Kernkraft - das Geschäft mit der Angst

In den 1980er Jahren reiste ein Mann durch Amerika, der Plutonium aß, regelmäßig im Abklingbecken eines Atomkraftwerks geschwommen war und jahrzentelang ohne Schutzkleidung mit radioaktivem Material hantiert hatte. Seine Botschaft: Die Angst vor radioaktiver Strahlung ist das Ergebnis einer hemmungslosen Überregulierung des Strahlen­schutzes, die vom Atomenergiekartell in die Politik gepfuscht wurde. Um dies aufzudecken, kreisten seine Vorträge um zwei zentrale Fragen: Wem gehört das Plutonium – und wie viel ist es wert? Einen solchen Vortrag haben wir im Folgenden für Sie aufbereitet.

Die Endlagerungsprojekte sind eine politisch gewollte Verschwendung nationaler Energie- und Konstruktionsressourcen. Die Proliferation von waffenfähigem Plutonium aus eingelagertem, wiederverwendbarem Uranbrennstoff ist von vergleichsweise geringer Bedeutung. Wichtiger wäre, sich zunächst mit der globalen Verfügbarkeit voll angereicherten Urans durch lasergestützte Isotopentrennung auseinanderzusetzen. Lassen Sie mich diese letzte Sache erklären:

Jimmy Carter meinte zwar, man könne Plutonium nicht nach Indien schiffen – aber noch im selben Absatz fügte er an, dass man den Indern voll angereichertes Uran zukommen lassen könne. Oh, Jimmy Carter! Ein Erbsenhirn? Was hat er da nur gesagt?

Wir erinnern uns: Als die Israelis den Reaktor im Irak abschalteten, war der Irak im Besitz von voll angereichertem Uran aus Frankreich. Zuvor hatte es geheißen: „Diese Schufte, diese Iraker werden das voll angereicherte Uran nehmen, den Reaktor damit füttern und es zu Plutonium verarbeiten. In einer Anlage wie dieser hier hätte das Plutonium wiederaufarbeitet werden können – aber wir haben sie aufgehalten.“ Eigentlich gibt das voll angereicherte Uran eine viel bessere Waffe ab als das Plutonium!

Wenn ein US-Präsident so etwas sagt und die Presse es glaubt, fühle ich mich beleidigt. Und immer, wenn ich beleidigt werde, werde ich auch sauer. Ich bin jetzt schon eine ganze Weile sauer.

Eines Tages schließlich sagte ich mir: „Meine persönliche Sicherheit ist nachrangig. Ich denke, ich werde diese Geschichte erzählen.“ Alles, was ich will, ist meine Geschichte erzählen. Ich will die Wahrheit verbreiten. Und ich frage ich sie nochmals kurz und knapp: Wem gehört das Plutonium – und wie viel ist es wert?

Außerdem möchte ich [meinen Kollegen unter] Ihnen eine weitere Frage mitgeben, über die Sie nachdenken können, bis wir uns im zweiten Teil wiedersehen: Wenn Sie bisher keine Verbrennungen von einer fraglichen Strahlungsquelle davongetragen haben – wo liegt dann Ihr Problem? Es ist ganz offensichtlich, dass Sie eins haben, denn sonst würden Sie sicher einstimmen und mit mir zusammen die Wahrheit über dieses Thema verbreiten. Ja: Ich rekrutiere Helfer!

Was ist eigentlich mit den Leuten passiert, die mir alles beigebracht haben? Den tausenden In-die-Hände-Spuckern? Wo sind sie? Es gibt sie noch – aber warum reden sie nicht? Und wer sind „Sie“; jene, die bestimmen, wie das Geschäft läuft, was angeblich Sinn ergibt und was nicht?

Anmerkung der Redaktion

Im Heft finden Sie zusätzlich zum ersten Teil des Vortrags ein Interview mit Galen Winsor. Den zweiten Teil von Galens Vortrag haben wir nicht übersetzt. Wir möchten Ihnen aber ans Herz legen, sich den Videomitschnitt anzuschauen – was Sie darin erwartet, muss man nämlich einfach mit eigenen Augen gesehen haben. Vor seinem Publikum hantiert Galen Winsor nicht nur mit hochgradig radioaktivem Material, sondern isst sogar kleine Mengen davon, um seine These von der Harmlosigkeit der Strahlung glaubhaft zu machen. Das Video mit dem Titel „The Nuclear Scare Scam | Galen Winsor“, dem auch der oben stehende erste Teil des Vortrags mitsamt dem Interview entnommen ist, finden Sie auf Youtube unter http://youtu.be/ejCQrOTE-XA. Der zweite Teil des Vortrags beginnt bei der Zeitsignatur 01:07:00.

