Shambhala – Das Tal der Unsterblichen, Teil 1

Seit Jahrhunderten ranken sich Legenden um das rätselhafte Reich Shambhala im Himalaya, und der Zauber, der dieses exotische Reich umgibt, wird durch einige außergewöhnliche Vorfälle noch zusätzlich genährt.

Merkwürdiges Flugobjekt über dem Himalaya

Mahatma Morya bezeichnete Shambhala als „die Stadt der Wissenschaften“ 48, und diese Aussage rechtfertigt es zu untersuchen, ob diese Gemeinschaft (oder Gemeinschaften) einer höherstehenden Kultur vielleicht über hochentwickelte Technologie verfügt. Dass die Bewohner dieser rätselhaften Ansiedlung sich mit Wissenschaft befassen, lässt sich anhand einer Geschichte festmachen, die Roerich über einen Lama erzählte. Dieser Lama kehrte nach einer langen Reise in ein abgelegenes Kloster zurück in sein eigenes. In einem geheimen unterirdischen Gang traf er auf zwei Männer, die ein wertvolles Zuchtschaf trugen, und die Männer erzählten dem Lama, sie brächten das Schaf in das Tal der Unsterblichen, wo es der wissenschaftlichen Zucht dienen solle.49

In einem anderen Bericht über Zentralasien mit dem Titel „Beasts, Men and Gods“ beschreibt der Forscher und Autor Dr. Ferdinand Ossendowski faszinierende Dinge, und seine Dokumentation liest sich ebenso fesselnd wie die von Nicholas Roerich, Alexandra David-Néel und Andrew Tomas. Ein mongolischer Lama erzählte Ossendowski nicht nur von einem ausgedehnten Tunnelsystem unter dem Himalaya, sondern auch von

„merkwürdigen Fahrzeugen, die mit großer Geschwindigkeit durch die Gänge brausten.“ 50

Maschinen, die sich mit hoher Geschwindigkeit durch unterirdische Gänge bewegen, lassen auf technische Errungenschaften von hohem Niveau schließen, und das hunderte Jahre vor unserem Wissen über komplexe technische Zusammenhänge. Diese Überlieferung stammt aus einer Zeit lange vor dem Aufkommen ähnlicher Technologien in der westlichen Welt. Eine ähnliche Geschichte stammt aus dem Arabien des 10. Jahrhunderts und berichtet über unterirdische Fahrzeuge unter dem Gizeh-Plateau. Es besteht also die Möglichkeit, dass Shambhala und die Große Pyramide über ein unterirdisches Tunnelsystem miteinander verbunden sind. Auf seinen Reisen durch Tibet hatte Roerich Einblick in alte Lama-Texte, in denen von „eisernen Schlangen“ die Rede ist, die „den Raum verschlingen und dabei Feuer und Rauch speien“. Auch von „Bewohnern ferner Sterne“ 51 ist die Rede. Über dem Gebiet von Shambhala sind zudem schon oft Flugobjekte gesichtet worden, die sich überaus schnell bewegen. Der folgende Bericht stammt aus Roerichs Tagebuch und beschreibt ein Erlebnis, das die Expedition nahe dem Karakorum-Gebirge hatte:

„Am 5. August etwas Bemerkenswertes! Wir befanden uns in unserem Lager im Kukunor-Gebiet nahe der Humboldt-Kette. Am Morgen, etwa gegen halb zehn, bemerkten unsere Träger einen besonders großen schwarzen Adler am Himmel über uns. Sieben von uns beobachteten diesen ungewöhnlichen Vogel. Da sagte ein anderer Träger: ,Dort, weit über dem Vogel, ist noch etwas anderes.‘ Und dann schrie er erstaunt auf. Wir alle sahen, wie etwas von Nord nach Süd zog, etwas Großes, Schimmerndes, das das Licht der Sonne reflektierte, ein großes ovales Objekt, das sich mit hoher Geschwindigkeit bewegte. Als es über unserem Lager war, wechselte das Objekt abrupt die Richtung und bewegte sich nicht mehr nach Süden, sondern nach Südwest. Und dann verschwand es im tiefen Blau des Himmels. Wir hatten sogar Zeit, unsere Ferngläser zu holen, sodass wir deutlich eine ovale Form mit schimmernder Oberfläche ausmachten, in der sich das Sonnenlicht brach.“ 52

Roerichs Sichtung fand gut zwei Jahrzehnte vor Kenneth Arnolds berühmter Beobachtung statt –  der Beobachtung einer Gruppe von runden, metallischsilbernen Flugobjekten nahe des Mount Rainier im US-Bundestaat Washington, die den Begriff „fliegende Untertasse“ prägen sollte. Nur ein Flugzeug unbekannten Typs kann das abrupte Flugmanöver durchgeführt haben, das Roerich in seinem Tagebuch beschreibt. Beim Anblick der Scheibe sagte einer der Lamas, die die Expedition begleiteten, zu Roerich:

„Das ist das Zeichen Shambhalas. […] Die Unsterblichen Shambhalas wachen über Sie. […] Haben Sie bemerkt, in welche Richtung sich das kreisförmige Objekt bewegt hat? […] In diese Richtung müssen Sie gehen.“ 53

Das Dreieck von Shambhala

Im zweiten Teil unserer Suche nach dem mysteriösen „Tal der Unsterblichen“ werden wir die „drei Wachposten von Shambhala“ lokalisieren, die das „Dreieck von Shambhala“ formen. In diesem Gebiet ereignen sich aufsehenerregende Dinge; so wurden hier zum Beispiel in jüngerer Zeit Hinweise auf eine interstellare Tragödie sowie Pyramiden entdeckt.

Endnoten

1. Roerich, N. K.: „Himalaya – Abode of Light“ (Bombay: Nalanda Publications, 1947)
2. Tomas, Andrew: „Shambhala – Oasis of Light“ (London:Sphere Books, 1977)
3. Prjevalsky, N. M.: „Mongolia“ (London, 1876), übersetzt von Boris Fereng; S. 63

4. Tomas: „Shambhala“, S. 43f.

5. Tucci, Giuseppe: „Tibetan Painted Scrolls“ (Rom, 1949, Bd. I)6. Hausdorf, Hartwig: „Die weiße Pyramide“; rückübersetzt aus der englischen Ausgabe (Florida: New Paradigm Books, 1998), S. 92,102
7. Alfred Percy Sinnett (1840 – 1921) war der Herausgeber der britischen Zeitung Pioneer in  Allahabad, Indien, wo er von 1879 bis 1889 lebte. Ihm wurde das Privileg zuteil, in die Himalaya-Bruderschaft der Hohen Yogis aufgenommen zu werden.
8. „Passport to Shambhala“, veröffentlicht von der West Siberia Geographical Society, 1923, Brief 18, S. 31; englische Übersetzung von Professor Vladimir Andrei Vasiliu, 1933 [enthält den vollständigen Abdruck der „Mahatma Letters to A. P. Sinnett“]
9. Ebd., Brief 18, S. 32
10. Roerich, N. K.: „Heart of Asia“ (New York: Roerich Museum Press, 1930); auch in Tomas: „Shambhala“, S. 54
11. Prjevalsky: „Mongolia“, S. 101; Francke, A. H.: „A History of Western Tibet“ (London: Partridge and Co., 1907)
12. Tomas: „Shambhala“, S. 58
13. Ebd., S. 59
14. Roerich: „Heart of Asia“
15. Roerich: „Himalaya“; zitiert in Tomas: „Shambhala“, S. 39
16. Roerich: „Heart of Asia“; auch in Tomas: „Shambhala“, S. 59 passim
17. Tomas: „Shambhala“, S. 58
18. „Passport to Shambhala“, Brief 15, S. 131
19. Roerich: „Himalaya“
20. Saint-Hilaire, J.: „On Eastern Crossroads“ (New York, 1930); zitiert in Tomas: „Shambhala“, S. 63
21. Kharitidi, Dr. Olga: „Entering the Circle“ (San Francisco: Harper, 1996)
22. „Road to Shambhala“, ein seltenes tibetisches Buch aus dem 18. Jh., das vom dritten Panchen Lama, dem „Großen Gelehrten“ (1738 – 1780), verfasst wurde; übersetzt von Cheng Yuan, 1901
23. Ebd.
24. Hamamoto, L. C.: „The Soul Doctrine“, Lhasa; übersetzt von C. Chan, 1916, S. 67
25. Sinnett, A. P.: „Esoteric Buddhism“ (London: Neuauflage von 1903 des Originals aus dem Jahr 1883)
26. „Encyclopaedia Britannica“, 9. Aufl ., Bd. 10, „Apollonius“
27. Ebd.
28. Philostratus: „The Life of Apollonius of Tyana“ (London: Loeb Classical Library, 1912), acht Bücher in zwei Bänden; übersetzt von F. C. Conybeare. Hinweis: Alle nachfolgenden Apollonius-Zitate stammen aus Buch 3, in dem fast ausschließlich Apollonius’ Reise nach Nordtibet beschrieben wird.
29. Ebd.
30. Ebd.
31. Ebd.
32. Ebd.
33. Ebd.
34. David-Néel, Alexandra: „Magic and Mystery in Tibet“ (NY: Dover Publications, 1971; Erstveröffentlichung 1929)
35. Philostratus, „The Life of Apollonius“, Buch 3
36. Ebd.
37. Roerich: „Himalaya“, passim
38. Ebd.
39. David-Néel, Alexandra und Kendall, Claude (Hrsg.): „The Superhuman Life of Gesar of Ling“ (New York: 1934, übersetzt von Violet Sydney; Erstveröffentlichung 1931)
40. Ebd.
41. Ebd.
42. Ebd.
43. Zitiert in Tomas: „Shambhala“, S. 57
44. Roerich: „Himalaya“
45. Evans-Wentz, Dr. Walter Y.: „The Tibetan Book of the Great Liberation“ (Oxford University Press, 1954)
46. Ebd.
47. Tomas: „Shambhala“
48. „Passport to Shambhala“, Brief 62, S. 101
49. Roerich, N. K.: „Altai-Himalaya: A Travel Diary“ (Brookfi eld, CT: Arun Press, 1983; Erstveröffentlichung 1929)
50. Ossendowski, Ferdinand: „Beasts, Men and Gods“ (NY: E. P. Dutton & Co., 1922)
51. Roerich: „Heart of Asia“
52. Roerich: „Altai-Himalaya“
53. Roerich: „Heart of Asia“, passim

Kommentare

29. Januar 2015, 12:13 Uhr, permalink

Ajlin A. D.

Hallo, wie kann man an solcherlei Expeditionen teilnehmen ? Ich bin 22 Jahre alt & beschäftige mich derzeit mit den Polen und der evtl. höhlen Erde. Auch der Buddhismus & Hinduismus interessieren mich sehr. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen
Ajlin A. D.

15. Juli 2015, 17:03 Uhr, permalink

Martin

Hi Ajlin A. D.

ich bin auch 22 und interessiere mich schon seit einigen Jahren für diese Themen und möchte unbedingt bei Expeditionen dabei sein.
Vllt kommt man mal in Kontakt!
Das wäre super

05. Dezember 2015, 13:41 Uhr, permalink

Renata

Septimus Severus wurde nicht in Britannien, sondern in Lybien geboren ! Schlecht recherchiert !

27. Mai 2016, 14:23 Uhr, permalink

driller

nach dem Resonanzprinzip ist ein Besuch Feinstofflicher Art auch moeglich, wenn man eingelassen wird. Denk dabei an Traeume und Visionen. Ich hoffe, der Hinweis hilft.

27. Juli 2017, 10:02 Uhr, permalink

Gerti Natyananda & Bernd Hünsch

Gott zum Gruße,
wir finden Ihren Bericht hochinteressant.
Seit vielen Jahren erhält mein Mann Botschaften aus der Geistigen Welt und es wird oft von Shamballa, im Himalaya gesprochen.

Wir wissen, dass sich dort viele Meister und Erzengel treffen um über die Entwicklung und den Fortbestand der Erde zu beraten.
Auch die dort lebenden Mönche im Himalaya, unterstützen durch ihr Wissen, ihre Energie und ihre Gebete, die gesamte Erde.

Wir nehmen schon jahrelang unsere Botschaften auf und würden uns über einen Kontakt freuen.
Herzliche Grüße
Gerti & Bernd Hünsch

03. September 2017, 22:28 Uhr, permalink

Lutz + Diana

Hallo wir würden gerne mal mit Gerti und Bernd kontaktieren....Grüße Diana und Lutz

30. September 2017, 23:52 Uhr, permalink

Markus

Hallo!

Hätte noch einen Cintamani Stein abzugeben unter:
www.shpock.com/i/WdAQH4C2Bk0HZy7Z/

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