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Organtransplantation und das Gedächtnis der Zellen

Viele Empfänger verpflanzter Organe zeigen später Verhaltensweisen und Vorlieben, die nur von den Spendern der Organe herstammen können.

Es sind weitere Studien nötig, um das Phänomen der Spender-Empfänger-Übereinstimmung systematisch zu untersuchen. An der Universität von Arizona wird im Augenblick eine Studie mit 300 Transplantationspatienten durchgeführt. Um die Häufigkeit dieser Übereinstimmungen festzustellen, werden teilstrukturierte Interviews durchgeführt und systematische Fragen gestellt.

Außerdem wird eine kleinere Gruppe von Patienten physiologisch überwacht, um biophysische Daten in Bezug auf die Herz-Hirn-Übereinstimmung zu erfassen.11

Die Studie überprüft die Hypothesen der Theorie dynamischer Energiesysteme am menschlichen Herz. Unter dem Namen „Energiekardiologie“ lautet die zentrale Hypothese, dass Informationen und Energie in Form von elektromagnetischen Wellen zwischen Herz und Hirn hin- und herfließen, und dass das Gehirn auf diesem Weg Informationen von einem Spenderherz empfangen kann.12 Es gibt weiter plausible Erklärungsmodelle für die Kommunikation mittels Energie, die in weiteren Studien überprüft werden sollten.13

Pearsall stellte zusätzlich fest, dass auch die Empfänger anderer Organe wie Nieren oder Leber Veränderungen in der Wahrnehmung von Gerüchen, bei Vorlieben für bestimmte Speisen und auf emotionaler Ebene bemerkten. Diese waren jedoch vorrübergehend und können im Zusammenhang mit Medikamenten und anderen Begleiterscheinungen der Transplantation gestanden haben.10

Die Beobachtungen bei Herztransplantationen waren offensichtlich dauerhafter und konnten eher mit dem Leben des Spenders in Verbindung gebracht werden. Sollten sich diese Untersuchungsergebnisse in zukünftigen Studien bestätigen, könnte dies von weitreichender Bedeutung für die allgemeine Physiologie und die klinische Medizin sein.

Pearsall begann, der Möglichkeit eines zellularen Gedächtnisses aufgeschlossener zu begegnen, nachdem er selbst 1987 eine Knochenmarktransplantation erhielt. Zudem schätzte er aufgrund seiner hawaiischen Wurzeln das Herz schon immer als ein „denkendes, fühlendes, kommunizierendes und spirituelles Organ“.10

Schwartz und Russek begannen zunächst, sich mit dem Thema zu beschäftigen, nachdem Schwartz in den frühen 80er Jahren als Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Yale Universität die Theorie eines organischen Gedächtnisses entwickelt hatte.5,6,7 Nachdem in den 90er Jahren die Theorie dynamischer Energiesysteme entwickelt wurde, begannen Schwartz und Russek, ihre Untersuchungen am menschlichen Herzen auf der Grundlage dieser Theorie durchzuführen.12,14

Organgedächtnis ist jedoch nur ein Erklärungsmodell. Andere Mechanismen (wie etwa das Mikrotubulusgedächtnis, bei dem ebenfalls Prozesse des Organgedächtnisses eine Rolle spielen können) sollten auch in Erwägung gezogen werden.15

Sollten zukünftige Studien mit Transplantationspatienten Beweise für das Vorhandensein eines Zellengedächtnisses erbringen, so sind die Konsequenzen für Theorie, Medizin und Ethik enorm.16

Der Bericht über die vorliegenden Beobachtungen wurde in der Hoffnung geschrieben, dass er zu weiterer Forschung anregt, um die Hypothese gewissenhaft zu überprüfen.

Danksagung der Autoren

Wir möchten den Familien der Spender, den Empfängern und ihren Familien dafür danken, dass sie so mutig ihre Geschichten erzählt haben und so freundlich waren, uns deren Veröffentlichung zu gestatten.

Die 10 hier vorgestellten Transplantationsfälle stammen aus einer Untersuchung mit 74 Patienten (23 davon mit einer Herztransplantation), die alle in verschiedenem Maß Veränderungen an sich feststellten, die mit der Persönlichkeit des Spenders in Zusammenhang stand. Wir danken allen, die dieses Manuskript Korrektur gelesen haben, für das konstruktive Feedback. Wir widmen diesen Beitrag den Organspendern und unseren Vätern, Frank Pearsall, Howard Schwartz und Dr. Henry I. Russek.

Kommentare

12. September 2013, 20:59 Uhr, permalink

Dirk

wirklich beeindruckend... bestätigt, dass das gehirn wenig mit unserem denken zu tun hat.. es dient nur als empfänger und je mehr es wächst, desto mehr kann es verstehen..
der geist sitzt demnach im gesamten körper..
ist alles übereinstimmend mit den büchern von donald walsch..
..
für mich ist klar, warum fleischfresser, so aggressiv sind... da ist man ein teil von im essen....

09. Januar 2019, 13:31 Uhr, permalink

marie-maru

Ich nehme an, Sie sind Vegetarier oder vegan und Ihr Kommentar beweist, dass auch Nicht-Fleischfresser aggessiv sein können. Anders kann ich mir diese aggressive und verachtende Ausdrucksweise nicht erklären. Selbst wenn Sie recht haben, so würde ein gelassener Mensch mit Achtung (auch Selbstachtung) nicht ein solches Wort wählen.
Übrigens habe ich eine fleischfressende Freundin, die mit Vorliebe Lammfleisch ißt - und sie ist sanft wie ein Lämmchen...

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