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Erhöhte Mortalität durch Elektrifizierung?

Mit flächendeckender Einführung der Elektrizität in Stadt und Land stiegen seltsamerweise auch die Sterberaten und Zivilisationskrankheiten. Ein Vergleich der amerikanischen Mortalitätsraten bei verschiedenen Zivilisationskrankheiten mit dem Grad der privaten Stromversorgung zeigt unzweifelhafte Verbindungen. Eine Studie.

Selbstmord

Die Selbstmordrate in Städten liegt etwa 30 Prozent höher als die Rate auf dem Land. Die städtische Selbstmordrate korreliert nicht mit der privaten Elektrifizierung (r = 0,077; p = 0,299), die Selbstmordrate auf dem Land hingegen korreliert mit den staatlichen Angaben zur Elektrifizierung im Jahr 1940 (r = 0,729; p = <0,0001). In Abbildung 11 sehen Sie die Selbstmordrate im Jahr 1940 unter weißen Einwohnern für städtische und ländliche Regionen in Staaten mit einer Elektrifizierungsrate von 96 Prozent sowie von solchen Staaten, in denen weniger als 50 Prozent der Wohneinheiten mit Strom versorgt waren. In vier der fünf Staaten mit hoher Elektrifizierung lagen die Selbstmordraten auf dem Land höher als die in der Stadt. In allen Staaten mit geringer Netzabdeckung ist die Rate in den Städten höher. Die Selbstmordrate auf dem Land liegt in hochelektrifizierten Staaten stets über der von Staaten mit geringer Elektrifizierung. Abbildung 12 zeigt X-Y-Streudiagramme für Selbstmorde in Stadt und Land, bezogen auf die Elektrifizierung, für 48 Staaten. Selbstmorde konnten mit EMF-Exposition sowohl in der Wohnung17 als auch am Arbeitsplatz18 in Verbindung gebracht werden. Die Selbstmordrate ist möglicherweise die sichtbare Spitze des Eisbergs der klinischen Depression.

Milham Elektrifizierung Abb 11

Abbildung 11: Absolute Selbstmordraten für Stadt und Land, bezogen auf die Elektrifizierung, für die weiße amerikanische Bevölkerung, 1940.

Milham Elektrifizierung Abb 12

Abbildung 12: Selbstmordraten für Stadt und Land, bezogen auf die Elektrifizierung, für die weiße amerikanische Bevölkerung, 1940.

Autounfälle

Obwohl die Mortalitätsraten in städtischen und ländlichen Gebieten ähnlich sind, zeigen sich Unterschiede bei den Korrelationen mit der privaten Elektrifizierungsrate. Es existiert eine leichte negative Korrelation (r = -0,254) für Stadtgebiete und eine positive Korrelation (r = 0,451) auf dem Land. Da Autounfälle mit dem Besitz eines Autos und der erlaubten Geschwindigkeit in Beziehung stehen, könnte es sein, dass die begrenzte Geschwindigkeit in Stadtgebieten zu weniger tödlichen Unfällen führte, während in ländlichen Gebieten, insbesondere auf Bauernhöfen, ein Bauer, der sich elektrischen Strom leisten konnte, konnte auch ein Auto leisten.

Diskussion

Als Edison und Tesla 1880 die Büchse der Pandora öffneten und die Elektrizität freiließen, war das amerikanische Bevölkerungsmeldewesen noch nicht ausgereift und die Todesraten bei Infektionskrankheiten sanken rapide. Stadtbewohner hatten höhere Mortalitätsraten und eine geringere Lebenserwartung als Landbewohner.8 Die Lebenserwartung der weißen männlichen Bevölkerung auf dem Land lag um zehn Jahre höher als die der Stadtbewohner. Obwohl die Autoren der amerikanischen Bevölkerungsstatistik von 1930 auf die erhöhte Krebsmortalität in Städten hinwiesen (58,2 Prozent), horchte niemand auf. Die Daten des Statistikamts für die private Stromversorgung standen offenbar in keinem Zusammenhang mit der Mortalität. Die Epidemiologen dieser Zeit waren noch immer mit den Übertragungskrankheiten beschäftigt.

Court Brown und Doll berichteten erst 1961 von der Spitze bei Kinderleukämie,19 40 Jahre nachdem die Mortalitätsraten der amerikanischen Bevölkerungsstatistik veröffentlicht worden waren. Ich selbst stieß auf eine Häufung bei Kinderleukämie etwa zehn Jahre nach ihrem Auftreten, weil ich gezielt danach suchte.20 Echtzeit- bzw. periodische Analysen der nationalen oder regionalen Bevölkerungsstatistik werden in den USA noch immer zu selten durchgeführt.

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