Warum Ufo-Akten unter Verschluss bleiben

Das, was von offizieller Stelle über Ufos/UAPs verlautbart wird, kann niemals stimmen – selbst wenn der US-Präsident die Offenlegung der „Ufo-Akten“ anordnet. Sechs Gründe, wieso wir von Regierungsseite alles erwarten dürfen – nur nicht die Wahrheit.

Ein konkretes Beispiel dafür ist das Battelle-Institut, das fast alle National Laboratories der USA verwaltet (inklusive Los Alamos, Oak Ridge und Brookhaven). Das Institut ist nicht verpflichtet, Fragen über diese Laboratorien zu beantworten, obwohl sie im Namen der amerikanischen Regierung und der Bürger betrieben werden. Manche Rechercheure sind der Ansicht, dass ein Teil der technischen Studien an geborgenen Ufo-Trümmern in einigen dieser Forschungslabore durchgeführt wird.

Das Battelle-Institut wurde offiziell als Teilnehmer an der Leitung offizieller Ufo-Untersuchungen wie Project Blue Book bestätigt. Die Forschungseinrichtung wollte jedoch vermeiden, dass die Öffentlichkeit den Namen „Battelle“ mit derartigen Aktivitäten in Verbindung bringt, und betrieb daher ihre Ufo-Studien unter der Codebezeichnung „Project Stork“. In sämtlichen Mitteilungen an die Öffentlichkeit war lediglich die Rede von einem „Forschungsinstitut aus dem Mittleren Westen“. Die Einrichtung war auch in die Erforschung von Legierungen mit Formgedächtnis oder „Memory-Metall“ verwickelt – gleich nachdem man ein solches Material im Jahr 1947 in der Nähe von Roswell, New Mexico, gefunden hatte. Ich selbst habe mehrmals zu diesem Thema beim Battelle-Institut angefragt, eine Beantwortung hat die Forschungseinrichtung jedoch jedes Mal verweigert.

2. Spurenbeseitigung durch Verbrennen und Schreddern

Im Jahr 1947 mussten Geheiminformationen über den Ufo-Absturz bei Roswell noch in physischen Dokumenten festgehalten werden; das Digitalzeitalter brach erst viel später an. Anhand der Aussagen bedeutender militärischer Zeugen wissen wir heute, dass alle vorstellbaren Bemühungen unternommen wurden, sämtliche Unterlagen zu beseitigen, die Hinweise auf die wahre Natur des Absturzes hätten geben können. Es ist davon auszugehen, dass zuständige Personen Dokumente verbrannten, schredderten oder die Ereignisse gar nicht erst schriftlich festhielten.

In einem auf meiner Website ufoexplorations.com erschienenen Artikel habe ich nachgewiesen, dass Flug-, Piloten- und Besucherdaten, Budgetunterlagen und ein- sowie ausgehende Nachrichten der Basis von damals „fehlen“. Dies wurde auch in Zeugenaussagen dreier Personen bestätigt: Patrick Saunders, der zu jener Zeit Adjutant auf der Roswell-Luftwaffenbasis war, Richard Clayton Harris, Haushalts- und Finanzoffizier auf der Basis, und Luftwaffenpilot Benjamin Games.

Vor seinem Tod rühmte sich Saundersʼ ehemaliger Adjutant seiner Tochter gegenüber, wie gut er alle Aufzeichnungen über den Absturz vernichtet und die Spuren beseitigt hätte. In seiner Ausgabe des Buches „Die Wahrheit über den Ufo-Absturz bei Roswell“ von Kevin Randle und Donald Schmitt hatte er in seiner eigenen Handschrift angemerkt: „Hier ist die Wahrheit, und ich habe immer noch keinem irgendetwas erzählt!“

Harris gestand seiner Tochter und diversen Ufo-Forschern, dass er Ausgabenbelege vernichtet habe, die sich auf Gelder für die Bergung des Flugobjekts in Roswell bezogen hatten.

Games berichtete mir und dem Reporter Billy Cox, dass er General Laurence Craigie (der damals die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Air Force leitete) nach dem Absturz erst nach Roswell und dann zur Berichterstattung bei Präsident Truman geflogen habe. Er behauptete, dass sämtliche Unterlagen über diese Flüge vernichtet worden oder verschwunden seien.

3. Die Kunst der Lüge

Die einfachste Methode, geheime Aufzeichnungen nicht freigeben zu müssen, besteht wohl darin, zu lügen. Eine der wohl größten Lügen der Regierung zu diesem Thema wurde mir gegenüber persönlich in den 1970er-Jahren geäußert, als ich noch nicht einmal ein Teenager war. Ich hatte damals von einem Freund erfahren, dass es das National Reconnaissance Office (NRO, der für das militärische Satellitenprogramm der USA verantwortliche Geheimdienst) gab – sein Vater hatte dort gearbeitet. Dieser Freund erzählte mir, dass die Tätigkeit seines Vaters mit „Dingen im Weltraum“ zu tun hätte. Da ich schon als Kind Ufo-begeistert war, musste ich unbedingt herausfinden, was NRO bedeutete, und vor allem, welche Ufo-Geheimnisse dort verborgen lagen. Mit der Hilfe meines Vaters schrieb ich einen Brief an den damaligen Präsidenten Gerald Ford, in dem ich um Informationen über das NRO und über Ufos bat.

