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Und die Erde expandiert doch!

Bereits in den NEXUS-Ausgaben Band 7, Nr. 6 (2000) und Band 8, Nr. 3 (2001) [bezieht sich auf die englische Ausgabe von NEXUS] habe ich den Lesern meine Erdexpansionstheorie vorgestellt: Seit Anbeginn des geologischen Zeitalters vor etwa 4.600 Millionen Jahren haben sich der Radius und somit auch die Oberfläche der Erde kontinuierlich vergrößert.

Die räumliche Anordnung blieb erhalten

Die Abbildung zeigt die vollständige Reihe der geologischen Modelle einer sich ausdehnenden Erde, die die Entwicklung vom Archaikum bis heute aufzeigen. Die Modelle lassen die relative Zunahme des Erdradius im Laufe der Zeit erkennen und zeigen die geologische Struktur sowohl der Kontinente als auch der Ozeane. Zeitlich reichen die Modelle vom späten Archaikum bis heute. Das letzte Modell (Nr. 24) zeigt, wie die Erde in fünf Millionen Jahren aussehen wird. Aus diesen Erdexpansionsmodellen, die auch in meinem Buch “Terra Non Firma Earth“ dargestellt werden, wird ersichtlich, dass sich alle Kontinentalplatten im frühen Perm zu einer einzigen, den gesamten Globus umspannende Platte zusammenfügten, und die Masse der Atmosphäre und der Hydrosphäre Teil des Erdmantels war. Während dieser Periode verbanden sich die kontinentalen Sedimentbecken zu einem globalen Netz, das sich an den Kontinentalmeeren ausrichtete. Die ursprünglichen Kontinente und Meere wandelten sich im Laufe der Erdegeschichte durch den sich verändernden Verlauf der Küstenlinien.

Wenn wir diesen Sedimentbecken die ursprüngliche Ausdehnung, den ursprünglichen Spaltenverlauf und die ursprüngliche orogenetische Gestalt zurückgeben, die sie den Erdexpansionsmodellen zufolge vor dem Perm (Erdkruste, die älter ist als 250 Millionen Jahre) hatten, dann kann man erkennen, dass die verbleibenden Krustenfragmente, die unsere Kontinente darstellen, die gesamte Erdgeschichte hindurch eine besondere Anordnung beibehalten haben. Diese besondere Anordnung wurde während der Krustenausdehnung im Präkambrium (vor 560 Millionen Jahren und früher) und Paläozoikum (vor 560 bis 200 Millionen Jahren) beibehalten, bevor sie im Spätpaläozoikum auseinander brach. Danach spaltete sich die Kruste auf und zerteilte sich in die heutigen Kontinente, während sich die Ozeane in ihrer heutigen Form immer weiter auszuweiten begannen.

Auch diese besondere Anordnung aller Krustenfragmente in den Erdexpansionsmodellen zeigt, dass die These von der Erdausdehnung, die bis weit in die geologische Vergangenheit der Erde zurückreicht, vollkommen schlüssig ist. All diese Modelle, die vom Archaikum (Erdkruste, die älter ist als 2.500 Millionen Jahre) bis hin zum heutigen Zustand reichen, zeigen, dass die Bewegung der Platten auf einer sich ausdehnenden Erde kein zufälliger, willkürlicher Formungsprozess vom Typ Amalgamierung-Dispersion-Amalgamierung ist (wie man uns bis vor kurzem noch glauben machen wollte), sondern eine einfache, berechenbare Entwicklung.

Es ist wichtig, sich noch einmal bewusst zu machen, dass sich bei den Erdexpansionsmodellen die präkambrischen und paläozoischen Plattenformationen zusammenschließen und auf einer gemeinsamen, die gesamte Erde umspannende Kruste ein Netzwerk aus Sedimentbecken bilden. Das Verschmelzen all dieser Krustenablagerungen zu einem Ganzen zeigt uns, dass die globalen Krustenformungsprozesse – wie die Ausdehnung von Sedimentbecken, die Krustenmobilität, die Gebirgsbildung oder Orogenese, die Verteilung von Metallen etc. – alle exakt mit der Gesamtentwicklung der Kruste übereinstimmen.

In meinem Buch zeige ich, dass sich in diesem globalen Netz aus kontinentalen Sedimentbecken zudem während des Präkambriums und des Paläozoikums ein erdumspannendes Netz von Schwachstellen in der Kruste herausgebildet hat.

