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Der Tod ist nicht der Tod: Instrumentelle Transkommunikation als Draht zur Ewigkeit

ITK_Teaser1959 fing der Schwede Friedrich Jürgenson auf einem Tonbandgerät Signale ein, die sich als die Stimmen Verstorbener zu erkennen gaben. Seitdem hat das Gebiet der „instrumentellen Transkommunikation“ immer wieder neue Forscher angezogen. Wenn auch die Herkunft der Stimmen aus wissenschaftlicher Sicht weiterhin spekulativ bleibt, so ist ihre Botschaft doch eindeutig: Es geht ihnen um einen Bewusstseinswandel der Menschheit.

Nicht zuletzt wendet sich das Argument der Nicht-Beweisbarkeit, das der materialistisch ausgerichtete Skeptiker ins Felde führt, gegen eben diesen, denn wo ein „Phänomen“ nicht bewiesen werden kann, bleibt auch seine Unmöglichkeit unbelegt. Letztlich triumphiert immer die Tatsache: „Die Schwierigkeiten der Einordnung eines Phänomens oder seiner Erklärung innerhalb eines vorgegebenen Systems berechtigen nicht zur Leugnung oder Verdrehung der Tatsachen, die man ohnehin auf die Dauer dadurch nicht los wird. Letztendlich haben sich nicht die Phänomene den Methoden, sondern die Methoden den Phänomenen anzupassen“, so Senkowski.130

Geradezu anekdotenhaft mutet es vor dem Hintergrund der allgemeinen Skepsis dem Phänomen gegenüber an, dass sich diese scheinbar über den „Tod“ hinaus hartnäckig zu halten vermag, wie die Transwesenheit „Swejen Salter“ CETL mitteilte:

„Ja, viele hier glauben nicht einmal an die ‚Jenseitskontakte‘, und wir, unsere Gruppe [Zeitstrom] hier, können sie nicht von der Echtheit der TK überzeugen.“131

In punkto Zweifel findet sich der irdische Mensch offenbar höchst real im „Jenseits“ gespiegelt – an das er doch gar nicht so recht glauben mag.

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Ernst Senkowski besucht Klaus Schreiber in Aachen. (© Dr. Ernst Senkowski)

Einspielen heißt, die „Kunst des Lauschens“ beherrschen

Die technische Vorbereitung für eine Einspielung ist simpel: Für die klassische Methode benötigt man einen Kassettenrekorder mit (eingebautem oder externem) Mikrophon, einige Leerkassetten und wahlweise ein Radiogerät, das entweder über Kabel mit dem Kassettenrekorder verbunden ist oder in Nähe des Mikrophons aufgestellt wird. Bei der Mikrophonmethode werden Fragen an die Jenseitigen auf eine Leerkassette gesprochen, mit Pausen dazwischen, in die die „Jenseitigen“ eine Antwort einfügen können. Die Radiomethode bedient sich zusätzlich zu dieser Grundmethode einer Trägerwelle in Form der Radioübertragung, die von den Transwesenheiten moduliert werden kann, vom Experimentator jedoch auch mehr Konzentration beim Abhören verlangt. Als Trägerwelle eignen sich sowohl das „weiße Rauschen“ zwischen zwei Sendern als auch ein verständliches Programm. Manche Experimentatoren schwören auf die „Jürgenson-Welle“ im Mittelwellenbereich bei etwa 1.485 kHz.132 Jedes Hintergrundgeräusch, selbst das Plätschern eines Springbrunnens, kann als Trägerwelle dienen, wobei das „akustische Rohmaterial“ zwar hörbar, aber nicht zu laut sein sollte.133 Wer nicht im Besitz eines altertümlichen Rekorders ist, kann das Mikrophon auch an den Computer anschließen.134 Man kann einen Verstorbenen direkt ansprechen und konkrete Fragen stellen oder aber gar nichts sagen und den Inhalt der Botschaften den Transwesenheiten überlassen. Im Grunde kann „jedes elektroakustische / optoelektrische (Audio-, Video-, Computer-) System […] paranormale Signale vermitteln“;135 zugleich gilt aber, dass auch ein noch so ausgetüfteltes technisches System kein Garant für Erfolg ist.

„Im Laufe der Zeit entwickelt eigentlich jeder Praktiker sein eigenes Verfahren“, so Dr. Ernst Senkowski auf die Frage, welche Einspielmethode er bevorzuge.

„Ich wusste zu Beginn nur, dass ein Gemisch fremdsprachlicher Stimmen von Radiostationen die Entstehung der – wie ich sie nenne – Transstimmen begünstigen kann. Ich habe dazu im Allgemeinen mehrere, sich überlagernde Kurzwellensendungen eingestellt und damit die besten Ergebnisse erzielt. Zur Absicherung der Paranormalität sind insbesondere jene Stimmen wichtig, die als unmittelbare Reaktionen oder Antworten auf Fragen oder Anrufe auftreten.“136

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Klaus Schreiber und Ernst Senkowski bei Radio Luxemburg. (© Dr. Ernst Senkowski)

Wer einspielen möchte, sollte vor allem Geduld aufbringen und Ausdauer beweisen. Es empfiehlt sich eine Aufnahmedauer von nur wenigen Minuten, da das anschließende Abhören ein Vielfaches an Zeit erfordert.137

Das Abhören stellt dann auch die eigentliche Herausforderung dar. „Die Kunst des Lauschens ist eine schwere Kunst“, schreibt Friedrich Jürgenson, denn sie „erfordert vier Dinge: Gelöstheit, Wachsamkeit, das Schweigen der Gedanken und innere Stille“.138 Der größte Feind des Experimentators, sagt er, sei „unser eigenes von Wünschen beseeltes Denken! Man hört zu gerne das, was man sich sehnlichst wünscht.“139 Gelöst, entspannt und zwanglos sollte seiner Meinung nach das Einspielen vorgenommen werden, und das Abhören sollte mit „nüchterner Sachlichkeit“ erfolgen, um nicht die eigenen Projektionen das tatsächlich Gesagte übertönen zu lassen. Auch einen Kontakt erzwingen zu wollen, sei eher hinderlich als fördernd.140

Kommentare

29. Juni 2010, 23:58 Uhr, permalink

fd

"[...] paranormal eingeschobene markierte Zeile: „1120FERNSEHWOHNZ“ bezieht sich auf das Wohnzimmer [...]"

--> So ein Quatsch! das ist nur der Name der Diskette, den derjenige vergeben hat, der die Diskette irgendwann formatiert hat! Keine Ahnung vom 64er oder was?

11. Januar 2013, 03:55 Uhr, permalink

Dawnclaude

Ist ein schön zusammengefasster Artikel, danke an die Nina. ^^
Tja Jenseits und Humor da könnte ich auch viel von erzählen. Schade dass es (noch) so vielen verborgen bleibt.

22. Dezember 2013, 22:20 Uhr, permalink

Heiko

Habe, als damals Michael Jackson ca 1 jahr verstorben war damit rum experimentiert.Im Pay-Tv sah ich immer die Sendung Ghost Hunter,die mich mehr oder weniger meine Neugirde entfachte.Da ich solchen Dingen positiv gegenüber.Diese Abend lief wieder eine der genannten Sendung leise im Hintergrund.
Da ich nach früherer Recherchen wusste das man ein Anderes Signal bzw eine Radiosendung im hintergrund laufen lassen sollte.
Habe alles mit meinem Handy Nokia E65 aufgenommen.
Erst das übliche bla bla."Mein Name ist...,ich endschuldige mich für die Störung......,möchte sich jemand mit mir unter halten.....?
Auf die Frage "Ist hier jemand? kann ich ein eindeutiges "JA" hören.
Habe mehrer kurze Aufnahmen gemacht von ca 1-2 min länge.
In einer anderen Stelle frage ich ZITAT:"Wenn hier jeman ist,wie heisst Du?Darauf ein MICHAEL JACKSON.Die aufnahme habe ich noch.Ich glaube da ist noch viel mehr was wir nicht verstehn.

09. September 2014, 13:43 Uhr, permalink

Manuela

Es iust traurig dass ich hier viele unqualifizierte Kommentare lese.
Tonbandstimmen sind ein anerkanntes Phänomen.

25. Dezember 2014, 14:00 Uhr, permalink

alex

kannst du mir mal dein EVP mit michael jackson schicken ?

05. Mai 2017, 15:09 Uhr, permalink

Anonymos

@ fd

Nein, die Formatierung selbst soll durch "die" außerhalb des Laufwerkes durchgeführt worden sein.
Wenn die Texte als Dateien drauf schreiben können, dann wohl auch eine Formatierung...

08. Dezember 2018, 19:00 Uhr, permalink

SpaceHenne

Wenn man auf diese Weise wirklich eine kommunikation mit einer daseinsform, die wir noch nicht vollständig begreifen, herstellen kann, wundert es mich, das nach 1971 das keiner mehr gemacht hat... oder gibt es dazu noch weiterführende Literatur mit selbigen experiment ?

07. Mai 2019, 22:44 Uhr, permalink

Oli

@SpaceHenne
schau mal auf www.vtf.de/

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