Im Namen des Präsidenten antwortete mir ein gewisser Oberst M. L. Sorrentino von der US Air Force. Er gab an, dass weder der Präsident noch er je von einer Behörde namens „National Reconnaissance Office“ gehört hätten und dass es kein Regierungsinteresse an Ufos gebe. Anschließend berief er sich auf eine Verordnung mit dem Namen „JANAP 146“ und verwarnte mich: Sollte ich von staatlichem Personal etwas über Ufo-Sichtungen erfahren haben und dieses Wissen ausplaudern, dann würde ich strafrechtlich belangt werden und hätte mit einer Gefängnis- oder Geldstrafe zu rechnen.

Das NRO existierte jedoch, also hatte Sorrentino mich belogen. Das 1961 gegründete National Reconnaissance Office wurde erst im Jahr 1992 offiziell als Regierungsbehörde bestätigt. Den Brief von Sorrentino sehen Sie in Abbildung 1.

4. Genehmigungspflichtige Rückmeldungen

Eine vor Kurzem aufgetauchte E-Mail zeigt deutlich, dass keine Behörde eine FOIA-Anfrage zum Thema Ufos beantworten darf, wenn diese Antwort nicht zuvor von der Pentagon-Sprecherin Susan Gough überprüft und genehmigt wurde. Die E-Mail ist auf den 10. Juli 2020 datiert und wurde von Joe Grandisher, dem stellvertretenden Leiter der Navy-Aktivitäten in der Informationskriegsführung, an Jeff Jones vom Navy-Informationsbüro geschickt.

Darin heißt es, dass „sämtliche Medienanfragen zu UAPs (Ufos) an die Sprecherin des Verteidigungsministeriums Sue Gough (in CC gesetzt) zu gehen haben, die auf dem Laufenden bleiben soll, da wir eng zusammenarbeiten. […] Geben Sie keine Kommentare ab. […] Wir haben erbeten, dass die FOIA-Stellen sich bei FOIA-Anfragen mit Schwerpunkt auf UAPs mit uns abstimmen.“ Die E-Mail kann im vollen Wortlaut unter t1p.de/49k9b eingesehen werden (siehe auch Abb. 2).

Abb. 2: Die E-Mail vom 10. Juli 2020 im Wortlaut

Wir haben es hier mit dem außerordentlichen Eingeständnis zu tun, dass Sue Gough Reaktionen auf solche Ufo-Anfragen streng überwacht und steuert. Goughs Rolle und ihr Hintergrund geben Anlass zur Sorge. Bislang wurde nicht öffentlich gemacht, wem sie unterstellt ist (oder wie hoch ihr Gehalt ist, obwohl diese Offenlegung gesetzlich vorgeschrieben ist). Sie hat mir auf Anfrage auch jede Beantwortung dieser Fragen verweigert. Gough hat unter mehreren Regierungen gedient. Vor ihrer Anstellung beim Verteidigungsministerium war sie beim hochkarätigen Rüstungsunternehmen Booz Allen Hamilton tätig. Dort war sie maßgeblich an der Leitung der Beratungsbereiche „Psychologische Operationen“ und „Wahrnehmungsmanagement“ beteiligt; ihr einziger Kunde war das Pentagon. Seitdem agiert sie mit psychologischem Kalkül und managt die öffentliche „Wahrnehmung“.

Der Missbrauch von Ausnahmeregelungen zur nationalen Sicherheit, die Weitergabe von Geheimnissen ausschließlich durch mündliche Mitteilungen oder über Verschlüsselungsgeräte, die Nutzung von Privatunternehmen zur Verschleierung von Informationen, das Verbrennen und Schreddern von Akten, unverhohlene Lügen sowie die Abwicklung von Antworten auf FOIA-Ufo-Anfragen durch eine Pentagon-Mitarbeiterin sind besorgniserregende Vorgänge. Sie zeigen deutlich, dass die Bergung und die Erschließung von Ufos weder durch Freigabeanfragen noch durch Medienrecherchen oder Ermittlungen des Kongresses fundiert bestätigt werden können.

Kommentar schreiben

Folgende Art von Kommentaren sind unerwünscht und werden von uns entfernt:

  • (Schleich-)Werbung jedweder Art
  • Kommentare die nichts zum Thema beitragen
  • Kommentare die der deutschen Sprache nicht gerecht werden
  • Geplänkel mit anderen Kommentarschreibern
  • Kontaktanfragen an die Redaktion (benutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular)

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise