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Half Past Human – Das Hightech-Orakel

Die „Time Monks“ (Zeitmönche) durchkämmen mit Ihrer Software „Halfpasthuman“ das Internet. Sie gehen davon aus, dass wir alle hellseherisch begabt sind, und ihre Software wertet aus, was Menschen rund um den Globus an unbewussten Vorhersagen über den Lauf der Welt äußern. Dabei kommen sie zu oftmals akkuraten und dramatischen Vorhersagen. Den Crash der Finanzmärkte konnten die Zeitmönche schon Wochen zuvor auf den Tag genau erkennen – wie auch den 11. September oder den Tsunami in Asien.
Das Interview mit Clif High, dem Erfinder von Halfpasthuman, führten Kerry Cassidy und Bill Ryan vom Project Camelot am 26. September 2008, zwei Wochen vor dem Crash der Finanzmärkte.

BR: Wie sieht das mit anderen Sprachen aus? Schließlich könnten die Chinesen über andere Dinge sprechen als wir hier in der westlichen Welt.

CH: Klar, die machen das mit anderen Begriffen … und mit anderen Alphabeten. Alphabete, Transliterationen, Übersetzungen – das alles hat ziemliche Auswirkungen. Wir verarbeiten auf dieser Stufe mehr als nur englische Sprache, aber wir sind stark auf das Englische ausgerichtet, weil das den Kern unseres Lexikons bildet. Wir könnten natürlich Millionen von Wörtern und Millionen von Sprachen haben, aber so weit sind wir noch nicht.

Im Grunde ist das Ganze ein Garagenprojekt aus mir und einem Mitarbeiter, der unter dem Namen Igor genannt werden möchte. Er ist mein Serversklave; er rennt herum, um sich um alle meine Server zu kümmern, während ich den ganzen Rest der Operation manage. Es ist eigentlich ein Zwei-Mann-Unternehmen, und George Ure* ist unser öffentliches Gesicht, mit all den freien Informationen, die wir der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen wollen. Das ist so ungefähr, wo wir gerade stehen.

Vorhersagen vs. Prophezeiungen

KC: […] Allerdings habt ihr einen riesigen Disclaimer, in dem ihr den Leuten eigentlich geradewegs sagt: Man könnte Sie für verrückt halten, wenn Sie folgende Inhalte ernst nehmen, oder weiterverfolgen.

CH: Ganz recht, und das müssen wir auch tun. Es ist Unterhaltung. Wir sind Teil einer streitsüchtigen Gesellschaft. Der Umstand, dass das Universum beschlossen hat, irgendeine Wirklichkeit hinter unsere Worte zu stellen, ist nicht unsere Schuld. Man kann uns für keinen Teil davon oder für mangelnde Genauigkeit die Schuld geben.

Ich sollte darauf hinweisen, dass wir uns durchaus bewusst sind, dass wir im Bereich Prognosen arbeiten, und dieser Bereich spielt auch ein wenig ins Wahrsagen hinein. Am anderen Ende dieses Spektrums stehen Prophezeiungen, und daher haben wir mit all diesen Emotionen zu tun. Deshalb wollten wir das eindeutig klarstellen.

Wir machen hier keine Prophezeiungen. Wir machen Vorhersagen. Da aber Vorhersagen, wenn man ehrlich ist, auch eine Art Wahrsagerei sind, gibt es nur eine Sünde: Genauigkeit – gute oder schlechte. Wenn man sehr genau ist, ist das eine Sünde; und wenn man nicht besonders genau ist, ist das auch eine Sünde. Und so mussten wir sehr vorsichtig sein, dass wir diese gewisse Gratwanderung hinbekommen, im Hinblick auf die Zeit, in der wir leben.

Doch wir laufen nicht in der Weltgeschichte herum und nehmen Leute auf den Arm. Wir verlangen eine Menge Geld dafür, damit man überhaupt an unsere Berichte kommt, und wenn man sich entscheidet, als dauerhafter Abonnent dabei zu bleiben, wird der Preis um drei Viertel verringert. Unser Geschäftsmodell hat mit dem zu tun, was man früher „private Forschung“ nannte. Es gab so etwas im 19. Jahrhundert, wo sich Leute zusammenschlossen, um einen Wissenschaftler zu bezahlen, der an einem bestimmten Projekt arbeitete. Dafür bekamen sie dann die Früchte seiner Arbeit, bevor die Öffentlichkeit sie erhielt, aber sie hatten nicht die Rechte daran. So sollte unser Modell auch laufen. Intern sind wir ein Piratenschiff, insofern bei uns Demokratie herrscht. Wir machen genug Geld, um zu überleben. Wir sind nicht auf Reichtum aus. Wenn wir je an den Punkt kommen, an dem wir ohne Probleme durchhalten können, dann werden wir alles kostenlos herausgeben.

Tatsache ist aber, dass uns die Bandbreite viel Geld kostet. Unsere Server fressen enorme Mengen an Elektrizität. Daher halte ich mich für einen Teil der Mittelschicht in den USA. Mein Serversklave Igor arbeitet für mich zusammen mit noch zwei anderen, und er bekommt gerade genug, um sich und seine zukünftige Frau zu unterhalten. […]

KC: Das alles ist sehr interessant, und bisher habe ich das verstanden. Der Grund, weswegen wir dich an Bord geholt haben, um mit dir zu sprechen ist, dass ihr einige sehr interessante Prophezeiungen aus euren Daten abgeleitet habt.

CH: Wir nennen es Vorhersage.

KC: Vorhersage. In Ordnung. Nehmen wir eure Vorhersage über den Monat Oktober. Bei Camelot sind wir aus verschiedenen tiefschwarzen Quellen mit allen möglichen Informationen über den Monat Oktober versorgt worden, einschließlich einiger intuitiver Informationen, die wir selbst bekommen haben. Daher wollten wir dich befragen, was du über den Oktober zu sagen hast und von da aus vielleicht noch ein wenig tiefer graben.

Half Past Human Grafik

* Anm. d. Redaktion: George Ure unterhält seinerseits einen hochinteressanten, wenngleich weniger exklusiven Informationsservice namens Peoplenomics, den wir Ihnen wärmstens empfehlen können. Er veröffentlicht regelmäßig Informationen, die von Halfpasthuman stammen.

Kommentare

11. Juni 2010, 13:31 Uhr, permalink

r.b.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn hier demnächst die aktuellen Prognosen in deutscher Sprache veröffentlicht werden. Ich habe mir den englischsprachigen Report durchgelesen. Ist sehr erschreckend, was die Konsequenzen der Ölkatastrophe sind. Ich kann nur hoffen, dass sich Halfpasthuman irrt.

11. Juni 2010, 20:46 Uhr, permalink

NEXUS-Magazin

Noch etwas Geduld bitte - ist nicht so leicht zu übersetzen, das Ganze!

06. Juli 2010, 01:49 Uhr, permalink

Matthias

Ich bin dankbar für diese Art von Zukunftsprognose, die sehr viel konkreter scheint als das bisherige. Und wenn sie den 11.09.2001 und den Börsencrash 2008 auf dem Schirm hatte, warum sollen nicht mindestens ein paar der Daten, die noch kommen, stimmen?

Da ich nun keine Ahnung habe, wie das ganze rechnerisch abläuft, um zu den Aussagen zu kommen, kann ich nur glauben. Ich möchte es eigentlich nicht glauben, weil es sehr schlimm klingt. Doch irgendwas sagt mir, dass da was dran ist. Etwas Hoffnung macht mir aber der Teil im Bericht, dass wir Menschen uns mit der Kraft unseres Geistes (und in Folge sicher auch mit der Kraft der Handlungen) dagegen wehren können, dass es so passiert. Es wäre nicht die erste Prophezeihung, deren Eintritt verhindert wurde.

Die Zukunft ist beweglich und nicht starr. Bloß kann ich nix mit diesen schwammigen "Wir-haben-uns-alle-lieb"-Parolen anfangen, die mir in den Esoterik-Buchhandlungen so bunt entgegenkommen. Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass der Geist über die Materie bestimmt. Geprägt wurde ich nämlich genau anders herum. Und daher freue ich mich, über nachvollziehbare, an der alltäglichen Sprache orientierte Gedanken. Dieter Broers hat das ziemlich gut hingekriegt in seinen letzten Büchern, da kann ich auch schon mal angenehm irritiert sein und das bisherige Weltbild selbstkritisch überprüfen.

Ach ja, Teil 6 vom Halfpasthuman-Bericht habe ich mit meinem dilettantischen Englisch mal überflogen. Und es scheint sich da ein verstärkter Einfluss der Raumziegenfürze-Gruppe anzubahnen, der dann wiederum Einfluss auf den Ölvulkan und das ganze Schlamassel um den "Israel-Mistake" hat - also alles, was mit kosmischen Einflüssen zu tun hat (Sonnenstürme oder der Durchgang des Sonnensystems durch die galaktische Mittelebene). Es passt irgendwie alles immer mehr zusammen, von ganz unterschiedlichen Seiten her.

18. Juli 2010, 20:37 Uhr, permalink

HohenTauern1

Dies alles ist sehr interessant. Liege ich da falsch, wenn ich sage: Eigentlich gibt es demnach - keine Zufälle. Auf irgendeine Art ist alles miteinander verwoben und jeder von uns soll zu gegebener Zeit davon Kenntnis erhalten. Denn auch ich bin durch "Zufall" auf diese Seite gestoßen. Machen Sie weiter mit ihren Forschungen. Vielleicht lernen wir Menschen dadurch, uns besser zu verstehen und Fauna und Flora zu achten.

Gruß HohenTauern1

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