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Der Tod ist nicht der Tod: Instrumentelle Transkommunikation als Draht zur Ewigkeit

ITK_Teaser1959 fing der Schwede Friedrich Jürgenson auf einem Tonbandgerät Signale ein, die sich als die Stimmen Verstorbener zu erkennen gaben. Seitdem hat das Gebiet der „instrumentellen Transkommunikation“ immer wieder neue Forscher angezogen. Wenn auch die Herkunft der Stimmen aus wissenschaftlicher Sicht weiterhin spekulativ bleibt, so ist ihre Botschaft doch eindeutig: Es geht ihnen um einen Bewusstseinswandel der Menschheit.

Botschaften aus dem Cyberspace

Noch bevor Manfred Boden ab 1981 per Telefon von Stimmen unbekannter Herkunft terrorisiert wurde, erhielt er angeblich im Dezember 1980 unheimliche Botschaften auf dem Computer eines Bekannten, die in dem Satz gipfelten:

„Du stirbst Manfred 1982 Unfall 16.8.1982.“75

Als „Absender“ erschien der Name eines verstorbenen Bekannten Bodens. Von da ab änderten sich Texte des Öfteren selbsttätig und ergaben auf dem Ausdruck einen völlig neuen Sinn; manchmal „schmuggelten“ sich zusätzliche Worte ein, die zusammen gelesen eine semantisch stimmige Mitteilung ergaben.76 Im Februar 1981 analysierte Dr. Ernst Senkowski die Botschaften und kam zu dem Schluss:

„Aufgrund des Gesamtbildes wird die Erklärung des zeitlichen Ablaufs der Veränderungen und ihrer semantischen Gehalte als Folge einer technisch bedingten Computersystemstörung nicht akzeptiert. Das Geschehen ist daher als paranormal zu klassifizieren […].“77

Boden überlebte sein angebliches Todesdatum.78

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Bilder von Alois Wiesinger, der zu Lebzeiten Abt des Klosters Schlierbach/Österreich war (links: Original, rechts: paranormal). Experimentator Klaus Schreiber, Aachen, arbeitete mit einem optisch-elektronisch-rückgekoppelten System, bei dem die Kamera auf den FS-Bildschirm zeigt. Schreiber kannte Wiesinger weder persönlich noch auf Photo. Die Identität stellte sich bei Senkowski „zufällig“ anhand einer Festschrift der Internationalen Interessengemeinschaft IMAGO MUNDI (Prof. Dr. Dr. Andreas Resch, Innsbruck) heraus. Klaus Schreiber schrieb automatisch mehrere Daten von Wiesingers Lebenslauf, die sich im Text der Festschrift voll bestätigten. (© Dr. Ernst Senkowski)

Ein besonderer Fall war der, der sich 1984 im Hause des britischen Lehrers Ken Webster ereignete: Auf seinem Computer meldeten sich eine „Gruppe 2109“ sowie ein gewisser Tomas Harden, der angab, zur Zeit Heinrichs VIII. zu leben – nicht etwa gelebt zu haben, sondern sein Haus mit dem als „Eindringling“ empfundenen Webster zu teilen, mit dem er, wie er mitteilte, über einen „Lichtkasten“ (Websters Computer) kommuniziere. Die Botschaften waren in archaischem Englisch verfasst, das der Anglist Peter Trinder auf das 14. bis 16. Jahrhundert datierte, und enthielten wenig bekannte Einzelheiten aus der englischen Geschichte, die Webster recherchieren musste und die sich als zutreffend herausstellten. Auch die Existenz eines Tomas Harden im 16. Jahrhundert ließ sich anhand alter Dokumente nachweisen.79,80 „Es war ein großes Verbrechen, mein Haus gestohlen zu haben“, echauffierte sich „Harden“ beispielsweise, äußerte sich aber durchaus wohlwollend über Websters Frau Debbie, die er als „phantastisch“ bezeichnete.81 Einen besonderen Stellenwert nahm dieser Fall dadurch ein, dass „Harden“ angab, während der Kommunikation noch am Leben zu sein und nicht etwa vom „Jenseits“ aus zu schreiben.

Die „Gruppe 2109“ soll mitgeteilt haben, bei dem Webster-Harden-Kontakt handele es sich um ein Zeit-Manipulations-Experiment, wobei die Gruppe ihre eigene Seinsebene als „Tachyonen-Universum“ beschrieb.82 Untersucht wurde das Phänomen von einem gewissen John Bucknall und einigen anderen Männern, die sich als Angehörige der Londoner Society for Psychical Research (SPR) ausgaben, was sich später nicht bestätigte.83 Webster selbst empfand die überirdische wie die irdische Heimsuchung zunehmend als Plage. Er

„entwickelte eine mittelstarke Aversion gegen die von ihm so empfundene ‚unmenschliche‘ Art [der Gruppe 2109], obwohl er ähnliche Gefühle mit ihnen in Bezug auf die tatsächlichen und angeblichen Untersucher der SPR teilte, die in hervorragend intellektueller Weise herausgefordert wurden, z. B. indem 2109 einem von ihnen die Beantwortung spezieller Fragen gegen Aufgabe seines Seelenheils zusagte, da er ja das Ganze ohnehin für Betrug hielte. Danach verschwanden die Psychobillies auf Nimmerwiedersehen.“84

