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Organtransplantation und das Gedächtnis der Zellen

Viele Empfänger verpflanzter Organe zeigen später Verhaltensweisen und Vorlieben, die nur von den Spendern der Organe herstammen können.

Die Empfängerin berichtete:

„Ich betrachte sie als meine Schwester. Ich glaube, dass wir in einem früheren Leben Schwestern waren. Ich weiß nur, dass die Spenderin so alt wie ich war, aber das allein ist es nicht. Ich spreche mit ihr, nachts oder wenn ich traurig bin. Ich spüre ihre Antworten. Ich spüre es in meiner Brust. Ich lege meine linke Hand darauf und presse sie mit meiner rechten. Es ist, als könne ich Verbindung zu ihr aufnehmen. Manchmal wirkt sie traurig. Manchmal glaube ich, sie wollte Krankenschwester werden, aber dann wieder, dass sie an den Broadway wollte. Ich glaube, sie wollte lieber zum Broadway. Ich möchte Krankenschwester werden, aber ich könnte auch Ärztin werden. Ich hoffe, dass sie glücklich ist, denn sie wird immer mein Engel sein, die Schwester in meiner Brust. Ich nehme meinen Engel überall hin mit.“

Die Mutter der Empfängerin erzählte:

„Manchmal hören wir, wie sie mit ihrem Herz redet. Es klingt ein bisschen wie ‚Liebes Tagebuch’. Sie legt ihre Hand auf die Brust und spricht zu der Person, die sie für ihre Spenderin hält. Einmal sahen wir, wie sie ein Stethoskop an ihre Brust hielt, um ihr neues Herz zu hören. Ich glaube, dass sie das immer noch manchmal tut. Das andere ist, dass sie jetzt wirklich eine Ausbildung im medizinischen Bereich machen will. Früher wollte sie das nicht, aber ich denke, das lag vermutlich daran, dass sie nicht glaubte, dass sie überleben würde. Sie hat bereits ihre Fächer am College gewechselt.“

9. Fall

Der Spender war ein 3-jähriger Junge, der aus dem Fenster fiel. Der Empfänger ist ein 5-jähriger Junge, der an einem Septumdefekt und Kardiomyopathie litt.

Die Mutter des Spenders berichtete:

„Es war beklemmend. Als ich Daryl [den Empfänger] und seine Familie bei einem Treffen der Transplantationspatienten kennen lernte, brach ich in Tränen aus. Wir gingen zu dem Baum, wo man ein Andenken an den Spender überreicht. Ich weinte bereits. Mein Mann machte mich auf den Tisch aufmerksam, an dem wir gerade vorbeigingen. Daryl und seine Familie saßen dort. Ich wusste es sofort. Daryl lächelte mich genau so an, wie Timmy [der Spender] es immer getan hatte. Wir sprachen stundenlang mit Daryls Eltern, und das tröstete uns. Irgendwie war es nach einiger Zeit gar nicht mehr merkwürdig. Als wir erfuhren, dass Daryl sich den Namen Timmy ausgedacht hatte und sein Alter richtig geraten hatte, mussten wir weinen. Aber es waren Tränen der Erleichterung, denn wir wussten, dass Timmys Geist lebt.“

Der Empfänger erzählte:

„Ich gab dem Jungen einen Namen. Er ist jünger als ich und ich nenne ihn Timmy. Er ist ein kleiner Junge. Er ist ein kleiner Bruder, etwa halb so alt wie ich. Er wurde schwer verletzt, als er stürzte. Er findet Power Rangers toll, glaube ich, so wie ich früher auch. Jetzt mag ich sie allerdings nicht mehr. Ich mag Tim Allen von Tool Time, also nenne ich ihn Tim. Ich frage mich auch, was mit meinem alten Herz passiert ist. Ich vermisse es irgendwie. Es hat nicht richtig funktioniert, aber eine zeitlang hat es für mich gesorgt.“

Der Vater des Empfängers erzählte:

„Daryl kannte weder Namen noch Alter seines Spenders. Wir haben es selbst erst vor kurzem erfahren. Wir wussten nur, dass der verstorbene Junge aus dem Fenster gefallen ist. Wir wussten bisher nicht einmal, wie alt er war. Daryl lag ungefähr richtig. Vielleicht hat er nur gut geraten oder so, aber es stimmte. Unheimlich ist allerdings, dass nicht nur das Alter und die ungefähre Vorstellung davon, wie er gestorben ist, stimmte, sondern auch der Name. Der Junge hieß eigentlich Thomas, aber seine Familie nannte ihn Tim.“

Die Mutter des Empfängers erzählte:

„Wissen Sie, was wirklich unheimlich ist? Timmy ist gestürzt, als er versuchte, an eine Power Rangers Figur heranzukommen, die auf einen Vorsprung unter dem Fenster gefallen war. Daryl rührt seine Power Rangers nicht mehr an ...“

10. Fall

Der Spender war ein 34-jähriger Polizist, der bei dem Versuch, einen Drogendealer festzunehmen, erschossen wurde. Der Empfänger ist ein 56-jähriger College Professor, der an Atherosclerose und der ischämischen Herzkrankheit litt.

Die Frau des Spenders berichtete:

„Als ich Ben [den Empfänger] und Casey [Bens Frau] kennen lernte, brach ich fast zusammen. Es war ein seltsames Gefühl, den Mann zu sehen, in dessen Brust das Herz meines Mannes schlägt. Ich hatte fast das Gefühl, Carl [den Spender] in Bens Augen zu sehen. Als ich fragte, wie es ihm ging, habe ich eigentlich versucht, Carl zu fragen, wie es ihm geht. Ich wollte das nicht sagen, aber ich hätte am liebsten Bens Brust berührt und zu Carls Herz gesprochen.

Was mich wirklich beschäftigt ist allerdings, dass Casey mir spontan erzählte, dass die einzige wirkliche Nebenwirkung von Bens Operation Lichtblitze vor seinem Gesicht seien. Genau so ist Carl gestorben. Der Mistkerl hat ihm mitten ins Gesicht geschossen. Das Letzte, was er gesehen hat, muss ein schrecklicher Lichtblitz gewesen sein. Sie haben den Typ nie geschnappt, aber sie glauben zu wissen, wer es ist. Ich habe ein Phantombild gesehen. Der Typ hat lange Haare, tief liegende Augen, einen Bart und blickt vollkommen friedlich drein. Er sieht irgendwie aus wie eine Darstellung von Jesus.“

Der Empfänger erzählte:

„Wenn Sie versprechen, meinen Namen nicht zu erwähnen, dann erzähle ich Ihnen, was ich meinen Ärzten nicht erzählt habe. Das weiß nur meine Frau. Ich wusste nur, dass mein Spender ein 34-jähriger, sehr gesunder Mann war. Ein paar Wochen nach der Operation, fing ich an, Träume zu haben. Ich sehe einen Lichtblitz vor meinem Gesicht und es wird sehr, sehr heiß. Es brennt richtig. Kurz vorher sehe ich das Gesicht von Jesus. Ich habe immer wieder diese Träume, auch tags: Jesus und dann ein Blitz. Das ist das einzige, das sich verändert hat, abgesehen davon, dass ich mich zum ersten Mal im Leben richtig gut fühle.“

Kommentare

12. September 2013, 20:59 Uhr, permalink

Dirk

wirklich beeindruckend... bestätigt, dass das gehirn wenig mit unserem denken zu tun hat.. es dient nur als empfänger und je mehr es wächst, desto mehr kann es verstehen..
der geist sitzt demnach im gesamten körper..
ist alles übereinstimmend mit den büchern von donald walsch..
..
für mich ist klar, warum fleischfresser, so aggressiv sind... da ist man ein teil von im essen....

09. Januar 2019, 13:31 Uhr, permalink

marie-maru

Ich nehme an, Sie sind Vegetarier oder vegan und Ihr Kommentar beweist, dass auch Nicht-Fleischfresser aggessiv sein können. Anders kann ich mir diese aggressive und verachtende Ausdrucksweise nicht erklären. Selbst wenn Sie recht haben, so würde ein gelassener Mensch mit Achtung (auch Selbstachtung) nicht ein solches Wort wählen.
Übrigens habe ich eine fleischfressende Freundin, die mit Vorliebe Lammfleisch ißt - und sie ist sanft wie ein Lämmchen...

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