Nicht nur die Expansion der Kruste – die sich aus der kontinuierlichen Ausdehnung der Erde ergibt – konzentriert sich vor allem auf dieses Netz aus Schwachstellen, sondern auch die Bewegungen der Kruste, die noch immer im Gange sind, der dem Erdmantel entspringende Hitzestrom, die magmatische Aktivität, Krustenbrüche, das Auseinanderbrechen von Kontinenten sowie die schlussendliche Ausbreitung der Ozeane in ihrer heutigen Form.

Bei meinen Erdexpansionsmodellen führt das Auseinanderbrechen der alten Kontinentalkruste zu einem Aufbrechen der Polareiskappen, der alten Kontinentalmeere, einer Veränderung des Meeresspiegels und der ursprünglichen Klimazonen. Diese aggressiven Veränderungen wirken nun ihrerseits auf die Lebensräume von Pflanzen und Tieren ein und bewirken auf Dauer deren Niedergang oder periodische Auslöschung.

Wenn man bei den geophysikalischen Beobachtungen eine sich konstant verhaltende Erdoberfläche und einen konstanten Erdradius weglässt, dann lassen sich eben diese Beobachtungen, auf die Erdexpansionsmodelle angewendet, mit der Theorie einer expandierenden Erde vereinbaren. Desgleichen geben geografische und biogeografische Informationen, wenn man sie auf die Erdexpansionsmodelle anwendet, Aufschluss darüber, wie sich die Kruste auf einer sich ausdehnenden Erde entwickelt hat. Ebenfalls aus diesen Informationen ersichtlich ist die Lage früherer Magnetpole und Äquatoren, die sich mit Hilfe der vorbehaltlos betrachteten geophysikalischen Daten bestimmen lässt.

Kommentare

02. November 2010, 13:46 Uhr, permalink

septentrion

Für die Erdexpansion, deren Motor immer noch nicht bekannt ist, könnte die Kristallisation des Erdkerns, also die allmähliche Fe/Ne-Abscheidung an der rauen Oberfläche des Erdkerns verantwortlich sein (NTV, 27/28.10.10 “Reise ins Innere der Erde“).

Ob eine Volumenvergrößerung in welcher Zeit, wenn überhaupt, stattfindet, müsste aber erst noch berechnet werden. Kristallisation hat eher den Effekt der Verdichtung.

Überhaupt gibt es gegen das hier vorgetragene Modell starke Bedenken.
Vorausgesetzt wird prinzipiell, dass es durchgehende mittelmeerische Rücken gibt. Einen solche kann man aber eigentlich nur im Atlantik durchgehend feststellen. Der Pazifik hat offensichtlich überhaupt keinen (man schaue auf GoogleEarth), und im Indischen Ozean verlaufen die Meeresrücken auch nicht in der Mitte, sondern zwei parallel von Nord nach Süd, wobei beide am asiatischen Kontinent enden, was sie bei einem kontinuierlichen Wachsen des Erdradius überhaupt nicht dürften.

Was wir an subozeanischen Strukturen vorfinden, ist mehr als verwirrend und lässt eher an katastrophische Ereignisse in der Plattentektonik denken, als an ein stetes Wachsen des Erdballs. Schon der Gedanke, dass sich bei einer Wachstumsrate des Erddurchmessers von wenigen Millimetern im Jahr Kontinentalplatten unter andere schieben, wie im Falle Indiens, und dabei im Laufe der Zeit Gebirge von der Höhe des Himalaya hoch pressen ist mehr als absurd. Die geringe Erhebung der Erdoberfläche wird durch die gleichzeitige und ständige Erosion, also deren Abtragung durch Wind und Regen, mehr als wettgemacht.
Hier müssen Plattenverschiebungen in sehr kurzer Zeit stattgefunden haben, was auch das Vorhandensein einstiger Küsten an den Hängen der Anden hunderte Meter über dem Meeresspiegel beweist.

Das Auffüllen der Ozeane mit Wasser scheint offenbar in sehr kurzer Zeit geschehen zu sein, was durch das Vorhandensein von Flussläufen in Fortsetzung kontinentaler Ströme am Meeresboden bewiesen wird.

Das Hauptereignis für den gegenwärtigen Zustand der Erdoberfläche dürfte der Impakt des Meteoriten auf der Yukatan-Halbinsel gewesen sein. Die Küstenlinien der amerikanischen und der afrikanisch-europäischen Kontinentalplatte sind offenbar das Produkt des Einschlags dieses Himmelskörpers, der von Nord-Osten kommend den ganzen Erdmantel entzwei riss und dabei binnen kürzester Zeit den Atlantischen Ozean erzeugte.
Bisherige Modelle gehen von einem senkrechten Einschlag aus. Jedoch erzeugt ein im schrägen Winkel einschlagender Impaktor derart viel Schubkraft, dass die einst durchgehend vorhandene Gesteinsplatte am Einschlagspunkt, also an der heutigen Küste des Atlantiks, zerbersten und die entstandene Kontinentalscherbe (der amerikanische Superkontinent) von dem Energieimpuls des hoch beschleunigten und massereichen Meteoriten weit weg geschoben werden konnte.
Infolge des schrägen Einschlagwinkels drückte sich der Meteoritenkörper auch tief in die mittelamerikanische Kontinentalplatte, weshalb kein gleichmäßig runder Einschlagskrater vorhanden ist.

Durch die plötzliche Entstehung des Atlantiks wurde auch der Lauf eines Urstroms zerrissen, dessen Quelle in der Sahara lag und im Flussbett des Nigers sowie des Amazonas verlief und in den Pazifik mündete. Durch die plötzliche Auffaltung der Anden wurde nun der Lauf des Amazonas umgekehrt, was seltsamerweise in den Mythen der eingeborenen Indios festgehalten ist. Es gibt sogar geologische Indizien, die das Vorhandensein einer unter den Pazifikboden geschobenen Kontinentalplatte andeuten. Auch über diesen versunkene Kontinent, der bei den Anthroposophen als Mun bekannt ist, gibt es indogene Überlieferungen.
Schließlich könnte man sogar Platons Atlantis-Bericht heranziehen, der das Verschwinden eines einzigen riesigen Kontinents in den Fluten des Atlantiks beschreibt, wenn man dieses Verschwinden nicht als Versinken, sondern als weites Wegschieben begreift.

Dass solche Prozesse möglich sind, ist heute in der Geologie und Geophysik allgemein akzeptiert. Das Driften der Kontinentalplatten auf dem flüssigen Magma des Erdmantels und des äußeren Erdkerns ermöglicht also nicht nur allmähliche Kontinentverschiebungen, sondern auch katastrophisch schnelle.

28. Dezember 2013, 15:37 Uhr, permalink

mtprxyludswe

...ergänzend zum ersten Kommentar noch den Hinweis, dass dieses
relativ kurze Ereignis der Ankunft zusätzlichen Wassers auf der Erde
gut bewiesen ist durch die weltweit verbreiteten Erdoberflächen- Effekte
(Gesteine, Erosion,u.s.w.) die heute allesamt in einer Meerestiefe um
die 1000m gefunden werden und aus der Zeit der Tiamat- Katastrophe
stammen, als der Mars verunstaltet wurde und dabei sein Wasser in
den Raum gepustet bekam, welches dann in der Erdbahn wieder ein-
gefangen wurde und als "die Sintflut" einen Namen erhielt.
Ich bin gespannt, wann die Ahnenforscher darauf kommen werden,
in etwa 1000m Wassertiefe nach Siedlungsresten zu suchen.
Wir "schwimmen" also gewissermassen zur Hälfte in Marswasser.
Man untersuche weiter die Effekte der Massenzunahme und Beschleunigungen der Erde bei Eintreffen des Wassers.

26. August 2014, 13:31 Uhr, permalink

Sosita

Nur ein Gedanke von mir.
Wenn sich alles in diesen wundervollen Universen ausdehnt,
warum sollte es gerade bei den Planeten nicht der Fall sei?
Das sich unser Universum ausdehnt ist wissenschaftlich erwiesen.
Alles ist Wachstum, dem auch der wunderschöne blaue Planet unterliegt.
Liebe Grüße euch <3

30. März 2016, 14:14 Uhr, permalink

renate

Die Astrophysikerin Guliana Comforte hat in ihrem Buch "das Sonnenkind", die Geburt einer neuen Erde, ihre wissenschaftlichen Kenntnisse als Astrophysikerin und Spiritualität verbunden. Sehr empfehlenswert !!!
Wenn Wissenschaft über den Tellerrand hinausschaut und verschiedene Disziplinen miteinander verknüpft werden, dann............

15. April 2016, 10:56 Uhr, permalink

W.Scholz

Ich habe Anfang April in einer Sendung über Geologie den Satz: Die Erde wird jedes Jahr 22mm größer, gehört ohne jede weitere Erklärung. Nur im Zusammenhang mit Vulkanismus.

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