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Labor Klaus Schreiber, Aachen. Erscheinung „Albert Einstein“ in Anwesenheit des Teams von Radio Luxemburg unter Rainer Holbe. (© Dr. Ernst Senkowski)

Die sich als „Gruppe Zeitstrom“ identifizierenden Wesenheiten, die das Luxemburger Ehepaar Harsch-Fischbach erstmals 1985 kontaktierten, meldeten sich ab Januar 1988 auch über Computer. Insbesondere die Wissenschaftlerin Swejen Salter hinterließ lange Botschaften, die sich meist in Abwesenheit der Harsch-Fischbachs auf der Festplatte ihres Computers manifestierten. Großenteils handelte es sich um wissenschaftliche Ausführungen, die sich an Dr. Ernst Senkowski richteten. Erschwert wurde die Kommunikation offenbar dadurch, dass sich irdische und jenseitige Wirklichkeit erheblich unterscheiden: „Die Angleichung des Materials gestaltet sich schwieriger, als ich vermutet hatte“, erklärt „Salter“ in einer Übertragung.

„Die Bewohner Ihrer Welt haben nicht nur ein anderes physikalisches Weltbild, sondern wirklich eine andere Physik.“85

Die computergestützte Übertragung revolutionierte Senkowski zufolge die Transkommunikation:

„Obwohl die tatsächlichen Werte ungewiss sind, erkennt man die im Vergleich zur Transaudiomethode geradezu unheimliche Überlegenheit dieses Verfahrens hinsichtlich des Datenflusses. Es bedarf dazu ‚nur‘ der exakten Synchronisation schneller digitaler Impulsfolgen während sehr kurzer Zeiten.“

Könnte man „transtechnische“ und irdische Geräte miteinander koppeln, so würde die Übertragung praktisch nur noch durch Verständnisprobleme aufgrund der begrenzten menschlichen Aufnahmefähigkeit gehemmt, so Senkowski.86

Kommentare

29. Juni 2010, 23:58 Uhr, permalink

fd

"[...] paranormal eingeschobene markierte Zeile: „1120FERNSEHWOHNZ“ bezieht sich auf das Wohnzimmer [...]"

--> So ein Quatsch! das ist nur der Name der Diskette, den derjenige vergeben hat, der die Diskette irgendwann formatiert hat! Keine Ahnung vom 64er oder was?

11. Januar 2013, 03:55 Uhr, permalink

Dawnclaude

Ist ein schön zusammengefasster Artikel, danke an die Nina. ^^
Tja Jenseits und Humor da könnte ich auch viel von erzählen. Schade dass es (noch) so vielen verborgen bleibt.

22. Dezember 2013, 22:20 Uhr, permalink

Heiko

Habe, als damals Michael Jackson ca 1 jahr verstorben war damit rum experimentiert.Im Pay-Tv sah ich immer die Sendung Ghost Hunter,die mich mehr oder weniger meine Neugirde entfachte.Da ich solchen Dingen positiv gegenüber.Diese Abend lief wieder eine der genannten Sendung leise im Hintergrund.
Da ich nach früherer Recherchen wusste das man ein Anderes Signal bzw eine Radiosendung im hintergrund laufen lassen sollte.
Habe alles mit meinem Handy Nokia E65 aufgenommen.
Erst das übliche bla bla."Mein Name ist...,ich endschuldige mich für die Störung......,möchte sich jemand mit mir unter halten.....?
Auf die Frage "Ist hier jemand? kann ich ein eindeutiges "JA" hören.
Habe mehrer kurze Aufnahmen gemacht von ca 1-2 min länge.
In einer anderen Stelle frage ich ZITAT:"Wenn hier jeman ist,wie heisst Du?Darauf ein MICHAEL JACKSON.Die aufnahme habe ich noch.Ich glaube da ist noch viel mehr was wir nicht verstehn.

09. September 2014, 13:43 Uhr, permalink

Manuela

Es iust traurig dass ich hier viele unqualifizierte Kommentare lese.
Tonbandstimmen sind ein anerkanntes Phänomen.

25. Dezember 2014, 14:00 Uhr, permalink

alex

kannst du mir mal dein EVP mit michael jackson schicken ?

05. Mai 2017, 15:09 Uhr, permalink

Anonymos

@ fd

Nein, die Formatierung selbst soll durch "die" außerhalb des Laufwerkes durchgeführt worden sein.
Wenn die Texte als Dateien drauf schreiben können, dann wohl auch eine Formatierung...

08. Dezember 2018, 19:00 Uhr, permalink

SpaceHenne

Wenn man auf diese Weise wirklich eine kommunikation mit einer daseinsform, die wir noch nicht vollständig begreifen, herstellen kann, wundert es mich, das nach 1971 das keiner mehr gemacht hat... oder gibt es dazu noch weiterführende Literatur mit selbigen experiment ?

07. Mai 2019, 22:44 Uhr, permalink

Oli

@SpaceHenne
schau mal auf www.vtf.de/

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