Bei den Recherchen zu diesem Artikel stießen wir übrigens auf ein interessantes Video der World Nuclear Association. Darin bestätigen international angesehene Strahlungsexperten eine der Kernthesen Galen Winsors: Radioaktive Strahlung, so der Tenor des kurzen Films, sei weit weniger gesundheitsschädlich als ihr Ruf es vermuten ließe. Die Diskussion um die Risikobewertung der Atomkraft ist also längst nicht abgeschlossen. Das Video mit dem Titel „Fukushima and Chernobyl: Myth versus Reality“ finden Sie auf Youtube unter http://youtu.be/2Ncm8KwxWNg.

Kommentare

02. Juni 2015, 15:52 Uhr, permalink

Roth

Galen hat nur in einer Sache Recht. Natürliche Strahlung ist nicht gefährlich und wir brauchen sie sogar, weil nur so die Evolution weiter voran geht.
Aber das Problem besteht darin, das zu viel Strahlung schädlich ist und Krebsgeschwüre und Krankheiten hervorruft.
Dabei gibt es ein sehr großes Problem, das jeder Körper unterschiedlich auf Strahlung reagiert und das bis in die Heutige Zeit immer noch nicht 100% klar ist bei welcher Intensität die Stahlung schädlich ist.

Es ist wie mit dem Alkohol. In geringen Mengen ist er gesund und förderlich, aber in zu vielen Mengen und zu hoher Konzentration ist er schädlich oder sogar tödlich.

Genau so verhält es sich mit der Strahlung. Wir brauchen sie zum Leben, aber in einer zu hohen Konzentration oder einer zu langen Bestrahlung in einer sehr starken Dosis kann sie gesundheitsschädlich oder sogar tödlich sein.
Das Gefährliche daran ist, das wir kein Sinnesorgan haben, um diese Strahlung wahrzunehmen. Es ist nur möglich mit einem Meßgerät die genaue Dosis zu ermitteln. Und dann kommt es auf die Erfahrungswerte an, die man im Lauf der Geschichte gesammelt hat. Aber leider wird darüber zu wenig berichtet. Ich habe den Eindruck, das diese Angelegenheit geheim ist und das Ärtzte darüber nicht reden. Jedenfalls wäre es sehr viel hilfreicher, wenn Ärzte mehr berichten und ihre Erfahrungen an die Öffentlichkeit bringen. Nur so kann eine Diskussion ordentlich geführt werden, die auch sachlich und mit Fakten geführt wird.

11. September 2016, 22:52 Uhr, permalink

Ben

Roth:
"Aber das Problem besteht darin, das zu viel Strahlung schädlich ist und Krebsgeschwüre und Krankheiten hervorruft. "

Komisch das die moderne Krebsmedizin genau diese gefährlichen Strahlen einsetzt um Krebs und Tumore zu bekämpfen.

Und in Tschernobyl leben auch heute noch Menschen in der Sperrzone, welche sich weigerten Ihre Heimat zu verlasse. Sie essen Kartoffeln aus angeblich radioaktiv-versuchtem Boden und.....ihnen gehts gut. Selbst die Flora und Fauna dort ist zu 100% intakt.....hmm schon komisch oder?

01. November 2018, 23:39 Uhr, permalink

Wilfried Schuler

Von der DU Munition im Irak hat der Gute nichts mitbekommen?

Die ganze Sache ist ziemlich witzlos.
Da alle Kernkraftwerke vollkommen unprofitabel sind, wird sich das Problem von selbst erledigen. EDF und Areva sind de facto bankrott. Die KKW Branche in UK auch.

27. Januar 2020, 19:45 Uhr, permalink

zuwenig

@Wilfried
Er weiss sehr wohl und erzählt es auch, das ein paar Soldaten genügen um mit abgereicherter Munition sämtliche Panzer zu knacken. Er sagt Panzerkriege sind obsolet wegen dieser DU Munitionaber ihr seid ja hier die Experten die mehr wissen als Winsor... Seht euch mal besser alle Videos an.

Kommentar schreiben

Folgende Art von Kommentaren sind unerwünscht und werden von uns entfernt:

  • (Schleich-)Werbung jedweder Art
  • Kommentare die nichts zum Thema beitragen
  • Kommentare die der deutschen Sprache nicht gerecht werden
  • Geplänkel mit anderen Kommentarschreibern
  • Kontaktanfragen an die Redaktion (benutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular)

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise