bernd Hünsch

Gott zum Gruße,
wir finden Ihren Bericht hochinteressant.
Seit vielen Jahren erhält mein Mann Botschaften aus der Geistigen Welt und es wird oft von Shamballa, im Himalaya gesprochen.

Wir wissen, dass sich dort viele Meister und Erzengel treffen um über die Entwicklung und den Fortbestand der Erde zu beraten.
Auch die dort lebenden Mönche im Himalaya, unterstützen durch ihr Wissen, ihre Energie und ihre Gebete, die gesamte Erde.

Wir nehmen schon jahrelang unsere Botschaften auf und würden uns über einen Kontakt freuen.
Herzliche Grüße
Gerti & Bernd Hünsch

03. September 2017, 22:28 Uhr, permalink

Lutz + Diana

Hallo wir würden gerne mal mit Gerti und Bernd kontaktieren....Grüße Diana und Lutz

30. September 2017, 23:52 Uhr, permalink

Markus

Hallo!

Hätte noch einen Cintamani Stein abzugeben unter:
www.shpock.com/i/WdAQH4C2Bk0HZy7Z/

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